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Politik | kick08
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In&Out: Das war die EM 2008

3. Juli 2008 | the | 7 Kommentare »

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“Was, das soll es gewesen sein?”, werden sich einige fragen. Da hat Kick08.net euch sieben Monate lang auf das historische Ereignis einer Europameisterschaft im eigenen Land vorbereitet - und nach drei Wochen ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Anstatt eines ausschweifenden Rückblicks auf die EM 2008 gibt es an dieser Stelle ein In & Out, wie ihr es vielleicht aus dem Bravo Girl kennt. Nur geht es diesmal um Fußball.

IN

Die jungen Wilden
Andrei Ascharwin, Fernando Torres, Wesley Sneijder, Cristiano Ronaldo und Co: Die Kicker im knackigen Alter haben bei dieser EM bewiesen, dass Fußball spielen Spaß macht. Und wir ihnen gerne dabei zusehen. Die in die Jahre gekommenen Stars aus Italien, Griechenland oder Schweden sahen dagegen im wahrsten Sinne des Wortes alt aus. Verjüngung ist angesagt. Eines der jüngsten Teams hat übrigens … richtig, Österreich!

Offensivkraft
Russland, Holland und Spanien haben es vorgezeigt: Fußballspiele gewinnt Mann wieder mit Offensiv-Fußball. 2004 hieß der Europameister Griechenland, ihr Trumpf im Ärmel war die Abwehr. 2008 sah das anders aus. Und das ist auch gut so.

Kampfgeist
“Ihr Trainer hat ihnen eingeschärft: Ein Fußballspiel ist erst zu Ende, wenn es der Schiedsrichter abgepfiffen hat”, sagte ein ORF-Kommentator über die türkische Mannschaft. Und diese hat sich die Anweisung von Fatih Terim zu Herzen genommen. Nun wissen wir, dass ein Spiel noch nicht entschieden ist, nur weil die Türkei mit 0:2 im Rückstand liegt. Auch die ÖFB-Elf hat ihren Fans gezeigt, dass sie die Spiele gegen Kroatien, Polen und Deutschland gewinnen will. Gereicht hat das leider nicht.

Kick08.net
Eigenlob stinkt bekanntlich. Aber mal ehrlich: Habt ihr von einem anderen EM-Blog gehört, der eine derartige thematische Vielfalt geboten und seinen Leser/innen neben Berichterstattung direkt vom Ort des Geschehens auch scharfsinnige Analysen und satirische Unterhaltung geliefert hat?

Hoffnung
Österreich hat sich mit einem Punkt von der Heim-EM verabschiedet. Und um hier einen Monolog aus “Malcom mittendrin” zu zitieren: “Ich erwarte gar nichts, und bin dennoch enttäuscht.” Trotzdem: Spieler wie Korkmaz oder Prödl, die Aussicht auf einen neuen Trainer und die erfolgreiche Arbeit an der Kondition lassen auf eine besser Zukunft hoffen. Irgendwann. Vielleicht schon bald.

Gerechtigkeit
Europameister darf sich tatsächlich das Team nennen, das konstant den besten und schönsten Fußball gespielt hat (Spanien). Auch deutsches Glück findet einmal sein Ende.

OUT

Die UEFA
Dazu muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Auch der wenig kritische Fan ist mittlerweile genervt von den vielen Vorschriften des europäischen Fußballverbandes. Abgesehen davon agiert der machtvolle Verband, der sich bei jeder Veranstaltung über Millionen-Gewinne freuen darf, bereits wie ein Kaiser im eigenen Reich. Kartenvergabe, Fernsehübertragung, Bier-Sorte, Sponsoring-Politik - darüber wachen die Männer der UEFA. Wer da nicht mitspielt, wird vom Platz verwiesen.

