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Wirtschaft | kick08
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In&Out: Das war die EM 2008

3. Juli 2008 | the | 7 Kommentare »

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“Was, das soll es gewesen sein?”, werden sich einige fragen. Da hat Kick08.net euch sieben Monate lang auf das historische Ereignis einer Europameisterschaft im eigenen Land vorbereitet - und nach drei Wochen ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Anstatt eines ausschweifenden Rückblicks auf die EM 2008 gibt es an dieser Stelle ein In & Out, wie ihr es vielleicht aus dem Bravo Girl kennt. Nur geht es diesmal um Fußball.

IN

Die jungen Wilden
Andrei Ascharwin, Fernando Torres, Wesley Sneijder, Cristiano Ronaldo und Co: Die Kicker im knackigen Alter haben bei dieser EM bewiesen, dass Fußball spielen Spaß macht. Und wir ihnen gerne dabei zusehen. Die in die Jahre gekommenen Stars aus Italien, Griechenland oder Schweden sahen dagegen im wahrsten Sinne des Wortes alt aus. Verjüngung ist angesagt. Eines der jüngsten Teams hat übrigens … richtig, Österreich!

Offensivkraft
Russland, Holland und Spanien haben es vorgezeigt: Fußballspiele gewinnt Mann wieder mit Offensiv-Fußball. 2004 hieß der Europameister Griechenland, ihr Trumpf im Ärmel war die Abwehr. 2008 sah das anders aus. Und das ist auch gut so.

Kampfgeist
“Ihr Trainer hat ihnen eingeschärft: Ein Fußballspiel ist erst zu Ende, wenn es der Schiedsrichter abgepfiffen hat”, sagte ein ORF-Kommentator über die türkische Mannschaft. Und diese hat sich die Anweisung von Fatih Terim zu Herzen genommen. Nun wissen wir, dass ein Spiel noch nicht entschieden ist, nur weil die Türkei mit 0:2 im Rückstand liegt. Auch die ÖFB-Elf hat ihren Fans gezeigt, dass sie die Spiele gegen Kroatien, Polen und Deutschland gewinnen will. Gereicht hat das leider nicht.

Kick08.net
Eigenlob stinkt bekanntlich. Aber mal ehrlich: Habt ihr von einem anderen EM-Blog gehört, der eine derartige thematische Vielfalt geboten und seinen Leser/innen neben Berichterstattung direkt vom Ort des Geschehens auch scharfsinnige Analysen und satirische Unterhaltung geliefert hat?

Hoffnung
Österreich hat sich mit einem Punkt von der Heim-EM verabschiedet. Und um hier einen Monolog aus “Malcom mittendrin” zu zitieren: “Ich erwarte gar nichts, und bin dennoch enttäuscht.” Trotzdem: Spieler wie Korkmaz oder Prödl, die Aussicht auf einen neuen Trainer und die erfolgreiche Arbeit an der Kondition lassen auf eine besser Zukunft hoffen. Irgendwann. Vielleicht schon bald.

Gerechtigkeit
Europameister darf sich tatsächlich das Team nennen, das konstant den besten und schönsten Fußball gespielt hat (Spanien). Auch deutsches Glück findet einmal sein Ende.

OUT

Die UEFA
Dazu muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Auch der wenig kritische Fan ist mittlerweile genervt von den vielen Vorschriften des europäischen Fußballverbandes. Abgesehen davon agiert der machtvolle Verband, der sich bei jeder Veranstaltung über Millionen-Gewinne freuen darf, bereits wie ein Kaiser im eigenen Reich. Kartenvergabe, Fernsehübertragung, Bier-Sorte, Sponsoring-Politik - darüber wachen die Männer der UEFA. Wer da nicht mitspielt, wird vom Platz verwiesen.

Fankultur 2.0
Aufgrund der Praktiken bei der Kartenvergabe sitzen im Stadion mittlerweile viele Menschen, die sich lieber bei einem Krabbencocktail über die laufenden Geschäfte unterhalten, als ihre Mannschaft auf dem Spielfeld anzufeuern. Die Fernsehkameras sind dabei stets auf Prinz X und Marketingdirektor Y gerichtet - Fußball findet im neuen Jahrtausend auf den VIP-Tribünen statt. Otto Normalverbraucher darf indessen in den offiziellen Fanzonen Bier um 4,50, Schminkstifte und UEFA-Maskottchen kaufen. Stimmt der Umsatz nicht, soll den Fußballfan am besten das schlechte Gewissen plagen: “Wirte klagen über…” war wohl die häufigste Schlagzeile im Umfeld der Heim-EM.

