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VF4 Spanien-Italien: 1000 mal berührt…

23. Juni 2008 | OMI | 7 Kommentare »

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… und tausend mal ist nichts passiert. Bei einer Partie ohne echten Favoriten spielten beide Mannschaften, als wären sie nicht der Favorit. Kein Wunder also, dass der Sieger im Elfmeterschießen zu ermitteln war und erstmals bei einem Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in einem Bewerb der Sieger Spanien heißt. Und: Es ist das dritte Mal, dass Spanien übers Viertelfinale hinaus kommen konnte. Das einzig Positive am heutigen Tag: Das Ernst-Happel-Stadion hat eindeutig die beste Akkustik der EM-Stadien … und das sagt auch schon alles über das Spiel.

Die Spanier kamen über 120 Minuten nie so richtig durch die weiße Azzurri-Mauer, die sich vor dem Strafraum aufbaute, die Italiener selbst - zumindest streckenweise hatte es den Anschein - wollten nicht durch jene der Spanier. Beide Mannschaften waren geprägt durch taktisches Geplänkel, welches sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte; Chancen waren Mangelware. Außer einem italienischen Kopfball und einem spanischen Freistoß passierte dann auch nicht viel - eigentlich gar nichts. Distanzschüsse, die im Wiener Nachthimmel ihrer Freiheit nachliefen oder in einer der beiden Abwehrmauern Abdrücke auf der Haut hinterließen. Fazit: Italien steht tief, dadurch ist der Abstand zwischen Mittelfeld und Angriff zu groß um einen guten Konter zu fahren bzw. einen Angriff aufzubauen. Die Spanier ideenlos, teilweise fast entmutigt und viel zu durchsichtig.

Neue Halbzeit, neues Glück? Leider nein. Das abwechselnde Anrennen gegen Abwehrmauern geht munter und fröhlich in die zweite Runde. Beide Mannschaften defensiv, nehmen nie das letzte Risiko. Höhepunkt nach sechzig Minuten: eine perfekt vorgetragene Schwalbe von Toni am Mittelkreis. Ansonsten blieb der Stürmer farblos, harmlos und einfach nur schwach. Zwischendurch vergibt Camoranesi die Chance für die Italiener, kurz danach lässt Buffon einen Schuss von Senna fallen, hat Glück, dass der Ball an die Stange klatscht. Die Spanier trotz allem weiterhin zu langsam, der letzte Pass kommt so gut wie nie an, die Schüsse verfehlen das Ziel zumeist deutlich. Die Italiener spielen weiter auf Elferschießen. Die nackten Zahlen: 7:1 Corner, 18:7 Schüsse und 57:43 Ballbesitz jeweils für Spanien nach neunzig Minuten. Ein verdientes 0:0, weil sie nichts daraus machen konnten.

In den ersten zehn Minuten der Verlängerung passierte schließlich mehr als im Rest des Spiels: Silva schießt aus 16 Metern knapp an der rechten Stange vorbei, di Natales Kopfball wird gehalten und Toni köpft nach einem Corner mit dem Hinterkopf knapp übers Tor. Mit dem Schlusspfiff verzieht Cazorla schließlich noch am langen Eck vorbei. Die Erkenntnis bisher: Fußball ohne Bier ist nichts. Und die Werbung kenn ich auch schon.

Wenigstens bringt das Elferschießen noch ein klein wenig Spannung, wenn schon die Stimmung vor dem Fernseher einen EURO-Tiefpunkt erreicht. Villa, Cazorla, Senna und Fabregas treffen für Spanien, De Rossi und di Natale vergeben bei den Italienern: Spanien siegt mit 4:2 im Elfmeterschießen. Die Stimmung hebt sich schlussendlich auch durch den topmotivierten ORF-Kommentator nicht, der mit orgasmischen Lobeshymnen auf die Spanier die Zuseher in den verdienten Abendausklang entlässt. Ich selbst entlocke mir noch ein Gähnen und werd mich zur Ruhe betten.

Foto copyright: LAN

Gruppe A: Spiel um nichts und Spiel um alles

15. Juni 2008 | OMI | 3 Kommentare »

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Bei den heutigen Spielen ging es um wenig und um den Aufstieg. Einerseits die Schweiz gegen Portugal, wo der Gruppensieger nur die Moral über die Vorrunde hinaus mitnehmen will und die Schweizer einen guten Turnierabschluss suchen, auf der anderen Seite geht es um Platz zwei in der Gruppe A, wo eine eher mäßige Partie zum hochdramatischen Höhepunkt der bisherigen Vorrunde wird.

