Bures

Nicht nur im Männer-Fußball, nein auch im Frauen-Fußball hinkt Österreich hinterher. Damit sich das ändert, will Frauenministerin Doris Bures nun „die weiblichen Seiten des Fußballs“ ins öffentliche Bewusstsein rücken. Unter dem Motto „Frauen am Ball“ stellte Bures bei einer Pressekonferenz am Donnerstag die Initiative „Frauen und EURO 2008“ vor.

Am 10. und 11. Mai wird es ein internationales Mädchenfußballturnier geben, U12 und U14 Mädchen können sich noch bis 31. März für dieses Turnier anmelden. Gekickt wird auf dem Fußballplatz des ältesten Frauenfußballvereins Österreichs, dem ULC-Landhaus Wien. (Von einem Turnier-Preis ist keine Rede – hoffentlich EM-Tickets?)

Bei einer Podiumsdiskussion mit Profifußballerinnen, Fans und Journalist/innen wird zudem die Rolle von Frauen als Schiedsrichterinnen diskutiert, Ministerin Bures wird im Vorfeld mit drei Schiedsrichterinnen ein EM-Spiel besuchen (diese Frau weiß, wie sie an EM-Tickets kommt!), der Termin für die Veranstaltung steht noch nicht fest. Linde Prelog und Petra Kreuzer haben ein Stück von Dirk Böhling an heimische Verhältnisse angepasst und mischen im Fußball-Kabarett mit: „Der zwölfte Mann ist eine Frau“ heißt es bei der Premiere am 10. Juni im 3raum Anatomietheater. Ein Kurzgeschichten-Wettbewerb unter dem wahrlich missglückten Titel „Kick it like Victoria?“ rundet schließlich das „Frauen am Ball“ – Programm ab. Frauen sind aufgerufen, bis zum 31. Mai ihre Geschichten oder Theaterstücke zum Thema Fußball einzureichen, zu gewinnen gibt es einen „Überraschungspreis“ (hoffentlich ein Last-Minute-EM-Ticket!).

Es bleibt zu hoffen, dass in Österreich auch eine systematische Förderung von Frauenfußball verwirklicht wird – schließlich könnten junge Kickerinnen am ehesten unseren Traum erfüllen: Österreich als ernst zu nehmende Fußball-Macht.

Links: Frauenministerium
Foto: HBF/Wenzel