Sportjournalismus
Im ORF-Studio treffen sich Jogl und Andi, Boris Jirka begrüßte Hans Krankl mit den Worten: “Hier kommt der Trainer meines Herzens.” Auch wenn die goldene Regel der Distanz zwischen Journalist/innen und Personen des öffentlichen Lebens vielleicht im Sport weniger wichtig ist, sollte man als Fernsehzuschauer/in dennoch nicht das Gefühl haben, dass Moderator und Interviewpartner am Vorabend zusammen im Heurigen gesessen sind. Kritische Fragen waren in der EM-Berichterstattung genauso häufig wie Schüsse aufs Tor von Roland Linz.

Klischees
Die spanische Mannschaft bestand bei dieser EM aus Stierkämpfern, die Italiener tranken bitteren Prosecco und die Deutschen waren wie immer gründlich, ordentlich und tugendhaft. Männer saßen auf der Couch und tranken literweise Bier, Frauen wandten sich genervt vom Fernseher ab oder tanzten halbnackt durch die Stadien. Und ärgerten sich über den Schnauzbart von Luca Toni. So bitte nicht.

Ärger
Fans der italienischen und französischen Mannschaft hatten bei dieser EM wenig zu lachen. Der Weltmeister verabschiedete sich nach dem Viertelfinale, der Vize-Meister bereits in der Vorrunde. Auch die Begeisterung für die portugiesische Mannschaft musste all zu früh sterben - und die Hoffnung der deutschen Fans auf einen Titel wurde abermals enttäuscht. Fußball kann weh tun.

Skandal - euer wichtigstes In oder Out fehlt in dieser Aufzählung? Nur zu, bitte hier posten!

Die Diktatur der Angepassten

28. Juni 2008 | LAN | 9 Kommentare »

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Wir schreiben den Juni des Jahres 2008 als sich inmitten der demokratischen und neutralen Staaten Österreich und Schweiz ein quasi diktatorischer Staat namens UEFA EURO 2008 eingenistet hat und unter Ausnutzung seiner bedingungslosen Allmacht seine Vorstellungen des globalisierten, kapitalistischen Fußballs in die weite Welt tragen will. Eine Vorstellung, die auf mehren Säulen aufgebaut ist und mit Fortschreiten des Turniers die Kohärenz der einzelnen strategischen Elemente immer präsenter werden ließ:

Corporate Design & Sicherheitslüge

Vom Logo bis zum sinnleeren Slogan entspricht alles einer faden Weiterentwicklung des Corporate Designs der WM 2006  - kindisch, verspielt, unkreativ. Als Höhepunkt sind die identitätslosen Maskottchen nicht umsonst als Doppelgänger selbst Sinnbild für ein Corporate Design der Europameisterschaft, welches als einfallslose Kopie des Corporate Designs der letzten Weltmeisterschaft gesehen werden kann. Einhergehend damit sind acht Stadien, denen man nicht zuletzt aufgrund der architektonischen Konformität moderner Fußballarenen und der Aus- und Rückbaufarce die Zweckgebundenheit ansieht und denen auch bei drei Europameisterschaftsspielen keine künstliche Seele eingehaucht werden kann.

Dank eines millionenschweren Sicherheitskonzeptes wurden darüber hinaus Ausschreitungen verhindert, die es auch ohne diesem Aufwand nicht gegeben hätte, da zum einen das gewaltbereite Fußballpublikum wenig Interesse für eine Veranstaltung wie die Europameisterschaft hegt und zum anderen vereinzelte Überreaktionen einfacher behandelt werden hätten können. Stattdessen setzte man auf Repression, Hooligandatenbank und Anlassgesetzgebung, auf übermäßige Security- und Polizeipräsenz sowie auf ein Hochstilisieren des vermeintlichen Gefahrenpotenzials vor EM-Beginn sowie kleinerer Zwischenfälle während der EM, um sich eine mediale Rechtfertigung für diesen ungeheuren Geld- und Personeneinsatz zu erschleichen. All dies steht gemeinsam mit den weiter unten angeführten Kritikpunkten der totalen Kommerzialisierung sinnbildhaft für eine Politik des rücksichtslosen Neoliberalismus, dem auch bei der Europameisterschaft beispielsweise durch die hohen Ticketpreise Einlass gewährt wurde und der die voranschreitende soziale Segregation in unserer Gesellschaft widerspiegelt. Was bleibt ist ein Charme der Gesamtaufmachung des Großereignisses, welcher den Charme des Altherrenvereins UEFA widerspiegelt und dessen mainstreamkonformer Rettungsversuch mittels unpassendem Rahmenprogramm mit peinlichen Zuschauercontests, schlechten Moderatoren, fußballfremder Musik und Nationalhymnenkaraokeschrift in den Stadien kläglich scheiterte.