TÜR – CZE 3:2

Im ersten Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel zwischen den beiden Mannschaften könnte gleichzeitig auch ein Elfmeterschießen zwischen Weiterkommen und Scheitern entscheiden. Für die Türkei wäre es das zweite Mal, würden sie das Viertelfinale erreichen, die Tschechen suchen die Erfolge von 1996 zu wiederholen, beginnen allerdings nur mit einer Spitze: Jan Koller mit seinem 90. Nationalteamspiel. Trotz der offensichtlichen defensiven Ausrichtung beginnen unsere Nachbarn fulminant, finden in den ersten zehn Minuten gleich vier Chancen vor. Die Türken kommen erst nach knapp einer Viertelstunde das erste Mal vors Tschechentor, bleiben aber weitgehend ungefährlich. Danach verlegen sich beide Teams aufs Distanzschüsse, wirkliche Gefahr wird seitens der Tschechen nur über Konter erzeugt, zentrale Figur ist der Ex-Austrianer Sionko, der bei nahezu allen gefährlichen Aktionen beteiligt ist, außer beim 1:0. Grygera setzt sich auf rechts durch, flankt maßgenau auf den Riesen Jan Koller, der wuchtig und unhaltbar – obwohl Volkan noch mit den Fingern dran – mit dem Kopf zum 55. Tor im Nationalteam trifft. Fazit: Die Türken bleiben während dem gesamten ersten Durchgang ernüchternd schwach, erzeugen wenig Gefahr und lassen die Tschechen immer wieder abschließen. Doch auch unsere nördlichen Nachbarn bleiben bis auf den Treffer eher harmlos. Hälfte eins also nett, aber nichts was vom Sessel haut.

Der zweite Durchgang der Türken ist da eindeutig besser, ihre großen Gegner sind aber Petr Cech und David Rozehnal, die zumeist das Ende der türkischen Angriffsbemühungen sind. Viele vergebene Möglichkeiten auf türkischer Seite, das nächste Tor schießen dann auch die Tschechen. Zwei Konter in Folge und nachdem Koller beim ersten kläglich vergeben hat, nützt beim zweiten Plasil die Traumflanke von Sionko zum Ausbau der Führung und zur wahrscheinlichen Vorentscheidung. Die Türkei wird es in Anbetracht der kleinen Blessuren der Spieler auf dem Feld sehr schwer haben, zwei Tore aufzuholen. Die besseren Chancen haben weiterhin die Tschechen, während die Türken vor allem durch Härteeinlagen aufzeigen. Der Anschlusstreffer der Roten somit wie aus dem Nichts: die tschechische Abwehr schläft, Altintop mit dem Pass in den Rücken der Defensive, Arda wartet am langen Eck und schießt aus 16m unhaltbar ins Kurze Eck. Es wird wieder spannend, und auch besser, denn die Türken kommen noch einmal, kommen zu guten Chancen, trotz der “Lazarettsmannschaft”. Der tragische Held wird Petr Cech: Flanke Halil Altintop, der Keeper steigt hoch, lässt den Ball jedoch fallen und Türken-Captain Nihat steht goldrichtig. Als alle mit einem Elferschießen rechnen, ist es erneut der Kapitän der Türken, der nach Abwehrfehler eiskalt einnetzt. Womit niemand rechnen konnte wurde in Genf also wahr: Die Spieler vom Bosporus drehen einen 2:0-Rückstand zum schlussendlich nicht unverdienten Sieg, wenn auch Volkan noch einmal daneben greift - beim Ball zumindest -, bei Gegenspieler Koller nicht. Die dumme Tätlichkeit bringt ihm die verdiente rote Karte; Tuncay übernimmt das Trikot, denn die Türken wechselten schon drei Mal. Die Tschechen wiederum können die hektische Schlussphase nicht mehr nützen. 3:2 und ein Traumduell in Österreich: Kroatien gegen die Türkei.

SUI – POR 2:0

Die beiden Mannschaften bestreiten wohl mehr als nur ein Freundschaftsspiel. Vor allem für die Schweiz geht es noch um einen versöhnlichen Abschied vom heimischen Publikum, konnte man doch bisher nur wenig überzeugen. Köbi Kuhn wird ebenfalls viel daran liegen, das Nationalteam nicht mit einer Niederlage aus dem Turnier zu verabschieden. Die Portugiesen wiederum können zwar locker drauflos kicken, aufpassen heißt es trotzdem, denn die gute Stimmung muss man über die Vorrunde retten, was wiederum mit einem Sieg am besten funktionieren würde. Neo-Chelsea-Coach Scolari schont aber einen Teil seiner Stars fürs Viertelfinale, beginnt gleich mit acht (!) neuen Spielern. Schiedsrichter ist der Österreicher Konrad Plautz - der heute leider weniger souverän leitete.

Von Beginn weg beginnen die Schweizer erwartungsgemäß druckvoll, die Portugiesen verlegen sich weitgehend aufs Zaubern, erzeugen dabei allerdings mehr Gefahr als ihre Kontrahenten: Nani wird im Strafraum gelegt, der Pfiff bleibt jedoch aus. Später trifft er per Freistoß nur Alu. Bis zur Pause dann eine dahinplätschernde Partie mit harmlosen Schweizern und hin und wieder Genie aufblitzen lassenden Portugiesen, die ihre Chancen, wie jene durch Postiga in Minute dreiundzwanzig, aber zu lässig vergeben. Scolari, sichtlich unzufrieden mit der Leistung seines Teams, wechselt noch vor der Pause: Ferreira, nach dem Brutalofoul an Behrami ständig ausgebuht, wird durch Ribeiro ersetzt.

