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Politik | kick08
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Die Diktatur der Angepassten

28. Juni 2008 | LAN | 9 Kommentare »

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Wir schreiben den Juni des Jahres 2008 als sich inmitten der demokratischen und neutralen Staaten Österreich und Schweiz ein quasi diktatorischer Staat namens UEFA EURO 2008 eingenistet hat und unter Ausnutzung seiner bedingungslosen Allmacht seine Vorstellungen des globalisierten, kapitalistischen Fußballs in die weite Welt tragen will. Eine Vorstellung, die auf mehren Säulen aufgebaut ist und mit Fortschreiten des Turniers die Kohärenz der einzelnen strategischen Elemente immer präsenter werden ließ:

Corporate Design & Sicherheitslüge

Vom Logo bis zum sinnleeren Slogan entspricht alles einer faden Weiterentwicklung des Corporate Designs der WM 2006  - kindisch, verspielt, unkreativ. Als Höhepunkt sind die identitätslosen Maskottchen nicht umsonst als Doppelgänger selbst Sinnbild für ein Corporate Design der Europameisterschaft, welches als einfallslose Kopie des Corporate Designs der letzten Weltmeisterschaft gesehen werden kann. Einhergehend damit sind acht Stadien, denen man nicht zuletzt aufgrund der architektonischen Konformität moderner Fußballarenen und der Aus- und Rückbaufarce die Zweckgebundenheit ansieht und denen auch bei drei Europameisterschaftsspielen keine künstliche Seele eingehaucht werden kann.

Dank eines millionenschweren Sicherheitskonzeptes wurden darüber hinaus Ausschreitungen verhindert, die es auch ohne diesem Aufwand nicht gegeben hätte, da zum einen das gewaltbereite Fußballpublikum wenig Interesse für eine Veranstaltung wie die Europameisterschaft hegt und zum anderen vereinzelte Überreaktionen einfacher behandelt werden hätten können. Stattdessen setzte man auf Repression, Hooligandatenbank und Anlassgesetzgebung, auf übermäßige Security- und Polizeipräsenz sowie auf ein Hochstilisieren des vermeintlichen Gefahrenpotenzials vor EM-Beginn sowie kleinerer Zwischenfälle während der EM, um sich eine mediale Rechtfertigung für diesen ungeheuren Geld- und Personeneinsatz zu erschleichen. All dies steht gemeinsam mit den weiter unten angeführten Kritikpunkten der totalen Kommerzialisierung sinnbildhaft für eine Politik des rücksichtslosen Neoliberalismus, dem auch bei der Europameisterschaft beispielsweise durch die hohen Ticketpreise Einlass gewährt wurde und der die voranschreitende soziale Segregation in unserer Gesellschaft widerspiegelt. Was bleibt ist ein Charme der Gesamtaufmachung des Großereignisses, welcher den Charme des Altherrenvereins UEFA widerspiegelt und dessen mainstreamkonformer Rettungsversuch mittels unpassendem Rahmenprogramm mit peinlichen Zuschauercontests, schlechten Moderatoren, fußballfremder Musik und Nationalhymnenkaraokeschrift in den Stadien kläglich scheiterte.

Gleichschaltung der Medien

Es war das Highlight der Peinlichkeiten dieser EM als im ersten Halbfinale der Bildschirm plötzlich schwarz wurde und hunderte Millionen Fernsehzuschauer weltweit Zeuge der unsinnigen Medienpolitik der UEFA wurden. Diese kontrolliert nämlich allein die Übermittlung der Fernsehbilder aus allen Spielorten an ihre Broadcasting Tochtergesellschaft in Wien, von welcher aus das Fernsehsignal erst in die weite Welt weitergeleitet wird. Dies garantiert, dass die Fernsehbilder zum einen aufgrund immer gleicher Kameraeinstellungen den geringen Anforderungen des oftmals ahnungslosen europameisterschaftlichen TV-Konsumenten entsprechen und zum anderen ein Bild einer vermeintlich heilen Fußballwelt ohne stimmungsvollen Bengalen, kuriosen Flitzern und kritischen Transparenten, dafür mit umso mehr popularitätsgeilen Politikern, desinteressierten VIPs, schönheitsidealentsprechenden Spielerfrauen und freizügigen Fanschönheiten in Großaufnahme übermitteln.

Während die westliche Welt im Falle zensierter Bilder aus China empört aufschreit, nimmt man das Fernsehbildermonopol des Fußballverbandes mit einem gerne bezahlten Millionenaufwand dankend an und frönt sich der medialen Einheitsberieselung. Weitere ein dubioses Licht auf die Behandlung der Meinungsfreiheit werfende Statements und Handlungen der UEFA, wie beispielsweise die vom Österreichischen Journalistenclub beklagten Zutrittsschikanen samt Unterscheidung nach “guten” und “schlechten” Medien im offiziellen Wiener Pressezentrum, unterstreichen die mediale Arroganz des Veranstalters, der sich die Fernsehanstalten, Gastgeberländer und nicht zuletzt die Fußballfans und Konsumenten leider beinahe kritiklos unterworfen haben.