Gleichschaltung der Medien

Es war das Highlight der Peinlichkeiten dieser EM als im ersten Halbfinale der Bildschirm plötzlich schwarz wurde und hunderte Millionen Fernsehzuschauer weltweit Zeuge der unsinnigen Medienpolitik der UEFA wurden. Diese kontrolliert nämlich allein die Übermittlung der Fernsehbilder aus allen Spielorten an ihre Broadcasting Tochtergesellschaft in Wien, von welcher aus das Fernsehsignal erst in die weite Welt weitergeleitet wird. Dies garantiert, dass die Fernsehbilder zum einen aufgrund immer gleicher Kameraeinstellungen den geringen Anforderungen des oftmals ahnungslosen europameisterschaftlichen TV-Konsumenten entsprechen und zum anderen ein Bild einer vermeintlich heilen Fußballwelt ohne stimmungsvollen Bengalen, kuriosen Flitzern und kritischen Transparenten, dafür mit umso mehr popularitätsgeilen Politikern, desinteressierten VIPs, schönheitsidealentsprechenden Spielerfrauen und freizügigen Fanschönheiten in Großaufnahme übermitteln.

Während die westliche Welt im Falle zensierter Bilder aus China empört aufschreit, nimmt man das Fernsehbildermonopol des Fußballverbandes mit einem gerne bezahlten Millionenaufwand dankend an und frönt sich der medialen Einheitsberieselung. Weitere ein dubioses Licht auf die Behandlung der Meinungsfreiheit werfende Statements und Handlungen der UEFA, wie beispielsweise die vom Österreichischen Journalistenclub beklagten Zutrittsschikanen samt Unterscheidung nach “guten” und “schlechten” Medien im offiziellen Wiener Pressezentrum, unterstreichen die mediale Arroganz des Veranstalters, der sich die Fernsehanstalten, Gastgeberländer und nicht zuletzt die Fußballfans und Konsumenten leider beinahe kritiklos unterworfen haben.

Totale Kommerzialisierung

Vom Stadion bis zur Fanzone: wo die UEFA regiert, wird von ihr alles diktiert, um die EM zu einem Wirtschaftsereignis zu machen, von dem insbesondere auch die UEFA und ihre Exklusivpartner profitieren sollen, schließlich wurde dem Fan gerade in den Fanzonen extra ein unattraktives Einheitsangebot zu horrenden Preisen bei fehlenden Sitzgelegenheiten und überrepressiven Sicherheitskontrollen geschaffen - dieser Eindruck verstärkte sich in den abgelaufenen Wochen immer mehr und zur Freude des Veranstalters frönten sich zahlreiche gleichgeschaltete Fans mit offiziellem Trikot, bemaltem Gesicht und in Szene gesetzten Sponsorenhüten dieser bedingungslosen Kommerzialisierung, die im braven, vorgegebenen Mitgrölen des “Seven Nation Army” Einlaufsongs ihren Höhepunkt fand während den Massen jegliche Kreativität und jeglicher Sinn für einen zur jeweiligen Spielsituation passenden Support zu fehlen schien.

Darüber hinaus schien die Aushebelung der Marktkräfte kein großes Problem für Politiker und Konsumenten darzustellen, hauptsache man setzte sich zuerst als Steuerzahler und nun auch als Fan gekonnt als Melkkuh der Nation in Szene und erwies damit dem exklusiven Club der zahlungspotenten EM-Sponsoren einen Bärendienst. Wer damit nicht genug hatte, wurde bei sämtlichen Unternehmern des Landes fündig, die am Märchen des schier unendlichen EM-Kuchens mitzunaschen versuchten und das Land mit unnötigen fußballgebrandeten Artikeln vom Fußballbrot bis zum EM-Kondom überschwemmten.

Fazit

Mehrere Wochen lang hat sich ohne organisierter Kritik der Politiker und Bürger mitten im Herzen des aufgeklärten, demokratischen Europas ein quasi diktatorischer Staat gebildet, der seine fußballerische Marktmacht unter anderem in gleichgeschalteten zensierten Medien, ausgehebeltem wirtschaftlichem Wettbewerb oder einer überemotionalisierten irrationalen Sicherheitsdebatte manifestierte. Im Gegenteil, der brave, unkritische Fußballkonsument lechzte förmlich nach einem in totaler Kommerzialisierung getränkten Großereignis und sorgte insbesondere mit dem anfänglichen Hype für voraussichtlich volle Kassen der gemeinnützigen, steuerbefreiten UEFA.

Erst nach einigen Spieltagen offenbarte sich das Ausmaß dieser sportpolitischen, medialen und wirtschaftlichen Gleichschaltung, weshalb nicht umsonst gegen Ende der Europameisterschaft hin immer mehr Leute genug von einem künstlichen, sterilen Spektakel hatten, welches es dank eines Mosaiks aus unterschiedlichsten negativen Begleiterscheinungen schaffte, im Laufe des Turniers vielmehreine kollektive Aversion zu erzeugen anstatt gerade am Schluss einen positiven Spin für den heimischen Fußball zu generieren.