Hälfte zwei beginnt schließlich wie die erste: Die Schweiz mit einer guten Chance, die Portugiesen fast im Gegenzug ebenfalls. Dasselbe Bild wie in Durchgang eins: harmlose Schweizer und verspielte Portugiesen – Nani lässt die nächste Topchance aus und trifft nur Aluminium. Nach gut einer Stunde wachen die Hausherren dann doch noch auf und zeigen ansehnlichen Fußball, kommen immer wieder zu guten Möglichkeiten. Die Folge ist der verdiente Führungstreffer durch Hakan Yakin, der nach Idealpass den gegnerischen Abwehrspielern davonläuft. Auch das zweite Tor erzielt Hakan Yakin, nachdem der für Vonlanthen eingewechselte Barnetta im Strafraum zum Schwalbenflug ansetzte. Die Portugiesen also zu überheblich, die Schweizer mit einem verdienten und alles in allem zumindest versöhnlichen Abschied von der EURO im eigenen Land. Spannung fürs Viertelfinale ist garantiert.

Foto copyright by: OMI and agu2000_de, Creative Commons-Lizenz

Vierter Spieltag: Gruppe D

11. Juni 2008 | OMI | 7 Kommentare »

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Die Gruppe D in Kürze: Geniale, scheinbar unschlagbare Spanier besiegen phasenweise überzeugend spielende Russen mit zu wenig internationaler Erfahrung klar und deutlich. Bei Schweden mit kreativer Motivationslosigkeit gegen Griechenland mit Defensivgeplänkel und –ballgeschiebe mutierte das Publikum zum gellenden Pfeifkonzert.

Spanien – Russland 4:1

Das apokalyptische Donnergrollen während der Spanien-Hymne und der prasselnde Regen sorgten zusammen mit den Fans am Innsbrucker Tivoli-Neu für eine eigenartige Atmosphäre. Zwanzig Minuten lang war der Donner auch das einzige, das regelmäßig rollte: Beide Mannschaften standen hinten gut, die Russen agierten mit ein wenig mehr Körpereinsatz und spielten ohne Ball ein sehr variables und schnell wechselndes Defensivsystem, auf das sich die Spanier lange nicht einstellen konnten. Ein fataler Abwehrfehler der Russen war es schließlich, der das Spiel erst so richtig ins Laufen brachte. Das Gegentor resultierte jedoch aus einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld und einer sehr halbherzigen Defensivleistung von Kolodin. Die Russen vorerst nicht geschockt, konterten mit einem Schuss an die Stange. Fünf Minuten sahen wir dann eine richtig gute Partie, die schließlich zur Pause hin wieder einschlief und ähnlich dahinplätscherte, wie der Regen am Stadiondach. Dabei spielten die Spanier russisch und die Russen spanisch. Ballstafetten vor der spanischen Abwehrreihe, immer wieder der Versuch, eine Lücke zu finden. Die Spanier konterten erbarmungslos und erzielten somit mit dem Pausenpfiff nach genialem Pass von Iniesta in die Mala Ustica wiederum durch David Villa das 2:0.

In Hälfte zwei beginnen die Spanier erst einmal völlig unmotiviert, probieren wenig nach vorne und verbarrikadieren sich vor ihrem Sechzehner, von wo aus sie die Russen lenken und selbst ihr destruktives Spiel auf den Rasen zaubern. Somit kommen diese nur über Distanzschüsse zu gefährlicheren Tormöglichkeiten, wenn nicht zuvor ein Ballverlust diese verhindert. Hinten kommt man nach zehn Minuten fast im Minutentakt in brenzlige Situationen, die Spanier kontern stark und eiskalt, finden immer wieder Topchancen vor. Das 3:0 ist das logische Resultat, und der Torschütze – wie soll es anders sein – heißt David Villa (erst der sechste Spieler, dem bei einer EM drei Tore gelingen) nach einer grandiosen Einzelvorstellung. Perfekt auch der öffnende Pass von Fabregas von der rechten auf die linke Seite, der die Chance erst ermöglichte.

Die Russen kommen schließlich ebenso zu ihrem verdienten Treffer. Wie zu erwarten war über einen Standard, denn neben Distanzschüssen sorgte man so noch am ehesten für Gefahr. Pavluychenko köpfte den Corner von Zyriankov, der an der ersten Stange verlängert wurde, am langen Eck ein. Die Spanier stellen in der Nachspielzeit allerdings den alten Vorsprung wieder her. Konter über David Villa, Vorlage auf Xavi, der Schuss prallt von Torhüter Akinfeev ab und der eingewechselte Fabregas köpft (nach Abseitsposition) ein zum Endstand von 4:1. Die jungen Russen zeigten also insgesamt Potential, aber die Spanier waren in der heutigen Form nicht zu schlagen, denn ein höherer Spielstand war am heutigen Abend durchaus im Bereich des Möglichen.

Griechenland – Schweden 0:2

Beim Spiel Schweden gegen Griechenland durfte man eine eindeutige Sache erwarten, zumindest vom Spielverlauf: Defensiv-Bollwerk Griechenland gegen Kombi-Fußball aus Schweden. Aber im Fußball kommt es eben meist anders, als erwartet. So kamen die Griechen in der Anfangsphase ebenso zu Chancen, wie die Schweden recht unflüssig kombinierten. Das Resultat ist unmotiviertes Ballherumgeschlenze bzw. auf Seiten der Griechen Kombinationsspiel in der Viererabwehrkette ohne Unterbrechungsanstalten der Schweden. Kein Wunder, dass die Zuschauer nach dreißig Minuten die ersten Pfiffe Richtung Spielfeld werfen. Wenig zu berichten also aus den ersten fünfundvierzig Minuten: Bei Schweden geht nichts und die Griechen wollen nicht, dass irgendetwas geht.