Fankultur 2.0
Aufgrund der Praktiken bei der Kartenvergabe sitzen im Stadion mittlerweile viele Menschen, die sich lieber bei einem Krabbencocktail über die laufenden Geschäfte unterhalten, als ihre Mannschaft auf dem Spielfeld anzufeuern. Die Fernsehkameras sind dabei stets auf Prinz X und Marketingdirektor Y gerichtet - Fußball findet im neuen Jahrtausend auf den VIP-Tribünen statt. Otto Normalverbraucher darf indessen in den offiziellen Fanzonen Bier um 4,50, Schminkstifte und UEFA-Maskottchen kaufen. Stimmt der Umsatz nicht, soll den Fußballfan am besten das schlechte Gewissen plagen: “Wirte klagen über…” war wohl die häufigste Schlagzeile im Umfeld der Heim-EM.

Sportjournalismus
Im ORF-Studio treffen sich Jogl und Andi, Boris Jirka begrüßte Hans Krankl mit den Worten: “Hier kommt der Trainer meines Herzens.” Auch wenn die goldene Regel der Distanz zwischen Journalist/innen und Personen des öffentlichen Lebens vielleicht im Sport weniger wichtig ist, sollte man als Fernsehzuschauer/in dennoch nicht das Gefühl haben, dass Moderator und Interviewpartner am Vorabend zusammen im Heurigen gesessen sind. Kritische Fragen waren in der EM-Berichterstattung genauso häufig wie Schüsse aufs Tor von Roland Linz.

Klischees
Die spanische Mannschaft bestand bei dieser EM aus Stierkämpfern, die Italiener tranken bitteren Prosecco und die Deutschen waren wie immer gründlich, ordentlich und tugendhaft. Männer saßen auf der Couch und tranken literweise Bier, Frauen wandten sich genervt vom Fernseher ab oder tanzten halbnackt durch die Stadien. Und ärgerten sich über den Schnauzbart von Luca Toni. So bitte nicht.

Ärger
Fans der italienischen und französischen Mannschaft hatten bei dieser EM wenig zu lachen. Der Weltmeister verabschiedete sich nach dem Viertelfinale, der Vize-Meister bereits in der Vorrunde. Auch die Begeisterung für die portugiesische Mannschaft musste all zu früh sterben - und die Hoffnung der deutschen Fans auf einen Titel wurde abermals enttäuscht. Fußball kann weh tun.

Skandal - euer wichtigstes In oder Out fehlt in dieser Aufzählung? Nur zu, bitte hier posten!

Die Diktatur der Angepassten

28. Juni 2008 | LAN | 9 Kommentare »

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Wir schreiben den Juni des Jahres 2008 als sich inmitten der demokratischen und neutralen Staaten Österreich und Schweiz ein quasi diktatorischer Staat namens UEFA EURO 2008 eingenistet hat und unter Ausnutzung seiner bedingungslosen Allmacht seine Vorstellungen des globalisierten, kapitalistischen Fußballs in die weite Welt tragen will. Eine Vorstellung, die auf mehren Säulen aufgebaut ist und mit Fortschreiten des Turniers die Kohärenz der einzelnen strategischen Elemente immer präsenter werden ließ:

Corporate Design & Sicherheitslüge

Vom Logo bis zum sinnleeren Slogan entspricht alles einer faden Weiterentwicklung des Corporate Designs der WM 2006  - kindisch, verspielt, unkreativ. Als Höhepunkt sind die identitätslosen Maskottchen nicht umsonst als Doppelgänger selbst Sinnbild für ein Corporate Design der Europameisterschaft, welches als einfallslose Kopie des Corporate Designs der letzten Weltmeisterschaft gesehen werden kann. Einhergehend damit sind acht Stadien, denen man nicht zuletzt aufgrund der architektonischen Konformität moderner Fußballarenen und der Aus- und Rückbaufarce die Zweckgebundenheit ansieht und denen auch bei drei Europameisterschaftsspielen keine künstliche Seele eingehaucht werden kann.