Public Viewing: Von Stubenhockern und UEFA-Kommerz

10. Juni 2008 | the | 4 Kommentare »

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Dass die Wirte und Standl-Betreiber über den Umsatz während der Heim-EM jammern würden, war vorauszusehen. Doch die Lage in den Fanzonen schaut tatsächlich recht düster aus - wie der ORF und der Standard berichten, drohen die Wiener Fanzonen-Wirte jetzt sogar mit Streik und haben bereits Anwälte eingeschaltet. In bestimmten “toten” Gebieten blieben die Umsätze 90 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Vor allem am Vormittag würde sich kaum ein Fan in die streng bewachten Zonen verirren, die Wirte müssen ihre Stände jedoch von 9 bis 24 Uhr offen halten. Gastro-Chef Christian Chytil hat nun angekündigt, dass in Wien zusätzliche LED-Wände aufgestellt und die Getränke zwischen 9 und 14 Uhr um einen Euro billiger ausgeschenkt werden sollen, ein Bier kostet dann 3,50 Euro. Die Standmieten sollen jedoch nicht reduziert werden - diese betragen je nach Lage zwischen 12.000 und 40.000 Euro. Ein Standler klagte bereits über 4000 Euro Verlust pro Tag, 13 seiner 18 Mitarbeiter/innen hat er bereits entlassen. Auch in Klagenfurt bleiben die Gäste aus, vor allem Einheimische würden lieber gemütlich vor dem Fernseher sitzen. Straßenfeste wie bei der EM in Portugal oder in Rom nach einem Sieg der italienischen Nationalmannschaft sind in Österreich wohl nicht zu erwarten - der heimische Fan scheint ein echter Couchpotatoe zu sein. Zudem dürften die Zustände in den Fanzonen viele abschrecken: hohe Preise, fehlende Sitzgelegenheiten, strenge Kontrollen und Gedränge vor den Leinwänden. Hier geht es um Konsum, und was konsumiert wird, das bestimmt die UEFA.

Für jene, die sich dennoch von der Couch erheben und (in Wien) mit anderen Fußball-Fans feiern möchten, liefert Kick08 eine Entscheidungshilfe:

Kaiserwiese im Prater
Das Areal auf der Kaiserwiese nennt sich “Radion-Wien-Fanarena”, rund 6000 Fans finden hier Platz. Am Sonntag (Österreich - Kroatien) war die Stimmung am Kochen - wobei kroatische Fans eindeutig die Mehrheit bildeten. Bier kostet hier 4 Euro (Fanzone: 4,50), das Essensangebot ist reichlich. Mangelhaft die Sanitäranlagen: Es gibt zu wenige Toiletten, zudem wird hier 50 Cent pro Toilettengang kassiert. Die Pissoirs im hinteren Bereich der Anlage sorgten spätestens in der Halbzeit für beißenden Uringestank - einige Fans nutzen ihre Flaggen als Atemmaske. Positiv: Es gibt genügend Sitzgelgenheiten, auch wenn man von den Bierbänken aus während eines Spiels kaum ausreichende Sicht auf die 40 m² große LED-Wand haben dürfte. Zusatzangebote: Musikprogramm und diverse Fan-Accessoires von Radio Wien, Gewinnspiele. Eintritt frei.

WUK EM-Quartier
Im WUK in der Währinger Straße haben sich FM4, 11 Freunde und der Ballesterer breit gemacht und bieten ein “Refugium für Fußballfans mit Qualitätsanspruch”. Dementsprechend ist die Stimmung eher mäßig, dennoch kann hier gemütlich in Gesellschaft mitgefiebert werden. Vorteil: Sowohl im Hof unter freiem Himmel, als auch im WUK selbst sind Leinwände und Plasma-Bildschirme aufgestellt. Einen Sitzplatz ergattert nur, wer rechtzeitig vor dem Spiel einen Sessel an sich reißt. Die Getränkepreise im WUK sind traditionell hoch - zumindest aber billiger als in der Fanzone. Zusatzangebote: Liveacts, Diskussionsrunden, DJ-Line. Eintritt frei.

Fancamp Wien
Auch im Wiener Fancamp werden alle EM-Spiele übertragen. Bisher ist die Auslastung mäßig, dafür sollen die Kellner/innen besonders aufmerksam sein. Positiv: die Preise. Ein Bier kostet hier nur 2,90 Euro, ein Cola 2 Euro. Die Leinwand befindet sich in einer Halle, Sitzgelegenheiten sind ausreichend vorhanden. Eintritt frei.

Diverse Lokale
EM-Spiele kann man sich auch in verschiedenen Bars, Pubs und Gasthäusern in Wien anschauen. Reservierungen sind auch kurzfristig möglich, eine Übersicht aller “Fußball-Wirte” findet man auf der Website der Aktion “Fußball beim Wirt“. In einigen Lokalen gibt es auch spezielle EM-Angebote, ein Blick auf die Website lohnt sich also. Das “The Sign” in der Liechtensteinstraße bietet etwa Bier zum halben Preis während der gesamten Spielzeit.