Im zweiten Durchgang spielten die Griechen den Ball zwar hin und wieder auch nach vorne, so richtig viel bewegen konnten sie freilich nicht. Die Schweden verzichteten trotzdem weiterhin auf Forechecking. Fazit: Nach fünfzehn Minuten war der Höhepunkt ein Ausflug von Nikopolidis und ein daraus resultierender Heber fünf Meter übers Griechentor. Zur destruktiven Spielweise gesellte sich mitunter auch destruktives Gepfeife von Spielleiter Massimo Busacca. Gepflegtes mangelndes Spielverständnis von allen Beteiligten. So war die größte Griechenchance ein Kopfball von Hansson in Richtung eigenes Tor.

Das große Wunder blieb allerdings nicht aus. Ibrahimovic zieht vom Sechzehnereck ab und trifft chancenlos für den Griechenkeeper genau in den Winkel. Die Hoffnung auf so etwas wie Fußball kam auf in Salzburg. Das 2:0 der Schweden war da etwas paradoxer: Schuss Ljungberg alleine vorm Tor, Nikopolidis hält, der Ball bleibt heiß. Ein folgendes Gestochere und der Ball ist hinter der Linie (nach vier bis sieben Beinberührungen). Danach der schmerzlichste Moment für die Schweden: Wilhelmsson geht nach einem Sprint verletzt zu Boden und scheidet aus. Danach stellen sich die Schweden vor ihrem Sechzehner auf und die Griechen beweisen, dass nach vorne bei ihnen nicht mit viel zu rechnen ist - es fehlt Kaltschnäuzigkeit und Kreativität. Aber auch die Schweden blieben insgesamt klar hinter den Erwartungen zurück und können wohl von den Geheimfavoritenlisten gestrichen werden.

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Gruppe B: Österreich mit 35% Aufstiegschance?

4. Juni 2008 | OMI | 2 Kommentare »

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Beim Durchforsten findet man so allerlei interessante Artikel. So zum Beispiel bei einem renommierten Schweizer Fußballmedium: Dort wurden die Aufstiegschancen der Österreicher, der Deutschen, der Polen und der Kroaten bewertet, kurzum, die Aufsteiger der Gruppe B wurden prozentuell beziffert. Das Ergebnis lässt sich sehen:

Die Deutschen bekommen 95%. Klar, unsere Nachbarn sind der Favorit in der Gruppe, aber die Ergebnisse ihrer letzten Endrundenteilnahmen bei Europameisterschaften sind doch sehr bescheiden. Das Favoriten mitunter auch schon sehr früh scheitern, beweisen die Spanier in Serie. Was die 95% stützt wird wohl sein, dass die Deutschen das einzige Top-Ten-Team der Gruppe B sind. Aber Fußball bleibt eben immer noch Fußball, und der macht vor allem bei Großveranstaltungen nicht immer das, was andere von ihm erwarten. Dennoch, stark werden unsere Nachbarn sicher sein, denn beim großen Rivalen die EURO zu gewinnen wird sicher noch eine zusätzliche Motivation zu den 250.000 Euro Siegesprämie für den Titelgewinn sein.

Die Kroaten bekommen von unseren Kollegen immerhin eine 50:50-Chance. Der nominell gute Kader lässt hoffen - die kroatischen Medien sprechen vom besten Kader seit 1998 -, doch schon oft waren Endrundenteilnahmen auch ein gewaltiger Schuss in den sprichwörtlichen Ofen. Bitter wird sicher der Ausfall von Eduardo Alves da Silva, dem kroatischen Torgaranten. Da wird auch das disziplin-basierte System von Bilic nicht helfen.

WIr Österreicher belegen mit 35% den dritten Platz. Aus dem Text kann man allerdings schon heraus lesen, dass die Schweizer mit dieser Prognose eher vorsichtig umgehen. Sie bemerken, dass wir durchaus gute Legionäre und vor allem gute Neo-Legionäre (Prödl, Fuchs usw.) haben. Was für uns spricht ist also die sympathische Bescheidenheit im Vergleich zu unseren “arroganten” Gegnern (Kroatien nennt uns zum Beispiel eine “Lachnummer”, die Deutschen fragen sich, warum sie den Pokal nicht gleich bekommen), dass keiner mit uns rechnet und natürlich: der Heimvorteil.

Die Polen haben immerhin noch eine zwanzig-prozentige Chance. Trotz legendärem Trainer und einiger nominell guter Spieler - vor allem Torhüter Boruc könnte zur Wunderwaffe werden - trauen die Eidgenossen den Polen wenig zu. EIn Punkt ist hier entscheidend: Wer soll die Tore schießen? Eine etwas dubiose Werbung in Deutschland könnte die Rot-Weißen allerdings motivieren: Deutschen Fans wurde ihr Van auf dem Weg zum Großereignis gestohlen, unter der hinweisenden Einblendung “Deutschland - Polen; 8. Juni”.