Totale Kommerzialisierung

Vom Stadion bis zur Fanzone: wo die UEFA regiert, wird von ihr alles diktiert, um die EM zu einem Wirtschaftsereignis zu machen, von dem insbesondere auch die UEFA und ihre Exklusivpartner profitieren sollen, schließlich wurde dem Fan gerade in den Fanzonen extra ein unattraktives Einheitsangebot zu horrenden Preisen bei fehlenden Sitzgelegenheiten und überrepressiven Sicherheitskontrollen geschaffen - dieser Eindruck verstärkte sich in den abgelaufenen Wochen immer mehr und zur Freude des Veranstalters frönten sich zahlreiche gleichgeschaltete Fans mit offiziellem Trikot, bemaltem Gesicht und in Szene gesetzten Sponsorenhüten dieser bedingungslosen Kommerzialisierung, die im braven, vorgegebenen Mitgrölen des “Seven Nation Army” Einlaufsongs ihren Höhepunkt fand während den Massen jegliche Kreativität und jeglicher Sinn für einen zur jeweiligen Spielsituation passenden Support zu fehlen schien.

Darüber hinaus schien die Aushebelung der Marktkräfte kein großes Problem für Politiker und Konsumenten darzustellen, hauptsache man setzte sich zuerst als Steuerzahler und nun auch als Fan gekonnt als Melkkuh der Nation in Szene und erwies damit dem exklusiven Club der zahlungspotenten EM-Sponsoren einen Bärendienst. Wer damit nicht genug hatte, wurde bei sämtlichen Unternehmern des Landes fündig, die am Märchen des schier unendlichen EM-Kuchens mitzunaschen versuchten und das Land mit unnötigen fußballgebrandeten Artikeln vom Fußballbrot bis zum EM-Kondom überschwemmten.

Fazit

Mehrere Wochen lang hat sich ohne organisierter Kritik der Politiker und Bürger mitten im Herzen des aufgeklärten, demokratischen Europas ein quasi diktatorischer Staat gebildet, der seine fußballerische Marktmacht unter anderem in gleichgeschalteten zensierten Medien, ausgehebeltem wirtschaftlichem Wettbewerb oder einer überemotionalisierten irrationalen Sicherheitsdebatte manifestierte. Im Gegenteil, der brave, unkritische Fußballkonsument lechzte förmlich nach einem in totaler Kommerzialisierung getränkten Großereignis und sorgte insbesondere mit dem anfänglichen Hype für voraussichtlich volle Kassen der gemeinnützigen, steuerbefreiten UEFA.

Erst nach einigen Spieltagen offenbarte sich das Ausmaß dieser sportpolitischen, medialen und wirtschaftlichen Gleichschaltung, weshalb nicht umsonst gegen Ende der Europameisterschaft hin immer mehr Leute genug von einem künstlichen, sterilen Spektakel hatten, welches es dank eines Mosaiks aus unterschiedlichsten negativen Begleiterscheinungen schaffte, im Laufe des Turniers vielmehreine kollektive Aversion zu erzeugen anstatt gerade am Schluss einen positiven Spin für den heimischen Fußball zu generieren.

Der Eine und der Andere - die Verlierer des Tages

17. Juni 2008 | LAN | Kein Kommentar »

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Was unterscheidet Josef Hickersberger und Alfred Gusenbauer? Nicht viel: Ersterer hat trotz Misserfolg die volle Rückendeckung seines Verbandes, Zweiterer hat wegen Misserfolg keine Rückendeckung seiner Partei.

Was haben Josef Hickersberger und Alfred Gusenbauer gemeinsam? Schon mehr: Beide standen vor der Mission ihres Lebens, der Eine inmitten der Erfüllung des Bubentraums EM-Teamchef, der Andere inmitten der Erfüllung des Bubentraums Bundeskanzler - gestern wurden beide abmontiert, der Eine sportlich nach einer enttäuschenden Leistung gegen in Wien wenig beliebte Deutsche, der Andere politisch nach einer enttäuschenden Leistung gegen in Wien wenig beliebte Koalitionspartner. Die Konsequenzen sind klar: Der Eine nimmt nach wiederholt kritisierten Aufstellung voraussichtlich in den nächsten Tagen seinen Hut, der Andere wurde nach wiederholt kritisierter Politik bereits gestern politisch desavouiert. Denn: Beide werden vom Volk leider nicht verstanden, der Eine aufgrund seiner satirisch-kryptischen und der Andere aufgrund seiner brillant-nichtverstandenen Rhetorik. Hicke & Gusi - time to say good-bye…