Dank eines millionenschweren Sicherheitskonzeptes wurden darüber hinaus Ausschreitungen verhindert, die es auch ohne diesem Aufwand nicht gegeben hätte, da zum einen das gewaltbereite Fußballpublikum wenig Interesse für eine Veranstaltung wie die Europameisterschaft hegt und zum anderen vereinzelte Überreaktionen einfacher behandelt werden hätten können. Stattdessen setzte man auf Repression, Hooligandatenbank und Anlassgesetzgebung, auf übermäßige Security- und Polizeipräsenz sowie auf ein Hochstilisieren des vermeintlichen Gefahrenpotenzials vor EM-Beginn sowie kleinerer Zwischenfälle während der EM, um sich eine mediale Rechtfertigung für diesen ungeheuren Geld- und Personeneinsatz zu erschleichen. All dies steht gemeinsam mit den weiter unten angeführten Kritikpunkten der totalen Kommerzialisierung sinnbildhaft für eine Politik des rücksichtslosen Neoliberalismus, dem auch bei der Europameisterschaft beispielsweise durch die hohen Ticketpreise Einlass gewährt wurde und der die voranschreitende soziale Segregation in unserer Gesellschaft widerspiegelt. Was bleibt ist ein Charme der Gesamtaufmachung des Großereignisses, welcher den Charme des Altherrenvereins UEFA widerspiegelt und dessen mainstreamkonformer Rettungsversuch mittels unpassendem Rahmenprogramm mit peinlichen Zuschauercontests, schlechten Moderatoren, fußballfremder Musik und Nationalhymnenkaraokeschrift in den Stadien kläglich scheiterte.

Gleichschaltung der Medien

Es war das Highlight der Peinlichkeiten dieser EM als im ersten Halbfinale der Bildschirm plötzlich schwarz wurde und hunderte Millionen Fernsehzuschauer weltweit Zeuge der unsinnigen Medienpolitik der UEFA wurden. Diese kontrolliert nämlich allein die Übermittlung der Fernsehbilder aus allen Spielorten an ihre Broadcasting Tochtergesellschaft in Wien, von welcher aus das Fernsehsignal erst in die weite Welt weitergeleitet wird. Dies garantiert, dass die Fernsehbilder zum einen aufgrund immer gleicher Kameraeinstellungen den geringen Anforderungen des oftmals ahnungslosen europameisterschaftlichen TV-Konsumenten entsprechen und zum anderen ein Bild einer vermeintlich heilen Fußballwelt ohne stimmungsvollen Bengalen, kuriosen Flitzern und kritischen Transparenten, dafür mit umso mehr popularitätsgeilen Politikern, desinteressierten VIPs, schönheitsidealentsprechenden Spielerfrauen und freizügigen Fanschönheiten in Großaufnahme übermitteln.

Während die westliche Welt im Falle zensierter Bilder aus China empört aufschreit, nimmt man das Fernsehbildermonopol des Fußballverbandes mit einem gerne bezahlten Millionenaufwand dankend an und frönt sich der medialen Einheitsberieselung. Weitere ein dubioses Licht auf die Behandlung der Meinungsfreiheit werfende Statements und Handlungen der UEFA, wie beispielsweise die vom Österreichischen Journalistenclub beklagten Zutrittsschikanen samt Unterscheidung nach “guten” und “schlechten” Medien im offiziellen Wiener Pressezentrum, unterstreichen die mediale Arroganz des Veranstalters, der sich die Fernsehanstalten, Gastgeberländer und nicht zuletzt die Fußballfans und Konsumenten leider beinahe kritiklos unterworfen haben.

Totale Kommerzialisierung

Vom Stadion bis zur Fanzone: wo die UEFA regiert, wird von ihr alles diktiert, um die EM zu einem Wirtschaftsereignis zu machen, von dem insbesondere auch die UEFA und ihre Exklusivpartner profitieren sollen, schließlich wurde dem Fan gerade in den Fanzonen extra ein unattraktives Einheitsangebot zu horrenden Preisen bei fehlenden Sitzgelegenheiten und überrepressiven Sicherheitskontrollen geschaffen - dieser Eindruck verstärkte sich in den abgelaufenen Wochen immer mehr und zur Freude des Veranstalters frönten sich zahlreiche gleichgeschaltete Fans mit offiziellem Trikot, bemaltem Gesicht und in Szene gesetzten Sponsorenhüten dieser bedingungslosen Kommerzialisierung, die im braven, vorgegebenen Mitgrölen des “Seven Nation Army” Einlaufsongs ihren Höhepunkt fand während den Massen jegliche Kreativität und jeglicher Sinn für einen zur jeweiligen Spielsituation passenden Support zu fehlen schien.