Eine Gruppe die durch diverse Rivalitäten also große Spannung und noch mehr Emotionen erwarten lässt. Wer hier am Ende die Nase vorne haben wird, werden wir allerdings erst in ein paar Wochen sehen.

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5:2 für Österreich II

4. Juni 2008 | OMI | 3 Kommentare »

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Nach einem Besuch im SOS-Kinderdorf Pinkafeld, bei dem sechs ÖFB-Kicker (Erwin Hoffer, Roman Kienast, Ronald Gercaliu, Ümit Korkmaz, Markus Katzer und Jürgen Patocka sowie natürlich Team-Kapitän und FIFA-Botschafter Andreas Ivanschitz) mitmachten, gab es beim öffentlichen Training in Stegersbach ein Testspiel unserer Fußballer. Zwei Teams traten gegeneinander an, größtenteils bei strömenden Regen, aber immerhin fanden sich trotzdem 2500 Zuschauer ein. Ebenso wie der Wettergott ließ sich auch Teamchef Hickersberger nicht erweichen und beendete die Trainingseinheit erst nach dem vierzig-minütigen Testspiel. Dieses Testspiel wiederum brachte Erkenntnisse, die nur verschrecken. Team II besiegte Team I mit 5:2. Das alleine mag jetzt noch nicht sonderlich viel heißen, aber: Es siegte die Mannschaft, die durch die Verletzung von Emanuel Pogatetz mit einem Mann weniger das Spiel bestritt.

Die beiden Kader lesen sich wie folgt:

Team I: Macho - Garics, Hiden, Patocka, Gercaliu - Harnik, Aufhauser, Ivanschitz, Säumel, Korkmaz - Kienast

Team II: Manninger - Prödl, Stranzl, Katzer - Standfest, Vastic, Leitgeb, Fuchs - Linz, Hoffer

Die Tore erzielten für Team I Kienast und Aufhauser, für Team II Hoffer (3), Linz und Leitgeb. Die Erkenntnisse sind also nicht zu vernachlässigen:

1.) Die Dreier-Abwehr-Kette hat weniger Tore bekommen als die Vierer-Abwehr-Kette

2.) Das Sturm-Duo traf öfter als Solo-Stürmer Kienast; es trafen zumindest alle Stürmer mindestens einmal

3.) Es gewann die Mannschaft mit einem Spieler weniger

4.) Es gewann die Mannschaft von Manninger

5.) Das 4-5-1 hat in diesem Fall kläglichst versagt, das 3-4-2 gepunktet - eine variable Vierer-Abwehr-Kette mit einem “Vorstopper” wäre zumindest aus diesem Testspiel das logische Resultat, also ein 3-1-4-2

6.) Es gewann das Team mit den eher unbeliebteren Mittelfeldspielern - mit Ausnahme Ivo Vastic’s

Fazit: Betrachtet man diese Ergebnisse und Erkenntnisse, so kann man mit zwei Stürmern, mit Manninger und einer Dreier-Abwehr rechnen. Ob Hickersberger mit einem Mann weniger auflaufen lässt, bleibt wohl vorerst noch offen, den Überraschungseffekt hätten wir auf alle Fälle auf unserer Seite, denn überschätzt werden wir wohl nicht, mit zehn Mann noch weniger.

Humorvolles Österreich

17. Mai 2008 | OMI | 5 Kommentare »

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In Europa ist es längst bekannt: Österreicher sind ein lustiges durchaus mit Humor durchzogenes Volk und können Schi fahren - zumindest besser als die anderen -, jenseits des Großen Teiches liebt man uns für unsere Kängurus. Aber vorrangig wissen alle, bei uns hat man immer Spaß. Um dieses “Vorurteil” zu unterstreichen, hat sich unser Kanzler Alfred Gusenbauer eingeschaltet bzw. über eine SPÖ-Kampagne im Internet verleiten lassen und seine Tipps für die Vorrunde abgegeben. In die Bild-Zeitung hat er es damit souverän und locker lässig geschafft. Geschafft hat er damit sicher auch, dass halb Deutschland beim öffnen der “Bild” ein Schmunzler über die Lippen rennt. Manche nennen es kurios, andere Träumereien, aber Gusi tippte für das Spiel Österreich gegen Deutschland klarerweise ein 3:2. Cordoba lässt grüßen… Damit aber nicht genug:

Die Schweiz schafft vier Punkte, verliert gegen die Türken (brisantes Duell ist es sicher, aber …), dafür besiegt man die spielstarken Portugiesen. Die Türken gewinnen sogar alle Spiele der Vorrunde. Möglich, aber doch ein wenig anzuzweifeln. Österreich schafft sieben Punkte (Remis gegen Polen). Deutschland nur sechs. Vielleicht spielt da doch ein wenig die Hoffnung unserem Kanzler einen kleinen Streich.