Fanzone
Über die Fanzone bleibt nicht mehr viel zu sagen. Klar ist: hier findet man die meisten Gleichgesinnten.

Flusskrebs vs. Leberkäse

3. Juni 2008 | the | Kein Kommentar »

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Was während der EM abseits von Leberkäsesemmeln in den exklusiven VIP-Skyboxen am Rathausplatz und im Meinl-Café kredenzt wird, davon konnten am Montag Vetreter/innen der österreichischen Presse einen Eindruck gewinnen. Den unscheinbaren Aufgang zum Eventzentrum Vista3 könnte man durchaus übersehen, wenn da nicht zwei lebende Schilder - junge Damen in knappen Fußballdressen, Glanzstrümpfen und auf High-Heels - den Weg gewiesen hätten. “Wenn schon unser Nationalteam nicht Europameister wird, dann werden zumindest wir Europameister der Bewirtung” - so kündigt sich das Catering-Unternehmen impacts an, das als gastronomischer Generalunternehmer die Fans der Wiener Fanmeile, Journalist/innen im Medienzentrum und auch die VIPs bewirten wird. Die nackten Zahlen: Drei Million Krügerl Bier, 60 Tonnen Leberkäse, 300.000 Paar Würstel, 600.000 Semmeln und eine halbe Million antialkoholische Getränke sollen unters Volk (geschätzte 3,5 - 4 Millionen) gebracht werden. Fußballkost kann aber auch anders aussehen: Flusskrebs auf Papaya-Salat mit Vanille-Kaffee-Dressing, Ziegenkäse mit Trüffelöl, Kalbsröllchen mit Pilzfüllung, Schokoladenmousse und Schoko-Fußbälle - darauf dürfen sich die zahlreichen Gäste in den VIP-Bereichen einstellen.

Auch als Europameister des Umweltschutzes will sich das Unternehmen impacts präsentieren: Rund 1,4 Millionen umweltfreundliche Mehrwegbecher kommen im Gastronomie-Bereich zum Einsatz und sollen so Plastik-Müllbergen vorbeugen. Dem steht allerdings ein enormer Energieverbrauch entgegen, für den 120 begehbare Kühlhäuser und 25 Kühl-LKWs, sowie der rund-um-die-Uhr-Betrieb der Becher-Waschanlage in Wien Erdberg sorgen werden.
Geschäftsführer Christian Chytil (Sternzeichen Widder, Hobbys: Segeln und Feiern) freut jedoch eines ganz besonders: Nach langen Verhandlungen darf in Wien nun auch das österreichische Kultgetränk, der Weiße G’spritzte, ausgeschenkt werden.

CO2-Ausgleich: Österreich-Deutschland 0:1

2. Juni 2008 | LAN | Kein Kommentar »

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Mindestens 40.000 Tonnen CO2 würden laut der gestrigen Ausgabe der Tageszeitung DerStandard aufgrund der Europameisterschaft in Österreich zusätzlich anfallen, aus diesem Grund initiierte das Lebensministerium die Einrichtung eines Ausgleichsfonds um das Großereignis klimaneutral zu gestalten (kick08.net berichtete). Nun könnte man meinen, dass bei 641 Millionen Euro zusätzlicher Wertschöpfung für die österreichische Wirtschaft durch die Europameisterschaft (kick08.net berichtete) spielend leicht ein Bruchteil dieser Summe für einen sponsorenfinanzierten Ausgleichsfonds aufgetrieben werden könnte, doch leider ist das Gegenteil der Fall: immer mehr verkommt diese Aktion zu einem veritablen Flop, bei welchem bislang erst BP Austria für eine Teilkompensation gewonnen werden konnte während es für drei Viertel des Ausgleichsfonds immer noch an Sponsoren fehlt.

Somit zeigt sich leider einmal mehr, dass die Wirtschaft anscheinend zwar liebend gerne von der Europameisterschaft profitiert, jedoch nicht für die zusätzliche Klimabelastung des Großereignisses geradestehen und somit diese Last indirekt auf die Masse abwälzen will. Umso notwendiger ist daher eine breite, aus der Bevölkerung kommende Nachhaltigkeitsbewegung mit innovativen Ansätzen wie beispielsweise der Fan-Aktion zum CO2-Ausgleich im Zuge von Public Viewing des deutschen LOHAS-Portals Utopia.de, bei welcher mittels SMS die persönlichen 25kg CO2 eines Public Viewing Besuchs um 40 Cent ausgeglichen und lokale Klimaschutzprojekte gefördert können. Gepaart mit kreativen strategischen Partnern und einem starken Community-Backing ergibt dies eine einfache, moderne und hoffentlich erfolgreiche Art, wie jeder Einzelne aktiv einen (vor allem angesichts der sonstigen Preise in den Fanzonen) leistbaren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Entwickelt wurde dieses Konzept übrigens von ClimatePartner, jener Agentur die für das österreichische Ministerium den gefloppten Ausgleichsfonds konzipiert hat - warum man hierzulande auf veraltete, vergeblich auf den guten Willen des Kapitalismus hoffende Maßnahmen setzt während man in Deutschland innovative, bürgergetriebene Aktionen anbietet, bleibt dabei wohl ein leidiges (gesellschaftspolitisches) Rätsel…