Darüber hinaus schien die Aushebelung der Marktkräfte kein großes Problem für Politiker und Konsumenten darzustellen, hauptsache man setzte sich zuerst als Steuerzahler und nun auch als Fan gekonnt als Melkkuh der Nation in Szene und erwies damit dem exklusiven Club der zahlungspotenten EM-Sponsoren einen Bärendienst. Wer damit nicht genug hatte, wurde bei sämtlichen Unternehmern des Landes fündig, die am Märchen des schier unendlichen EM-Kuchens mitzunaschen versuchten und das Land mit unnötigen fußballgebrandeten Artikeln vom Fußballbrot bis zum EM-Kondom überschwemmten.

Fazit

Mehrere Wochen lang hat sich ohne organisierter Kritik der Politiker und Bürger mitten im Herzen des aufgeklärten, demokratischen Europas ein quasi diktatorischer Staat gebildet, der seine fußballerische Marktmacht unter anderem in gleichgeschalteten zensierten Medien, ausgehebeltem wirtschaftlichem Wettbewerb oder einer überemotionalisierten irrationalen Sicherheitsdebatte manifestierte. Im Gegenteil, der brave, unkritische Fußballkonsument lechzte förmlich nach einem in totaler Kommerzialisierung getränkten Großereignis und sorgte insbesondere mit dem anfänglichen Hype für voraussichtlich volle Kassen der gemeinnützigen, steuerbefreiten UEFA.

Erst nach einigen Spieltagen offenbarte sich das Ausmaß dieser sportpolitischen, medialen und wirtschaftlichen Gleichschaltung, weshalb nicht umsonst gegen Ende der Europameisterschaft hin immer mehr Leute genug von einem künstlichen, sterilen Spektakel hatten, welches es dank eines Mosaiks aus unterschiedlichsten negativen Begleiterscheinungen schaffte, im Laufe des Turniers vielmehreine kollektive Aversion zu erzeugen anstatt gerade am Schluss einen positiven Spin für den heimischen Fußball zu generieren.

Der Eine und der Andere - die Verlierer des Tages

17. Juni 2008 | LAN | Kein Kommentar »

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Was unterscheidet Josef Hickersberger und Alfred Gusenbauer? Nicht viel: Ersterer hat trotz Misserfolg die volle Rückendeckung seines Verbandes, Zweiterer hat wegen Misserfolg keine Rückendeckung seiner Partei.

Was haben Josef Hickersberger und Alfred Gusenbauer gemeinsam? Schon mehr: Beide standen vor der Mission ihres Lebens, der Eine inmitten der Erfüllung des Bubentraums EM-Teamchef, der Andere inmitten der Erfüllung des Bubentraums Bundeskanzler - gestern wurden beide abmontiert, der Eine sportlich nach einer enttäuschenden Leistung gegen in Wien wenig beliebte Deutsche, der Andere politisch nach einer enttäuschenden Leistung gegen in Wien wenig beliebte Koalitionspartner. Die Konsequenzen sind klar: Der Eine nimmt nach wiederholt kritisierten Aufstellung voraussichtlich in den nächsten Tagen seinen Hut, der Andere wurde nach wiederholt kritisierter Politik bereits gestern politisch desavouiert. Denn: Beide werden vom Volk leider nicht verstanden, der Eine aufgrund seiner satirisch-kryptischen und der Andere aufgrund seiner brillant-nichtverstandenen Rhetorik. Hicke & Gusi - time to say good-bye…

Gehts der EURO gut, gehts der Wirtschaft gut

1. Juni 2008 | LAN | 1 Kommentar »

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Dass der Fußballsport ein globales Milliardengeschäft ist, stellte erst letzte Woche die Sports Business Group von Deloitte in ihrer Studie “Annual Review of Football Finance 2008” fest: Demnach stiegen die Erträge des gesamten europäischen Fußballmarkts erstmals auf 13,6 Milliarden Euro an. Aufgrund dieser Rekordeinnahmen der Vereine erwartet Deloitte dass “die Talenteschau bei der UEFA Euro 2008 Auslöser für lebhafte Transferaktivitäten sein wird“. Nicht zuletzt aufgrund solcher, die Bedeutung des Fußballs als globaler Wirtschaftsfaktor herausstreichender Meldungen sahen sich Österreichs Politik- und Wirtschaftsvertreter vor eineinhalb Wochen wieder einmal bemüht, im Gleichschritt die wirtschaftlichen Chancen der Europameisterschaft herauszustreichen.