Eine marxistische Themenverfehlung

25. April 2008 | OMI | 4 Kommentare »

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“SCHEISS EM 08″ - unter diesem provokanten Titel veranstaltete die Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO) gestern im 10. Wiener Gemeindebezirk eine europameisterschaftskritische Podiumsdiskussion. Mike Oberbichler (OMI) und Andreas Lindinger (LAN) waren für kick08.net als wohl einzige unabhängige Medienvertreter mit dabei:

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Impulsvorträge (LAN)

Lange Zeit saßen wir vor Veranstaltungsbeginn als Einzige in der ersten Reihe, was uns neben einer uneingeschränkten Fotografierposition auch ein nettes Begrüßungsgespräch mit einer Vertreterin der Revolutionär Sozialistischen Organisation über Studium, Sport und Politik brachte, welches hier und dort schon einen Vorgeschmack auf die folgenden Veranstaltungsinhalte geben sollte. Die Impulsvorträge begann Gianni Casutt, seines Zeichens Herausgeber des Schweizer Fußballmagazins “Zwölf” mit einem Bericht zur Lage der Fanstimmung in der Schweiz eineinhalb Monate vor EM-Beginn. Plakative Angriffe auf die EM anhand von Transparenten wie in Österreich habe es in der Schweiz nicht gegeben, hingegen auch eine Repressionswelle und Fanproteste sowie Faninitiativen, welche ihre Kritik jedoch nicht an der EM sondern an den konkreten Aspekten wie Stadionverboten oder überhöhten Eintrittspreisen äußerten. Neben dem von Casutt angesprochenen Problem des von den Sponsoren geförderten Nationalismus ist auch die Gewaltfrage in der Schweiz sehr präsent, insbesondere viele überzogene Polizeieinsätze mit Tränengas und Wasserwerfer, neue Polizeigesetze und Hooligandatenbanken wurden angeprangert. Franz Jackel, Fanclubmitglied der Friedhofstribüne und Vorstandsmitglied des Wiener Sport-Club, merkte in seinem Vortrag an, dass die EM im Fußballunterhaus zwar weniger präsent wäre und es dort ohne Repressalien auch deutlich gemütlicher ist, die verschärften Stadionbestimmungen würden jedoch auch die kleinen Vereine voll treffen. Darüber hinaus richtete er einen Appell an die Fans, Vereinsmitglieder zu werden und durch Wahlen und Aktivitäten auf diese Weise aktiv in den Vereinen mitzubestimmen anstatt sich nur mit einem Fanvertreter oder Protesten von außen zufrieden zu geben.

Ein Vertreter der Revolutionär Sozialistischen Organisation ging in der abschließenden Rede auf das eigentliche Thema der Veranstaltung ein und definierte “Scheiß EM” als Stimmung einer kleinen Minderheit und trat gegen Repression, Nationalismus und Kommerz auf. Der Austausch des Publikums weg vom Proletariat, die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten und die immensen Ausgaben von Steuergeldern für Infrastruktur, Werbung und Fanmeilen stellten weitere Kritikpunkte dar. Darüber hinaus befürchtete er eine zunehmende Gewalt an Frauen, kritisierte den massiven Ausbau von Überwachungssystemen und den enormen Aufschwung des Nationalismus (insbesondere in den Boulevardmedien), aufgrund dessen es seiner Meinung nach naiv wäre zu glauben, dass die EM der Völkerverständigung diene. Fußball sei eine spezielle Form kapitalistischer Massenkultur, der Neoliberalismus und die staatliche Kontrolle seien auch hier im Vormarsch - Aspekte, die ich in ähnlicher Form unter anderem auch vergangene Woche bei der Genderkonferenz der Universität Wien gehört habe, welche im Gegensatz zur gestrigen Veranstaltung jedoch durchwegs konstruktiver nicht nur Kritik sondern auch Lösungsansätze präsentierte.

Diskussion & Fazit (OMI)

Dem Schema einer Podiumsdiskussion folgend, kamen nach den drei Einleitungsreden Wortmeldungen aus dem Publikum. Ähnlich wie die Vorredner, verlor man auch hier schnell den Bezug zum eigentlichen Thema „Scheiss EM 08“ und tauschte gemeinsam Meinungsgleichheiten der revolutionären sozialistischen Bewegung aus – teilweise wurden sogar dreiminütige Kampfreden großen Sports auf die Bühne gezaubert. Kanzler Alfred Gusenbauer würde hier wohl den Begriff „Gesudere“ auf irgendeine Art und Weise einbauen, ich finde „Kampfrede“ interessanter. Positiver Bezugspunkt war hier Franz Jackel, der trotz Nervosität zumindest versuchte, den Fußball im Mittelpunkt zu halten und zu „erretten“ vor der linken Revolutions-Infiltration. Vor allem auch in Richtung Politik, die leider nur allzu oft den Fußball als Wegbereiter für dubiose Neuerungen verwendet und als Schuldigen deklariert, um so Kameras zu installieren, die polizeilichen Streitkräfte zu rekrutieren und ausstattungstechnisch zu erweitern. So kommt man zum fast schon paradoxen „Fußball wird genützt, um Freiheiten für Einschränkungen zu generieren“.