Foto: LAN/kick08.net

Gehts der EURO gut, gehts der Wirtschaft gut

1. Juni 2008 | LAN | 1 Kommentar »

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Dass der Fußballsport ein globales Milliardengeschäft ist, stellte erst letzte Woche die Sports Business Group von Deloitte in ihrer Studie “Annual Review of Football Finance 2008” fest: Demnach stiegen die Erträge des gesamten europäischen Fußballmarkts erstmals auf 13,6 Milliarden Euro an. Aufgrund dieser Rekordeinnahmen der Vereine erwartet Deloitte dass “die Talenteschau bei der UEFA Euro 2008 Auslöser für lebhafte Transferaktivitäten sein wird“. Nicht zuletzt aufgrund solcher, die Bedeutung des Fußballs als globaler Wirtschaftsfaktor herausstreichender Meldungen sahen sich Österreichs Politik- und Wirtschaftsvertreter vor eineinhalb Wochen wieder einmal bemüht, im Gleichschritt die wirtschaftlichen Chancen der Europameisterschaft herauszustreichen.

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl bediente sich der Fußballmetapher “Österreich führt bei der Fußball-Europameisterschaft durch ein Tor der Wirtschaft schon jetzt 1:0” und vermeldete im Rahmen der Präsentation der Studie “Volkswirtschaftliche Effekte der EURO 08″ eine Wertschöpftung des Großereignisses von 641 Millionen Euro. Dabei hob Leitl insbesondere das Dreisäulenmodell der positiven Auswirkungen (Infrastrukturinvestitionen, Besucherausgaben, Veranstaltungsbudget/Dienstleistungen) und positive Effekte für Tourismus und Handel sowie nachhaltige Vorteile durch Image- und Werbeeffekte, professionelle Netzwerke und Lerneffekte hervor. Und wenn es schon auf sportlichem Weg nicht zum Titel reicht, hat Leitl immerhin noch ein Ersatzziel auf Lager: “Österreich hat in den rund drei Wochen der Fußball-EM die Gelegenheit, Europameister in Sachen Herzlichkeit und Gastfreundschaft zu werden und sich als lebens- und liebenswertes Land zu präsentieren.

Dies goutiert natürlich auch Bundeskanzler Gusenbauer, der sogleich freudig anmerkte, dass sich “Österreich in Zukunft nicht nur als Kultur-, Winter- und Sommertourismusland sowie “leistungsstarker Wirtschaftsstandort” präsentieren könne, sondern auch als “erweiterte Partyzone” - vor allem für eine jüngere Zielgruppe“. “Wirtschaftlich haben wir schon gewonnen, jetzt wollen wir auch sportlich reüssieren“, so ein optimistischer Bundeskanzler. Und zu guter Letzt stimmte auch Wirtschaftsblatt-Chefredakteur Unterhuber in den wirtschaftlichen Lobeskanon mit ein: “Auch wenn sich die Fanbasis gerne nach den alten Zeiten sehnt, als richtige Schlammschlachten noch vor einer Ostblock-Kulisse ausgetragen wurden, die Millionen der Investoren und Sponsoren haben den Fußball attraktiver gemacht. Fußball ist heute keine Sache mehr, die nur irgendwelche Ultras etwas angeht, sondern ein Volksevent. Und wenn dabei auch noch die gesamte Wirtschaft davon profitieren kann, umso besser. (…) Das alles ist Fußball. Ein Sport, von dem nicht nur die Investoren profitieren, sondern wir alle.

In diesem Sinne: Frönt euch der totalen Kommerzialisierung!

Dreist: Fußballblogs im Visier der UEFA?

22. Mai 2008 | LAN | 4 Kommentare »

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“Echt oder Fake?”, das ist hier die Frage. Unsere Schweizer Blogkollegen von “Zum Runden Leder” vermelden heute jedenfalls unter dem Titel “Ambush Commenting” den Erhalt abmahnender Post durch die UEFA, genauer gesagt will diese angeblich dem Fußballblog nicht-sponsorenkonforme User-Kommentare verbieten:

Ambush Commenting ist eine unangenehme Sache, sowohl für uns als Ausrichter der UEFA EURO 2008™ als auch für Sie als Betreiber einer Webpräsenz», schreibt uns die UEFA, und weiter «Bei der regelmässigen Durchsicht der relevanten Schweizer Fussballblogs ist unserer Rechtsabteilung das Fussballblog ‹Zum Runden Leder› im Monat April 2008 vermehrt durch nicht sponsorenkonforme Kommentare aufgefallen. Wir bitten Sie, Ihr Zielpublikum umgehend und vollständig über die Konsequenzen des Ambush Commentings zu informieren. … Wir danken für Ihre Kooperation.»