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl bediente sich der Fußballmetapher “Österreich führt bei der Fußball-Europameisterschaft durch ein Tor der Wirtschaft schon jetzt 1:0” und vermeldete im Rahmen der Präsentation der Studie “Volkswirtschaftliche Effekte der EURO 08″ eine Wertschöpftung des Großereignisses von 641 Millionen Euro. Dabei hob Leitl insbesondere das Dreisäulenmodell der positiven Auswirkungen (Infrastrukturinvestitionen, Besucherausgaben, Veranstaltungsbudget/Dienstleistungen) und positive Effekte für Tourismus und Handel sowie nachhaltige Vorteile durch Image- und Werbeeffekte, professionelle Netzwerke und Lerneffekte hervor. Und wenn es schon auf sportlichem Weg nicht zum Titel reicht, hat Leitl immerhin noch ein Ersatzziel auf Lager: “Österreich hat in den rund drei Wochen der Fußball-EM die Gelegenheit, Europameister in Sachen Herzlichkeit und Gastfreundschaft zu werden und sich als lebens- und liebenswertes Land zu präsentieren.

Dies goutiert natürlich auch Bundeskanzler Gusenbauer, der sogleich freudig anmerkte, dass sich “Österreich in Zukunft nicht nur als Kultur-, Winter- und Sommertourismusland sowie “leistungsstarker Wirtschaftsstandort” präsentieren könne, sondern auch als “erweiterte Partyzone” - vor allem für eine jüngere Zielgruppe“. “Wirtschaftlich haben wir schon gewonnen, jetzt wollen wir auch sportlich reüssieren“, so ein optimistischer Bundeskanzler. Und zu guter Letzt stimmte auch Wirtschaftsblatt-Chefredakteur Unterhuber in den wirtschaftlichen Lobeskanon mit ein: “Auch wenn sich die Fanbasis gerne nach den alten Zeiten sehnt, als richtige Schlammschlachten noch vor einer Ostblock-Kulisse ausgetragen wurden, die Millionen der Investoren und Sponsoren haben den Fußball attraktiver gemacht. Fußball ist heute keine Sache mehr, die nur irgendwelche Ultras etwas angeht, sondern ein Volksevent. Und wenn dabei auch noch die gesamte Wirtschaft davon profitieren kann, umso besser. (…) Das alles ist Fußball. Ein Sport, von dem nicht nur die Investoren profitieren, sondern wir alle.

In diesem Sinne: Frönt euch der totalen Kommerzialisierung!

Angstraum

29. Mai 2008 | the | 13 Kommentare »

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kick08.net-Kommentar

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) hat heute ein Sicherheitspaket präsentiert, das Frauen helfen soll, die EM 2008 unversehrt zu überstehen. Enthalten sind Tipps für das richtige Verhalten beim Fußballfest, ein Alarmpfeiferl und die wichtigsten Notrufnummern. Der Gedanke dahinter: Laut einer Studie stieg Gewalt gegen Frauen bei der Fußball-WM in Deutschland um rund 30 Prozent, bei 40 Prozent der Fälle war Alkohol im Spiel. Ein Großteil der Gewalt spiele sich im häuslichen Bereich ab, aber auch die Fanzonen in der Stadt seien “Angsträume” für Frauen. Deshalb wurden Büsche in “dunklen Ecken” zurechtgeschnitten und zusätzliche Beleuchtung installiert. Auch der 24-Stunden-Notruf für Frauen wird während der EM doppelt besetzt sein.