Die restlichen Ergebnisse können durchaus vertreten werden, außer das 4:1 der Italiener gegen Rumänien. Erstens, so schwach werden die Rumänen nicht sein. Zweitens: Catenaccio. Ein Sieg der Italiener ist zwar drin, so leicht wirds denn doch nicht werden, immerhin stehen die Rumänen auf den Geheimfavoritenlisten ganz weit oben und Italien kämpfte zuletzt auch des Öfteren mit der Form. Unser Kanzler sorgt also international für Publicity und lieferte sich einen kleinen PR-Gag. Aber es ist immerhin Werbung und unterstreicht - wie gesagt - das Klischee des humorvollen Österreichers - international. Denn wir wissen alle: Wir schlagen die Deutschen (vielleicht)…

Foto: LAN/kick08.net

ÖFB kann sich zumindest nicht selbst besiegen

13. Mai 2008 | OMI | 1 Kommentar »

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In einer Zeit, in der alle Welt (also eigentlich nur Europa) behauptet, sie hätten Angst vor den österreichischen Kickern und trauen uns eine Überraschung zu, beruhigt zumindest eine Meldung: Österreich hat gegen Österreich bei einem 10-gegen-10-Spiel unentschieden 1:1 gespielt. Die Treffer erzielten Maierhofer für Österreich und Hoffer für Österreich, aus schwierigen Situationen wohl gemerkt, immerhin handelte es sich um eine “intensive Trainingspartie” von dreigeteilten Vierzig Minuten auf aufgeweichtem Boden. Geprobt wurde der langsame Aufbau aus der eigenen Hälfte, denn jede Seite hatte mindestens fünf Pässe zu spielen, bevor sie auf die gegnerische Seite durften; eine Spielvariante, die zuletzt doch des Öfteren für Schwierigkeiten sorgte. Hickersberger und Mitarbeiter folgen also dem allgemeinen O-Ton in Österreich wie auch von den eigenen Spielern.
Vor kurzer Zeit ließ Rene Aufhauser ja schon verlauten, er wünsche sich eine gewaltige Schinderei, immerhin gehe es um den Aufstieg ins Viertelfinale. Pausen seien aber auch wichtig, mit einem kleinen Augenzwinkerer in Richtung Holland-Spiel. Ebenso optimistisch ist Roger Spry, der ÖFB-Fitness-Guru, der der langen Vorbereitung so einiges abgewinnen kann.
Einzig ein Grund sorgt bei mir für gewaltige Faltenbildung: Ist es wirklich förderlich, dass Spieler und Trainerstab ständig unter Beobachtung stehen, ein jedes Trainingsspielchen ausgeschlachtet wird? Wäre es nicht besser, dem ÖFB Vertrauen zu schenken und walten zu lassen? Freilich, es fördert das Fiebern in Richtung Großveranstaltung, der Schuss kann aber gewaltig nach hinten los gehen, obwohl wir uns ja - wie gesagt - nicht selber schlagen können. Und der Papst ist auch auf unserer Seite.

Eine marxistische Themenverfehlung

25. April 2008 | OMI | 4 Kommentare »

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“SCHEISS EM 08″ - unter diesem provokanten Titel veranstaltete die Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO) gestern im 10. Wiener Gemeindebezirk eine europameisterschaftskritische Podiumsdiskussion. Mike Oberbichler (OMI) und Andreas Lindinger (LAN) waren für kick08.net als wohl einzige unabhängige Medienvertreter mit dabei:

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Impulsvorträge (LAN)

Lange Zeit saßen wir vor Veranstaltungsbeginn als Einzige in der ersten Reihe, was uns neben einer uneingeschränkten Fotografierposition auch ein nettes Begrüßungsgespräch mit einer Vertreterin der Revolutionär Sozialistischen Organisation über Studium, Sport und Politik brachte, welches hier und dort schon einen Vorgeschmack auf die folgenden Veranstaltungsinhalte geben sollte. Die Impulsvorträge begann Gianni Casutt, seines Zeichens Herausgeber des Schweizer Fußballmagazins “Zwölf” mit einem Bericht zur Lage der Fanstimmung in der Schweiz eineinhalb Monate vor EM-Beginn. Plakative Angriffe auf die EM anhand von Transparenten wie in Österreich habe es in der Schweiz nicht gegeben, hingegen auch eine Repressionswelle und Fanproteste sowie Faninitiativen, welche ihre Kritik jedoch nicht an der EM sondern an den konkreten Aspekten wie Stadionverboten oder überhöhten Eintrittspreisen äußerten. Neben dem von Casutt angesprochenen Problem des von den Sponsoren geförderten Nationalismus ist auch die Gewaltfrage in der Schweiz sehr präsent, insbesondere viele überzogene Polizeieinsätze mit Tränengas und Wasserwerfer, neue Polizeigesetze und Hooligandatenbanken wurden angeprangert. Franz Jackel, Fanclubmitglied der Friedhofstribüne und Vorstandsmitglied des Wiener Sport-Club, merkte in seinem Vortrag an, dass die EM im Fußballunterhaus zwar weniger präsent wäre und es dort ohne Repressalien auch deutlich gemütlicher ist, die verschärften Stadionbestimmungen würden jedoch auch die kleinen Vereine voll treffen. Darüber hinaus richtete er einen Appell an die Fans, Vereinsmitglieder zu werden und durch Wahlen und Aktivitäten auf diese Weise aktiv in den Vereinen mitzubestimmen anstatt sich nur mit einem Fanvertreter oder Protesten von außen zufrieden zu geben.