Ebenfalls zur Erwähnung kam das österreichische ballesterische Konkurs-Problem: Franz Jackel seinerseits fand schnell die Lösung bei den Sponsoren, die zwar Geld in die Mannschaften pumpen, aber eben nur in diese. Infrastrukturelle Kosten verschwinden irgendwo in den brüchigen Katakomben der Fußballplatz-Kabinen-Häuschen. Um auch gleich beim Geldproblem zu bleiben: Die Fanmeile Donauinsel, die an ein paar wenigen Euros scheitert, für die lieber Fähnchen in der ganzen Stadt zweimal aufgehängt wurden (die Schläue der Zuständigen bestand auf einem Aufhängen einen Tag vor dem damaligen Sturm, weshalb man teilweise wieder welche aus Sicherheitsgründen einholen musste). Ausweichpunkt ist das Hanappi-Stadion, weit weg vom Happel-Oval, welches in der Vergangenheit eher mit konträren Meinungen zur EURO profilierte (man achte auf den Titel der Veranstaltung).

Um aus meiner Sicht diese linke Propaganda-Stunde also zur Konklusio zu bringen noch zwei kurze Sätze: Erstens, es ist nicht alles „Fan“, was in der Kurve steht – politische Aktivisten, Erziehungsberechtigte, Radikale, usw. suchen permanent die Kurve bzw. das Stadion auf und sind deshalb noch lange kein Fan. Zweitens ist es immer wieder verwunderlich, wie oft man in zwei Stunden die Wörter Kapitalismus, Kommerz(ialisierung), rote Mafia etc. hören kann – wodurch man zwar interessante Aspekte eröffnet, aber wirklich Neues war eben nicht dabei, denn wir alle wissen, dass im Fußball die Sponsorenmafia schon lange ihr Unwesen treibt und die Mittelklasse langsam den „Fan“ verdrängt. Somit bleibt mir noch ein dritter Satz (alte Politikerangewohnheit, nie sein Wort zu halten): Eine zwar durchaus nette Veranstaltung (die Begrüßung vor allem), aber intentionslos und themenverfehlt, denn in der Verpackung sollte schon sein, was auf der Etikette steht.

Ein Kuriositätenkabinett namens EURO 2008

17. April 2008 | LAN | 2 Kommentare »

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Ein ganz normaler Tag in Österreich 52 Tage vor dem Ankick zur Europameisterschaft: In Wien heißt es ab sofort “Zimmer frei“, zumindest gewalttätige Fans müssen sich keine Sorgen mehr um eine Schlafmöglichkeit machen nachdem hunderte Wiener Häftlinge vorsorglich während der EM in andere Strafvollzugsanstalten außerhalb der Bundeshauptstadt verlegt werden. “EURO 2008 - Zu Gast im Häfn”, Big Platter scheint jedenfalls gerüstet. Um jenen Fans, welche die EM in Wien nicht im Gefängnis sondern im Stadion erleben dürfen, den dortigen Aufenthalt nicht minder unerträglich zu machen, wurde Ö3-DJ Alex List mit der Auswahl der dort abgespielten Lieder beauftragt. Aggressive Lieder sind laut UEFA im Stadion unerwünscht, Hinterseer, Stürmer und Fendrich in der Endlosschleife lautet somit das zu erwartende musikalische Horrorszenario, unterbrochen nur vom Ö3-Jingle “Hey Hey Hicke”. “Wir sind seit Wochen dabei, Musikpools zu erstellen”, so List in einer ersten Drohung.

Apropos Drohung: Die zu jeder Werbepause über den TV-Bildschirm flimmernde, peinliche Drohung seines Chefs, Pepi Hickersberger, die Italiener zu verputzen, hat Co-Trainer Andi Herzog im heutigen derStandard.at-Chat auch schon verinnerlicht: “In 20 Minuten, wenn ich zum Mac (sic!) Donalds gehe”. Des Essens nicht genug: Knabber Nossi gibt es ab sofort im EM-Zehnerpack mit rot-weiß-roter Gesichtsmalfarbe (gab’s das nicht schon immer mit Ketchup?). Als ob dies nicht bereits genug Kuriositäten für einen Tag wären, hat im aufgebauschten Politikerkartenskandal nun auch die FPÖ klein beigegeben und auf ihre, vom Bundeskanzleramt angebotenen EM-Tickets verzichtet. HC Strache kann also seinen Fanschal wieder einpacken…

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Foto: LAN/kick08.net

Genderkonferenz (1): Fußball und Politik

16. April 2008 | LAN | Kein Kommentar »

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Dienstag und Mittwoch fand am Wiener Universitätscampus eine zweitägige, vom Referat für Genderforschung der Universität Wien und Kompetenzzentrum für Sozialarbeit der FH Campus Wien veranstaltete internationale Konferenz zum Thema der Geschlechterkonstruktionen im Fußball statt. kick08.net war am ersten Veranstaltungstag dabei und gibt an dieser Stelle einen ausführlichen Rückblick auf die unterschiedlichen Panels, beginnend mit jenem zum Thema “Fußball und Politik”.