Treibt der Fußball also Männer zur Gewalt, lässt die Niederlage des favorisierten Teams, zusammen mit fünf Halben Bier, die Fäuste fliegen? Klar ist: Gewalt entsteht meist aus einem ausgenutzten Machtverhältnis heraus, somit ist Gewalt gegen Frauen bereits in die Struktur der Gesellschaft eingeschrieben und braucht nicht erst den Fußballplatz als Aktionsfeld. Doch die drohenden Gefahren, die gerade bei Großereignissen hervorgehoben werden, fungieren als Platzanweiser im gesellschaftlichen Raum. In den Hinweisen zum “Schutz” der Frauen sind sogleich Ausschlüsse eingeschrieben: Wer sich als Frau in die Fanzonen, in das Geschehen der Heim-EM wagt, betritt einen “Angstraum” - so wird das herausschreiben von Frauen aus dem öffentlichen Raum reproduziert. Hier schwingt zudem eine unterschwellige Eigenverantwortlichkeit mit, nicht selten werden Frauen, die sich “nachts, im Dunklen” in (alkoholisierten) Männerräumen wie Fußballstadien oder Meisterfeiern “herumtreiben” - und das vielleicht auch noch leicht bekleidet - für sexuelle Übergriffe mitschuldig gedacht. Auf diestandard.at schreibt ein User: “Wichtigster Tipp: Von allen Veranstaltungen, die vor allem von besoffenen Männern heimgesucht werden, fern halten.” Frauen, in den “privaten” Raum! Dorthin, wo sich die meiste Gewalt gegen Frauen abspielt.

Grias eink, i bins, da Konrad Plautz

17. Mai 2008 | LAN | 14 Kommentare »

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Konrad Plautz ist Österreichs Vertreter unter den zwölf von der UEFA nominierten Schiedsrichtern für die EURO 2008. Seit kurzem kandidiert er darüber hinaus für die am Tag des ersten Gruppenspiels der österreichischen Nationalmannschaft stattfindenden Tiroler Landtagswahlen. Und auch wenn Wahlwerbung in einem Fußballblog eigentlich nichts verloren hat, wollen wir euch den bärigen Wahlwerbespot von Österreichs Topschiri nicht vorenthalten. Denn wer weiß, vielleicht führt ihn sein weiter Weg “aus gaunz oafochn Verhältnissen” wo er “nebm ocht Gschwischta auf an Bergbauernhof in oatausenddreihundertvierzig Metern Seehöhe im wunderschönen Rissau aufgwochsn” ist, bis ins EM-Finale, denn “mit Fleiß, Einsatz, Wille und Engagement hun i mi net nur in Tirol sondern in gaunz Europa durchgsetzt”. In diesem Sinne: Gute Unterhaltung…

Humorvolles Österreich

17. Mai 2008 | OMI | 5 Kommentare »

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In Europa ist es längst bekannt: Österreicher sind ein lustiges durchaus mit Humor durchzogenes Volk und können Schi fahren - zumindest besser als die anderen -, jenseits des Großen Teiches liebt man uns für unsere Kängurus. Aber vorrangig wissen alle, bei uns hat man immer Spaß. Um dieses “Vorurteil” zu unterstreichen, hat sich unser Kanzler Alfred Gusenbauer eingeschaltet bzw. über eine SPÖ-Kampagne im Internet verleiten lassen und seine Tipps für die Vorrunde abgegeben. In die Bild-Zeitung hat er es damit souverän und locker lässig geschafft. Geschafft hat er damit sicher auch, dass halb Deutschland beim öffnen der “Bild” ein Schmunzler über die Lippen rennt. Manche nennen es kurios, andere Träumereien, aber Gusi tippte für das Spiel Österreich gegen Deutschland klarerweise ein 3:2. Cordoba lässt grüßen… Damit aber nicht genug:

Die Schweiz schafft vier Punkte, verliert gegen die Türken (brisantes Duell ist es sicher, aber …), dafür besiegt man die spielstarken Portugiesen. Die Türken gewinnen sogar alle Spiele der Vorrunde. Möglich, aber doch ein wenig anzuzweifeln. Österreich schafft sieben Punkte (Remis gegen Polen). Deutschland nur sechs. Vielleicht spielt da doch ein wenig die Hoffnung unserem Kanzler einen kleinen Streich.