Ein Vertreter der Revolutionär Sozialistischen Organisation ging in der abschließenden Rede auf das eigentliche Thema der Veranstaltung ein und definierte “Scheiß EM” als Stimmung einer kleinen Minderheit und trat gegen Repression, Nationalismus und Kommerz auf. Der Austausch des Publikums weg vom Proletariat, die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten und die immensen Ausgaben von Steuergeldern für Infrastruktur, Werbung und Fanmeilen stellten weitere Kritikpunkte dar. Darüber hinaus befürchtete er eine zunehmende Gewalt an Frauen, kritisierte den massiven Ausbau von Überwachungssystemen und den enormen Aufschwung des Nationalismus (insbesondere in den Boulevardmedien), aufgrund dessen es seiner Meinung nach naiv wäre zu glauben, dass die EM der Völkerverständigung diene. Fußball sei eine spezielle Form kapitalistischer Massenkultur, der Neoliberalismus und die staatliche Kontrolle seien auch hier im Vormarsch - Aspekte, die ich in ähnlicher Form unter anderem auch vergangene Woche bei der Genderkonferenz der Universität Wien gehört habe, welche im Gegensatz zur gestrigen Veranstaltung jedoch durchwegs konstruktiver nicht nur Kritik sondern auch Lösungsansätze präsentierte.

Diskussion & Fazit (OMI)

Dem Schema einer Podiumsdiskussion folgend, kamen nach den drei Einleitungsreden Wortmeldungen aus dem Publikum. Ähnlich wie die Vorredner, verlor man auch hier schnell den Bezug zum eigentlichen Thema „Scheiss EM 08“ und tauschte gemeinsam Meinungsgleichheiten der revolutionären sozialistischen Bewegung aus – teilweise wurden sogar dreiminütige Kampfreden großen Sports auf die Bühne gezaubert. Kanzler Alfred Gusenbauer würde hier wohl den Begriff „Gesudere“ auf irgendeine Art und Weise einbauen, ich finde „Kampfrede“ interessanter. Positiver Bezugspunkt war hier Franz Jackel, der trotz Nervosität zumindest versuchte, den Fußball im Mittelpunkt zu halten und zu „erretten“ vor der linken Revolutions-Infiltration. Vor allem auch in Richtung Politik, die leider nur allzu oft den Fußball als Wegbereiter für dubiose Neuerungen verwendet und als Schuldigen deklariert, um so Kameras zu installieren, die polizeilichen Streitkräfte zu rekrutieren und ausstattungstechnisch zu erweitern. So kommt man zum fast schon paradoxen „Fußball wird genützt, um Freiheiten für Einschränkungen zu generieren“.

Ebenfalls zur Erwähnung kam das österreichische ballesterische Konkurs-Problem: Franz Jackel seinerseits fand schnell die Lösung bei den Sponsoren, die zwar Geld in die Mannschaften pumpen, aber eben nur in diese. Infrastrukturelle Kosten verschwinden irgendwo in den brüchigen Katakomben der Fußballplatz-Kabinen-Häuschen. Um auch gleich beim Geldproblem zu bleiben: Die Fanmeile Donauinsel, die an ein paar wenigen Euros scheitert, für die lieber Fähnchen in der ganzen Stadt zweimal aufgehängt wurden (die Schläue der Zuständigen bestand auf einem Aufhängen einen Tag vor dem damaligen Sturm, weshalb man teilweise wieder welche aus Sicherheitsgründen einholen musste). Ausweichpunkt ist das Hanappi-Stadion, weit weg vom Happel-Oval, welches in der Vergangenheit eher mit konträren Meinungen zur EURO profilierte (man achte auf den Titel der Veranstaltung).

Um aus meiner Sicht diese linke Propaganda-Stunde also zur Konklusio zu bringen noch zwei kurze Sätze: Erstens, es ist nicht alles „Fan“, was in der Kurve steht – politische Aktivisten, Erziehungsberechtigte, Radikale, usw. suchen permanent die Kurve bzw. das Stadion auf und sind deshalb noch lange kein Fan. Zweitens ist es immer wieder verwunderlich, wie oft man in zwei Stunden die Wörter Kapitalismus, Kommerz(ialisierung), rote Mafia etc. hören kann – wodurch man zwar interessante Aspekte eröffnet, aber wirklich Neues war eben nicht dabei, denn wir alle wissen, dass im Fußball die Sponsorenmafia schon lange ihr Unwesen treibt und die Mittelklasse langsam den „Fan“ verdrängt. Somit bleibt mir noch ein dritter Satz (alte Politikerangewohnheit, nie sein Wort zu halten): Eine zwar durchaus nette Veranstaltung (die Begrüßung vor allem), aber intentionslos und themenverfehlt, denn in der Verpackung sollte schon sein, was auf der Etikette steht.

Arena der Männlichkeit?

17. März 2008 | OMI | 5 Kommentare »

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FußballfeldMannI

Was einem bei Facultas nicht alles in die Hände fällt: Ein feministisch - sagen wir leicht angehauchtes - Buch über das Geschlechterverhältnis im Fußball. Arena der Männlichkeit von Eva Kreisky und Georg Spitaler. Mir persönlich stellt sich jetzt, da ich die Einleitung gelesen habe, folgende Frage: Provokation, feministische Propaganda oder einfach nur gewagte Aussagen mit Nahverhältnis zur Realität?