Als erster Referent stellte Georg Spitaler, seines Zeichens Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Ballesterer-Redakteur und Buch-Autor, fest, dass die österreichischen Politiker wahrscheinlich nicht unglücklich über die selbst auferlegte einmonatige Parlamentspause während der EM seien und gab einen Einblick in die Interaktionen zwischen Fußball und Politik. Fußballstars als Politikonen, als Beispiel diente hier die öffentliche Konfrontation Lilian Thurams mit Nikolas Sarkozy, seien in Österreich noch ungewöhnlich, die Verwendung von Sportmetaphern in der Politik, die Präsenz von Politikern in den Vereinen sowie bei den Spielen und den Sport selbst ausübende Politiker treten jedoch aufgrund der Popularität und Medienpräsenz des Fußballs häufiger zutage. Silvio Berlusconi als Inbegriff der Verschmelzung von Politik und Fußball durfte hier ebensowenig fehlen wie die heimischen Inszenierungen Haiders als Klagenfurter Fußballpräsident oder Straches mit Österreich-Fanschal im Parlament. Genderthematisch wurde außerdem festgestellt, dass die Fußballkompetenz weiblicher Politikerinnen oftmals im Vorhinein in Frage gestellt wird während ihre männlichen Kollegen, welche den Fußball übrigens auch intensiv zum Networken nützen, diesbezüglich idR keine Probleme haben.

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Limor Afori und Tamar Katriel von der Universität Haifa aus Israel präsentierten im zweiten Vortrag die späte und zaghafte Entwicklung des israelischen Mädchen- und Frauenfußballs. Die wissenschaftliche Tätigkeit mit den Protagonistinnen einer im TV als Serie verfolgten Mädchenmannschaft brachte hierbei den dynamischen Charakter und die Liebe zum Sport als Hauptmotive der Mädchen zutage. Darüber hinaus wird der Fußball als willkommene Gelegenheit zur Aggressionsausübung im Zuge eines sportlichen Wettkampfes gesehen. Überraschend die Aussagen der Mädchen, dass diese im Spiel männlich und außerhalb des Spiels weiblich agierten, schließlich vertrage sich laut den Studienautorinnen Fußball und Weiblichkeit nicht. Die Bedeutung des Sports als Oppositionsinstrument zur Durchsetzung feministischer Behauptung gegenüber Genderstereotypen darf jedoch nicht übersehen werden.

Zuletzt zeigten Jakob Rosenberg und Kenneth Horvath von der Universität Wien erste explorative Erkenntnisse ihrer Forschungsarbeit zu den Mondiali Antirazzisti, einem nicht-kompetitiven, antirassistischen Fußballturnier für Fanclubs, NGOs und Hobbyteams. Unter dem Titel “Wege zum besseren Fußball” erklärten sie die Vorzüge einer gemischten Spielkultur von Männern und Frauen sowie einer aktiv-demokratischen Gestaltung des Fußballs. Dennoch gäbe es laut den Fangruppen oftmals Probleme Frauen zu motivieren, außerdem ist die sprachlich-soziale Abgrenzung der großteils männlich dominierten Teams von ihren weiblichen Mitspielerinnen präsent. Chauvinistische bis sexistische Verhaltensmuster in den Fanclubs tragen leider ihr Übriges dazu bei, weshalb die Wissenschafter angesichts der Bedrohung durch den “modernen Fußball” nicht wie die Ultrá-Bewegung eine simple Rückeroberung sondern eine Neudefinition des Fußballs unter stärkerer Beachtung von Genderaspekten als Alternative präferieren.

Foto: LAN/kick08.net

Dreist: EM als Geschäftsanbahnungsevent

10. März 2008 | LAN | 9 Kommentare »

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Zahlreiche Presseaussendungen finden leider nicht Eingang in die bedeutenden Medien dieses Landes, eine von diesen bringen wir hiermit auf kick08.net, um die Dreistigkeit eines FPÖ/RFW-Vorschlags zu dokumentieren, der die EURO rein als Geschäftsanbahnungsevent anstatt als Fußballereignis für Zuschauer und Fans betrachtet:

Am 21. Februar forderte RFW-Bundesobmann Amann unter dem Titel “BO Amann verlangt Absetzbarkeit der EURO-Karten für die Wirtschaft!” ebendiese, denn laut Untertitel müsse die Wirtschaft die “EURO als Chance für Geschäftskontakte nutzen”. Konkret möchte Amann, für den “gerade Fußball der Spitzenklasse ein geeignetes Instrument zur Business to Business-Kommunikation bedeutet”, pro Teilnehmer eine Anerkennung der Kosten für Ticket und Bewirtung von bis zu EUR 1.000,- als Werbeausgabe, schließlich handle es sich hierbei um Kosten, die Unternehmen “oft aus Grund der internationalen Wirtschaftsbeziehungen tätigen müssen”. Denn: “Viele Betriebe investieren in die EURO-Tickets nicht aus Jux und Tollerei oder weil sie fußballverrückt sind, sondern weil dies von ihren Kunden erwartet wird.”