Während so mancher dies angesichts der zahlreichen Diskussionen zum Thema Ambush Marketing sowie die darin oftmals unterstellten harten Vorgehensweise der UEFA nicht hinterfragend übernimmt und sich sogleich solidarisch erklärt, halten wir die Meldung für einen Fake, wenngleich auch einen sehr gelungenen, zumal sich anhand der (unterhaltsamen) Reaktionen zeigt, dass zahlreiche Fußballinteressierte traurigerweise der UEFA ein solches Vorgehen durchaus zutrauen würden. In diesem Sinne, genießt den ausklingenden Feiertag mit einem Bier eurer Wahl, nur nicht Carlsberg…

Abzocke total: 62 Schilling für eine Halbe Bier!

21. Mai 2008 | cdw | 6 Kommentare »

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Jetzt ist es amtlich: Biertrinker werden in den Fanzonen so richtig abgezockt! In Wien wird die Halbe 4,50 Euro (62 Schilling) kosten, dazu kommt noch der Bechereinsatz (1 Euro). Die Bundeshauptstadt ist dabei das teuerste Pfalster der ganzen EM - in Innsbruck etwa zahlt man für das kühle Blonde aus dem hohen Norden (Carlsberg) “nur” 3,80 Euro (52 Schilling), in Basel und Bern gar “nur” 5 Franken oder 3,10 Euro (43 Schilling).

Die “gute” Nachricht für Freunde des Alkohols: Auch die Softdrinks gehen kaum billiger her. Das große Cola kostet in den Fanzionen um die 3,50 Euro (48 Schilling), Mineralwasser 2,50 Euro (34 Schilling). Die Krönung sind die Snacks für den kleinen Hunger: Eine Leberkässemmel kostet unerhörte 3,50 Euro (48 Schilling), ein Schokoriegel (Mars) 2,50 Euro (34 Schilling). Kurzum: Abzocke total!

V.I.P. im Burgtheater

14. Mai 2008 | the | 11 Kommentare »

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Wer das große Fußballfest im Juni nicht mit dem gemeinen Fußvolk feiern möchte und dennoch Stadion-Stimmung light sucht, ist im Wiener Burgtheater gut aufgehoben. Vorausgesetzt, er/sie steht auf der Gästeliste. Die Telekom Austria und A1 verwandeln das renommierte Theaterhaus nämlich von 7. bis 29. Juni in eine Arena für die österreichische Seitenblicke-Prominenz. Der Konzern spricht von einem “noch nie da gewesenen Exclusive-Viewing” für täglich bis zu 600 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Medien und Sport. Auf rund 600 m² wird unter anderem ein Fußballfeld mit echtem Sportkunstrasen geschaffen, auf einer acht mal vier Meter großen LED-Wand werden alle 31 EM-Spiele übertragen. Für “echte” Stadionstimmung sorgen zahlreiche Projektorwände, über die “Stadionstimmung inszeniert wird”. Natürlich darf auch ein exklusives Luxus-Catering nicht fehlen, zudem wird es an allen Spieltagen auf der Bühne des Burgtheaters ein Show-Programm geben. Stermann&Grissemann, Bauchklang, Die fantastischen Vier und viele andere treten im wohl größten VIP-Sektor der EM auf. Moderiert wird das ganze unter anderem vom ORF-Journalisten Tarek Leitner.

In unmittelbarer Nähe werden auf der Fanmeile rund 80.000 Menschen feiern, im Burgtheater wird man um einen Platz in den Seitenblicken kämpfen - schließlich ist auch der ORF vor Ort. Als weiteres “kulturelles Highlight” preist die Telekom eine Magnum-Fußballaustellung an. Das liest sich folgendermaßen: “Ausgewählte Arbeiten weltberühmter Fotografen thematisieren in der Exhibition das Thema Fußball als weltumspannende Leidenschaft und als globales gesellschaftliches Phänomen, das Menschen unterschiedlicher Kultur und sozialer Herkunft zusammenbringt.” Könnte es ein besseres Motto für das “Exclusive Viewing” geben?