Grundsätzlich drängen sich mir nach Konsumation des Selbigen folgende Fragen auf, die im Anschluss auch gleich den Versuch einer Beantwortung enthalten:
Ist ein Fußballstadion wirklich Hort androzentrischer Herrschaftspraxis?
Sind Fankurven Symbole chauvinistischer Segregation?
Will die Wirtschaft diese männlich-hegemonialen Strukturen zur Erweiterung des Marktes aufheben und somit den streng sexistisch orientierten Militarismus (Fanklubs die Brigade heißen, Ausdrücke wie Angriff, Verteidigung, Kampf, Treue, Schießen…) aus den Kurven verbannen?
Nutzt die männliche Politik ballesterische Begrifflichkeit zur Ausgrenzung von Politikerinnen?
Ist der Fußballplatz bloß eine Allegorisierung der männlichen Emotionalität und Homoerotik?
Findet man auf dem Fußballplatz die letzte Bastion der echten Männlichkeit in der postfordistischen Gesellschaft?

Nun ja, dies waren ein paar Hypothesen aus der Einleitung des Buches, für deren Beantwortung ich mich verantwortlich fühle, mit ein klein wenig Sarkasmus wohl gemerkt:
Beginnen wir mit einer kurzen Erklärung des Begriffes Androzentrismus. Dieser bedeutet eine Fokussierung auf männliche Denkmuster. Entsprechend der rhetorischen Praxis ist eine Gegenfrage oft die beste Möglichkeit zur Beantwortung einer Frage: Sind wir Männer wirklich so böse und grenzen Frauen vom Fußballspiel aus? Verwenden wir absichtlich ballesterische Fachtermini, nur damit ihr uns nicht versteht oder ist es nicht vielmehr gängige Praxis, in einem wissenschaftlichen Fachgebiet Fachtermini zur schnelleren Abwicklung von Sprechakten vorauszusetzen - entsprechend der idealen Sprechsituation etwaige Vorkenntnisse als verständlich anzunehmen -, um eine punktuale Problemlösung zu erreichen? Und dürfen wir das nicht alle, auch wenn es sich nur um den “Proletensport” Fußball handelt, der als Ventil für frustrierte Arbeiter und Arbeitslose zum gezielten Abbau destruktiver Energie dient, oder der als Plattform herhält, um die Mediengeilheit mancher Wirtschaftskrösi und Politiker zu befriedigen?

Kommen wir zur nächsten Frage: Werden wirtschaftliche Motive dazu missbraucht, die männlichen Horte der Androzentrischen Welt mit Frauen zu durchziehen? Hier ist man vielleicht ein klein wenig sozialen Missverständnissen aufgelegen. Grundsätzlich muss sich im Fußball jeder beweisen, ob auf der Tribüne, auf dem Feld oder auf der Trainerbank. Nur der Verweiblichung von Stadien wegen, um einen größeren Absatz von Merchandising-Produkten zu erreichen, werden Frauen nicht ins Stadion kommen. Vielmehr spielt hier eine soziale Komponente eine viel größere Rolle: Man kommt mit der Familie oder dem Freundeskreis ins Stadion. Sind Frauen oder Mädchen Teil einer Gruppe mit erhöhtem Männer- oder Jungenanteil, so zieht die gesamte Gruppe dementsprechend ins Stadion - dem Gruppenzwang sei Dank. Somit ist Fußball keine Metapher androzentrischer Segregation sondern Spiegelbild des sozialen Umfeldes der Stadionbesucher selbst.

Ein weiteres Problem findet Eva Kreisky bei der Unterscheidung zwischen Fußball (nur Männer) und Frauenfußball. Hier liegt die Ursache in der historischen Genese und der unterschiedlichen Entwicklung der beiden Sparten. Frauenfußball hat sich erst relativ spät etabliert und ist, vor allem in Österreich, noch nicht ähnlich ausgereift (gemeint ist nicht das Spiel, sondern die Infrastruktur mitsamt Sponsoring und medialer Erwähnung). Aber wer hat nicht mitgefiebert bei der letzten Frauen-Weltmeisterschaft? Ich schon.

Die letzten beiden Fragen scheinen bei einer gemeinsamen Erörterung wesentlich fordernder, deshalb jetzt zur echten Männlichkeit mit ihren Emotionen und homoerotischen Zwängen. Zur Frage stehen folgende Handlungen: Auf den Hintern klopfen, den Kopf tätscheln, weinen bei einer Niederlage im WM-Finale usw. Zeichen männlicher Homoerotik und Emotionalität. Drängt sich mir die Frage auf: Man kämpft für eigene große Ziele und scheitert knapp vor dem Ende, darf Mann da nicht emotional werden? Sich mit allen Mitteln für seine Werte einsetzen, darf Mann da nicht emotional sein? Dürfen Männer sich nicht gegenseitig auf den Hintern klopfen? Müssen wir Männer immer eine homophobe Distanz wahren? Und dürfen wir das alles wirklich nur im Stadion?

Mit der Hoffnung jetzt weder Frauen noch Männer vergrault zu haben beende ich diesen monologen Diskurs mit der Empfehlung dieses Buch zu lesen. Fehlt zwar streckenweise ein wenig der Praxisbezug, zum Denken animiert es alle mal.