Liebe Unternehmen, lieber Herr Amann! Wir verstehen, dass ein Jahrhundertereignis wie die EURO nichts für Fußballverrückte ist, sondern primär der Kontaktpflege mit Wirtschaftskunden (alias Networking) dienen sollte. Im Sinne aller Fußballfans tut es uns daher leid, dass Sie diese Kosten “tätigen müssen” und würden gerne noch mehr Plätze zugunsten der “Business to Business-Kommunikation” opfern, insbesondere da wir als normale Fans idR auch keine eintausend Euro pro Spielbesuch für Ticket und Bewirtung (ergo: Würstelstand) in die Volkswirtschaft pumpen können, von den Folgegeschäften, die sich bei uns höchstens auf ein paar weitere Schluck Bier auf der Fanmeile beschränken, ganz zu Schweigen. In diesem Sinne hoffen wir im Hinblick auf möglichst viele erfolgreiche Geschäftsanbahnungen, dass Ihre Geschäftspartner im Falle eines österreichischen Torerfolgs beim Klatschen keinen Manschettenknopf verlieren und schließen uns daher dem finalen Appell Amanns an den Finanzminister, “dass er es seinem Deutschen Kollegen gleichmache und der Wirtschaft dieselben steuerlichen Chancen einräume, wie damals der deutschen Konkurrenz, die diese dann optimal für den Wirtschaftsaufschwung genutzt hat”, vorbehaltlos an…

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

29. Februar 2008 | LAN | 12 Kommentare »

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Eine fußballmetaphorische Analyse der österreichischen Innenpolitik

Es ist wie im Fußball. Selbst wenn sich zwei vermeintliche große Mannschaften gegenüberstehen braucht es einen Schiedsrichter um eine große Begegnung zu ermöglichen. So ein Schiedsrichter fehlt der rot-schwarzen Koalition, Bundeskanzler Gusenbauer mimt lediglich einen fehleranfälligen Pfeifenmann ohne Richtlinienkompetenz während Vizekanzler Molterer als Linienrichter von der Seitenlinie interveniert und sich die beiden Regierungskoordinatoren Faymann und Pröll im gegnerischen Strafraum konstant im Abseits befinden. Daher wird hinterhältig gezwickt, rhetorisch bespuckt, brutal gefoult, an eine korrekte Spieldurchführung ist nicht zu denken.

Es war vorauszuahnen: Eine Koalition, in der die ÖVP nach dem Motto “Sieg oder Spielabbruch” agiert, ist zum Scheitern verurteilt. Eine Koalition, in der die SPÖ unmittelbar nach einem Torerfolg im direkten Gegenzug drei Gegentore erhält, wirkt zermürbend. Einer solchen Koalition fehlt die Harmonie im Team, fehlt die Rückendeckung eines starken Präsidenten, fehlt ein Trainer der seinen Spielern ein Grundverständnis für das Spiel beibringt. Kurzum, ihr fehlt die Kraft für die volle Spieldauer.

Vorbei die Zeiten, als Wolfgang Schüssel als schwarzer Mann die gesamte Regierung nach seiner Pfeife tanzen ließ. Vorbei die Zeiten, als ein Karl-Heinz Grasser in David Beckham Manier durch optische Reize über miserable Ergebnisse hinwegtäuschen konnte. Vorbei die Zeiten, als sich ein Hubert Gorbach trotz offensichtlicher Leistungsdefizite einen Stammplatz in der Regierung erkämpfen konnte und schlussendlich sogar zum Vizekapitän avancierte. Dies noch dazu in einer blauen Ministerriege, die jede Saison mehr Wechsel als Red Bull Salzburg verzeichnete.

Die heutige Koalition gleicht einem politischen Wadenkrampf, ihr sprichwörtlicher Hundskick ist selbst für hartgesottene Fans an der Basis, quasi der Stehplatztribüne des politischen Parteiapparats, nicht mehr anzuschauen, sie wird das reguläre Spielende nicht mehr erleben. Schiedsrichter Gusenbauer muss die rote Karte zücken bevor Linienrichter Molterer endgültig die Leitung des Spiels an sich reißt. Verlängerung ausgeschlossen.