Die restlichen Ergebnisse können durchaus vertreten werden, außer das 4:1 der Italiener gegen Rumänien. Erstens, so schwach werden die Rumänen nicht sein. Zweitens: Catenaccio. Ein Sieg der Italiener ist zwar drin, so leicht wirds denn doch nicht werden, immerhin stehen die Rumänen auf den Geheimfavoritenlisten ganz weit oben und Italien kämpfte zuletzt auch des Öfteren mit der Form. Unser Kanzler sorgt also international für Publicity und lieferte sich einen kleinen PR-Gag. Aber es ist immerhin Werbung und unterstreicht - wie gesagt - das Klischee des humorvollen Österreichers - international. Denn wir wissen alle: Wir schlagen die Deutschen (vielleicht)…

Foto: LAN/kick08.net

V.I.P. im Burgtheater

14. Mai 2008 | the | 11 Kommentare »

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Wer das große Fußballfest im Juni nicht mit dem gemeinen Fußvolk feiern möchte und dennoch Stadion-Stimmung light sucht, ist im Wiener Burgtheater gut aufgehoben. Vorausgesetzt, er/sie steht auf der Gästeliste. Die Telekom Austria und A1 verwandeln das renommierte Theaterhaus nämlich von 7. bis 29. Juni in eine Arena für die österreichische Seitenblicke-Prominenz. Der Konzern spricht von einem “noch nie da gewesenen Exclusive-Viewing” für täglich bis zu 600 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Medien und Sport. Auf rund 600 m² wird unter anderem ein Fußballfeld mit echtem Sportkunstrasen geschaffen, auf einer acht mal vier Meter großen LED-Wand werden alle 31 EM-Spiele übertragen. Für “echte” Stadionstimmung sorgen zahlreiche Projektorwände, über die “Stadionstimmung inszeniert wird”. Natürlich darf auch ein exklusives Luxus-Catering nicht fehlen, zudem wird es an allen Spieltagen auf der Bühne des Burgtheaters ein Show-Programm geben. Stermann&Grissemann, Bauchklang, Die fantastischen Vier und viele andere treten im wohl größten VIP-Sektor der EM auf. Moderiert wird das ganze unter anderem vom ORF-Journalisten Tarek Leitner.

In unmittelbarer Nähe werden auf der Fanmeile rund 80.000 Menschen feiern, im Burgtheater wird man um einen Platz in den Seitenblicken kämpfen - schließlich ist auch der ORF vor Ort. Als weiteres “kulturelles Highlight” preist die Telekom eine Magnum-Fußballaustellung an. Das liest sich folgendermaßen: “Ausgewählte Arbeiten weltberühmter Fotografen thematisieren in der Exhibition das Thema Fußball als weltumspannende Leidenschaft und als globales gesellschaftliches Phänomen, das Menschen unterschiedlicher Kultur und sozialer Herkunft zusammenbringt.” Könnte es ein besseres Motto für das “Exclusive Viewing” geben?

Foto: CC Wikipedia

Darabos verlost EM-Tickets

6. Mai 2008 | the | 3 Kommentare »

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Wie die Tageszeitung Österreich heute berichtete, wird Verteidigungsminister Norbert Darabos seine 20 Gratis-EM-Tickets verlosen, die ihm als Minister zur Verfügung stehen. An der Verlosung können jedoch nicht Herr und Frau Österreicher/in, sondern ausschließlich Grundwehrdiener und Lehrlinge des österreichischen Bundesheers teilnehmen. Für die rund 15.000 potentiellen Teilnehmer ist die Chance auf eines der begehrten Tickets also recht hoch. Die  Darabos-Tickets sind so genannte Protokollkarten, die ansonsten vor allem Staatsgästen zugute kommen. Die Gewinner können sich also auf Plätze in den besten Kategorien des jeweiligen Stadions freuen, verlost werden je vier Karten für fünf Matches - darunter alle Spiele der ÖFB-Elf. Da bleibt nur zu hoffen, dass sich Sponsoren, PolitikerInnen und andere Fußball-VIPs unseren Verteidigungsminister zum Vorbild nehmen - wie wäre es mit einer Verlosung für junge, ambitionierte EM-Blogger?