Foto: CC Wikipedia

Kein Eurospaß mit dem Europass

6. Mai 2008 | LAN | 3 Kommentare »

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Über den “Europass und die Fußballproduktion in Pakistan” referierte Dr. Jörg Zimmermann aus Berlin heute im Rahmen der empfehlenswerten Vortragsreihe “Geographie am Ball: Regionale und globale Dimensionen des Fußballs” in Wien. Erst heute vermeldete Adidas eine Steigerung des Gewinns im ersten Quartal um 32% auf 169 Millionen Euro, die Fußballproduktion mache dabei laut Zimmermann zwar lediglich 2% des Umsatzes aus, besitze aber eine hohe Symbolkraft für den Konzern - oder anders ausgedrückt: “Fußball ist das Herzblut der Marke Adidas”, wie Vorstandschef Hainer heute vermeldete. Seit 1970 ist Adidas offizieller Balllieferant für die Großereignisse der FIFA und UEFA, zuletzt wurden 15 Millionen WM-Bälle “Teamgeist” verkauft, das EM-Pendant “Europass” soll 6 Millionen Mal über den Ladentisch gehen. Diese beiden letzten Paradestücke aus dem Fußballsortiment wurden übrigens als erste mit einer neuen Produktionsweise (Thermoverfahren statt Nähen) hergestellt und sowohl als offizieller High-Tech-Matchball als auch in der günstigeren Replique-Version angeboten. Soviel zu den Hard Facts, nun zur kleinen Reise durch die Welt der globalen Fußballproduktion:

Sialkot in Pakistan nennt sich selbst die Welthauptstadt des Fußballs, insgesamt 100.000 Menschen sind dort vor allem als NäherInnen in der Sportartikelindustrie beschäftigt und widmen sich insbesondere der von der Materialbereitstellung bis zum Versand rd. zwei bis drei Stunden dauernden Herstellung von Fußbällen. 56 Millionen Fußbälle wurden dort im WM-Jahr 2006 von den rd. 50.000 NäherInnen hergestellt, doch trotz dieser Rekordproduktion verflachten die Erlöse der Region aufgrund eines Rückgangs des Durchschnittspreises von 3,80 auf 3,56 Euro pro Ball für Exporte in die EU. Richtig gelesen, durchschnittlich 3,56 Euro kostet ein hierzulande deutlich teurer verkaufter Fußball, genauer genommen landen von den 25 Euro Endverbraucherpreis rd. 3 Euro in Pakistan, 1 Euro geht für Materialimporte drauf und die restlichen 21 Euro machen die Kosten und insbesondere den Gewinn für Markenfirmen und Einzelhandel aus! 51 Cent beträgt übrigens der Anteil der NäherInnenlöhne, im Falle von Kinderarbeit wie unlängst beim Skandal der Credit Suisse Promotionbälle sogar nur 24 Cent. Dass diese Löhne unter dem Existenzminimum liegen, Gewerkschaften de facto nicht existieren, die Arbeitsverhältnisse höchst unsicher sind und schlechte Arbeitsbedingungen an der Tagesordnung stehen, versteht sich leider von selbst.

Dennoch existiert wenig Hoffnung auf eine Besserung der Situation in Pakistan, schließlich lauert die Konkurrenz in unmittelbarer Nähe: Hier das thailändische Sriracha, welches die High-Tech-Variante von Teamgeist und Europass herstellt. Dort das chinesische Donguan City, welches mittels maschineller Fußballproduktion insbesondere für Promotionzwecke Niedrigpreisbälle um 1,34 Euro pro Stück anbietet, mit 35 Euro Monatslohn bei bis zu 70 Stunden Wochenarbeitszeit den Markt mit unfair hergestellten Billigfußbällen überschwemmt und nach einem kometenhaften Aufstieg in Kürze Pakistan als Fußballproduzent Nummer eins ablösen wird.

Somit schließt sich der Kreis mit ein paar Statistiken: Während das Umsatzverhältnis zwischen Adidas und Sialkot im Jahr 1980 bei 10:1 lag, betrug es letztes Jahr bereits 49:1, Tendenz exponentiell steigend. Der Gewinnanteil von Adidas an einem 25 Euro Ball ist mit 8,20 Euro ungefähr vier Mal so groß wie jener der pakistanischen Hersteller. 2,63 Euro fließen in die Werbung gegenüber 0,51 Euro für die Löhne der NäherInnen. Der Chef von Adidas verdient 391.500 Euro pro Monat, ein(e) NäherIn in Pakistan 44 Euro. Die Kommerzialisierung der Europameisterschaft bezahlen also die Konsumenten und die eigentlichen Produzenten, so Zimmermann, der mit konstruktiven Appellen abschloss: So könne der Mensch beispielsweise als Konsument fair hergestellte Bälle kaufen, als Arbeitnehmer für globale Mindestlöhne und Mitbestimmungsrechte eintreten und als Bürger globale soziale Rechte stärken. Auch ein abschließender Hinweis auf die auf kick08.net bereits vorgestellte “Play Fair”-Kampagne durfte in diesem sehr gelungenen und interessanten Vortrag nicht fehlen.

Foto: LAN/kick08.net