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Foto Copyright: LAN/kick08.net

Am Tag danach

7. Februar 2008 | LAN | Kein Kommentar »

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Zahlreiche interessante Erkenntnisse bot das gestrige Aufeinandertreffen zwischen Österreich und Deutschland aus sportlicher Sicht, beispielsweise dass in einem Spiel ohne Torhüter die Deutschen treffen und die Österreicher nicht, dass laut Castrol Performance-Index Österreich mit 116 Kilometern Gesamtlaufwege Deutschland um 6 Kilometer abhängte, dass die EM-Elf auf Österreichs aktuellen und zukünftigen Legionären aufgebaut sein muss, dass Emanuel Pogatetz eine im Nationalteamdurchschnitt überdimensionale sportliche Bereicherung darstellt (wie sie auch Paul Scharner wäre) oder dass Hickersberger neuerdings auch taktische Überraschungen auspacken kann.

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Doch auch abseits des Spielfeldes gab es Interessantes zu berichten: das Publikum war trotz einiger Niveaulosigkeiten im Gegensatz zum bevorstehenden EM-Publikum EM-reif, der Wunsch von Kapitän Ivanschitz (“Die Stimmung wird bei der Euro sicher noch besser werden”) dürfte aufgrund der sinnlosen Ticketvergabe ein Wunschtraum bleiben. Trotz der Gegentore zeigten sich die Zuschauer angesichts der ansprechenden spielerischen und kämpferischen Leistung der eigenen Elf begeistert, selbst von den vergebens eingespielten Hicke-Hacke-Peinlichkeiten von Ö3 ließ man sich nicht aus dem Konzept bringen.

ÖVP-Wien-Sportsprecherin Anger-Koch: “Die Wiener Linien verärgern damit zehntausende Menschen, die sich auf einen Stadionbesuch freuen. (…) Auch das Chaos bei den Einlasskontrollen war einmal mehr nicht EURO-würdig. Während sich das Nationalteam schön langsam der EURO-Form annähert, spielen die Wiener Linien und die SPÖ-Stadtregierung bestenfalls in der Regionalliga.”

Weniger rund lief es dafür wieder einmal aus organisatorischer Sicht: meterlange Warteschlangen bei den Eingängen, nicht funktionierende Drehkreuze, überzogene Sicherheitskontrollen, ein Verkehrschaos und ein menschenunwürdiger An-/Abtransport mit hoffnungslos überfüllten und veralteten Straßenbahnen machen die An- und Abreise zu einem Martyrium, welches auch der Politik nicht verborgen blieb - von einem “biblischen Verkehrschaos” (FPÖ), einem “Verkehrskollaps” (Grüne), einem “Verkehrsdebakel” bzw. einem “absoluten Chaos” (ÖVP) war die Rede und manifestierte sich in nicht enden wollender Kritik an den Wiener Linien und SP-Verkehrsstadtrat Schicker.

Grüne-Wien-Verkehrssprecher Maresch: “Wir erwarten uns, dass die Verkehrsorganisation deutlich verbessert wird. Es braucht mehr Öffis und auch mehr Personal bei den Wiener Linien, die den Verkehr und die Besucherströme regeln. Auch das Krisenmanagement bei den Wiener Linien ist verbesserungswürdig. Gestern wurde zu spät auf den Verkehrskollaps reagiert.”

Wie man sieht - und leider auch am eigenen Leib erfahren musste - muss aus organisatorischer Sicht noch viel Arbeit erfolgen, um Wien EM-fit zu machen. Die gestrige, von vielen Seiten als EM-Generalprobe titulierte Veranstaltung war höchstens ein Teilerfolg, vielmehr aber eine Lehrstunde.

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Wer suchet, der findet

31. Januar 2008 | LAN | 5 Kommentare »

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Für interessante Erkenntnisse und aufheiternde Kuriositäten sorgt in unserer internen Besucherstatistik der regelmäßige Blick in jene Suchbegriffe, dank welcher einige Besucher auf unseren EM-Blog stoßen. Einen kurzen Einblick in ebendiese gibt es ab sofort zur allgemeinen Erheiterung jeweils monatlich, wir beginnen mit einer Auswahl des in diesen Stunden ablaufenden Monats Jänner.

Wenig überraschend finden sich an der Spitze sämtliche Varianten unseres Blogtitels wie “kick08 weblog”, “kick 08″ oder “kick08.net”. Dahinter folgen dank unseres Exklusivinterviews mit Dominik Steiner eine Vielzahl an Suchbegriffen zum Neujahrskonzert-Pausenfilm “austrian kickoff”, von “seilbahnkamera” über “austrian kickoff making of” und “neujahrskonzert riha kickoff” bis hin zu “alexander zickler austrian kickoff”. Ein ebenso heißes Thema ist Cordoba, gleichsam in den unterschiedlichsten Varianten wie “cordoba krankl”, “cordoba hooligan 1978″ oder die geographischen Fehlleistungen “cordoba italien” und “wien wird corduba”. Weiter gehts mit der “11 meter mode” ebenso wie mit “stiegl em 08 kronkorken”, “chancen gegen die armut in südafrika” oder “wein imiglykos”. Hinsichtlich der wesentlichen EM-Bedürfnisse unserer Leser teilen sich diese jeweils zur Hälfte auf Tickets (”em ticketverlosung”, “em-karten weitergabe”) und Jobs (”em 08 jobs”, “arbeitsamt stempeln anmelden”) auf. Apropos Tickets: wer ebendiese nicht bekommen hat, versucht anscheinend noch auf sportlichem Weg ein EM-Kader-Ticket zu lösen, wie die Suche nach “fussball castings” belegt - einem “Deutschland sucht den Super-EM-Fußballer” steht also nichts mehr im Weg. Auch das Thema Sicherheit, insbesondere in Klagenfurt, ist weiterhin brisant, wie zahlreiche Suchbegriffe à la “sicherheit in polen”, “hooligans klagenfurt”, “hools aus polen” oder “pit-bull hooligans” belegen. Und das “urlgschnas wartberg” darf in dieser und unzähligen anderen Suchvarianten natürlich auch nicht fehlen.

Dank Brigitte Theissls Fußball - Bastion der Männlichkeit? fanden auch Personen mit den Suchbegriffen “androgyne frisuren”, “ronaldo diamantohrringe” oder “beckham androgyn” zu kick08, jener nach “bierbäuche bilder jpg” Suchende dürfte hingegen zumindest bei diesem Artikel nicht fündig geworden sein. Weiter gehts mit männlichen Themen: Wer in der österreichischen Nationalmannschaft homosexuell ist, können wir angesichts der Suchanfragen “manninger + schwul” und “scharner schwul” (was sagt eigentlich der Hickersberger dazu?) nur vermuten, ebenso auf internationaler Ebene im Falle von “freddie ljungberg schwul” sowie abseits des Fußballs angesichts “robert palfrader schwul”. Wie man mit der Suche nach “das weibliche Geschlechtsteil”, “klo lied” oder “lizzy engstler nackt” auf diesen Blog gelangt, wird in das Reich der Rätsel und Zufälle eingeordnet.

Dass man mit fußballerischen Einsteigerfragen wie “euro 08 fussballregeln” zu uns gelangt scheint klar, doch kick08 bildet seine Leser auch politisch: Jener Besucher mit der Suchanfrage “bundeskanzler von wien 2008″ dürfte nun wissen dass bei uns - getreu einer weiteren Suchanfrage - der “krone kanzler” regiert. Die Suche nach “hans krankl neueste meldungen” versuchen wir natürlich weiterhin mit den aktuellsten Bonmots des Goleadors zur allgemeinen Zufriedenheit zu beantworten. Apropos Krankl: die Suche nach “krankl ziele 2008″ dürfte sich angesichts fehlender sportlicher Herausforderungen wohl auf dessen neue Dokusoap beschränken. Und nachdem es von Krankl zu Prohaska nur ein Katzensprung ist: die Suche nach “prohaska em koordinator” dürfte wohl ein Irrtum sein, ansonsten wäre die österreichische EM-Bewerbung wohl bereits aufgrund grammatikalischer Formalfehler abgelehnt worden. Noch etwas zum Thema Berufsverfehlung: “stickler abseitsregel”. Auch die Suche nach “österreich lotto jede 5 jahre 2008″ dürfte am ehesten noch zum ÖFB-Präsidenten führen.

Abschließend müssen wir uns noch entschuldigen, dass wir jener Person mit dem Suchbegriff “adresse robert palfrader” wahrscheinlich nicht weiterhelfen konnten, aber grundsätzlich dürfte die Hofburg ein heißer Tipp sein. Und auch die Suchanweisung “kick the mig” können wir leider nicht erfüllen, da dieser keinen Fußball sondern einen Blogger darstellt.

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Foto Copyright: manfrys - under cc-license

Vom Krone-Kanzler zum EURO-Gusi

20. Januar 2008 | LAN | 3 Kommentare »

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Kitzbühel: Der Kanzler mit Fahne hier, der Kanzler mit Krone+Iglo Skianzug dort. Obwohl man bei Zweiterem mit Hinweis auf die beworbene Tiefkühlkost noch einen Konnex zu Gusenbauers innerparteilichem Charisma-Attest (nämlich jenem eines Kühlschranks) herstellen kann, stellt sich die Frage, ob man den Kanzler auch bei der EM als wandelnde Werbefläche sehen wird, Platz wäre ja noch ausreichend vorhanden, Tendenz steigend. Und wer weiß, vielleicht haben die kreativen Geister von Die Welt zu Gast bei Verlierern noch ein passendes EM-Shirt für den zukünftigen EURO-Gusi auf Lager, ansonsten hat auch der Sportminister möglicherweise noch ein Trikot für den Bundeskanzler übrig. Als Rückennummer plädieren wir für die Acht, wie es sich für Gusenbauer gehört am besten ein umgefallener Achter um die Unendlichkeit dieser Peinlichkeit zu unterstreichen…

Foto Copyright: SPÖ/Lehmann