Link: www.bundsheer.at

Eine marxistische Themenverfehlung

25. April 2008 | OMI | 4 Kommentare »

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“SCHEISS EM 08″ - unter diesem provokanten Titel veranstaltete die Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO) gestern im 10. Wiener Gemeindebezirk eine europameisterschaftskritische Podiumsdiskussion. Mike Oberbichler (OMI) und Andreas Lindinger (LAN) waren für kick08.net als wohl einzige unabhängige Medienvertreter mit dabei:

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Impulsvorträge (LAN)

Lange Zeit saßen wir vor Veranstaltungsbeginn als Einzige in der ersten Reihe, was uns neben einer uneingeschränkten Fotografierposition auch ein nettes Begrüßungsgespräch mit einer Vertreterin der Revolutionär Sozialistischen Organisation über Studium, Sport und Politik brachte, welches hier und dort schon einen Vorgeschmack auf die folgenden Veranstaltungsinhalte geben sollte. Die Impulsvorträge begann Gianni Casutt, seines Zeichens Herausgeber des Schweizer Fußballmagazins “Zwölf” mit einem Bericht zur Lage der Fanstimmung in der Schweiz eineinhalb Monate vor EM-Beginn. Plakative Angriffe auf die EM anhand von Transparenten wie in Österreich habe es in der Schweiz nicht gegeben, hingegen auch eine Repressionswelle und Fanproteste sowie Faninitiativen, welche ihre Kritik jedoch nicht an der EM sondern an den konkreten Aspekten wie Stadionverboten oder überhöhten Eintrittspreisen äußerten. Neben dem von Casutt angesprochenen Problem des von den Sponsoren geförderten Nationalismus ist auch die Gewaltfrage in der Schweiz sehr präsent, insbesondere viele überzogene Polizeieinsätze mit Tränengas und Wasserwerfer, neue Polizeigesetze und Hooligandatenbanken wurden angeprangert. Franz Jackel, Fanclubmitglied der Friedhofstribüne und Vorstandsmitglied des Wiener Sport-Club, merkte in seinem Vortrag an, dass die EM im Fußballunterhaus zwar weniger präsent wäre und es dort ohne Repressalien auch deutlich gemütlicher ist, die verschärften Stadionbestimmungen würden jedoch auch die kleinen Vereine voll treffen. Darüber hinaus richtete er einen Appell an die Fans, Vereinsmitglieder zu werden und durch Wahlen und Aktivitäten auf diese Weise aktiv in den Vereinen mitzubestimmen anstatt sich nur mit einem Fanvertreter oder Protesten von außen zufrieden zu geben.

Ein Vertreter der Revolutionär Sozialistischen Organisation ging in der abschließenden Rede auf das eigentliche Thema der Veranstaltung ein und definierte “Scheiß EM” als Stimmung einer kleinen Minderheit und trat gegen Repression, Nationalismus und Kommerz auf. Der Austausch des Publikums weg vom Proletariat, die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten und die immensen Ausgaben von Steuergeldern für Infrastruktur, Werbung und Fanmeilen stellten weitere Kritikpunkte dar. Darüber hinaus befürchtete er eine zunehmende Gewalt an Frauen, kritisierte den massiven Ausbau von Überwachungssystemen und den enormen Aufschwung des Nationalismus (insbesondere in den Boulevardmedien), aufgrund dessen es seiner Meinung nach naiv wäre zu glauben, dass die EM der Völkerverständigung diene. Fußball sei eine spezielle Form kapitalistischer Massenkultur, der Neoliberalismus und die staatliche Kontrolle seien auch hier im Vormarsch - Aspekte, die ich in ähnlicher Form unter anderem auch vergangene Woche bei der Genderkonferenz der Universität Wien gehört habe, welche im Gegensatz zur gestrigen Veranstaltung jedoch durchwegs konstruktiver nicht nur Kritik sondern auch Lösungsansätze präsentierte.

Diskussion & Fazit (OMI)

Dem Schema einer Podiumsdiskussion folgend, kamen nach den drei Einleitungsreden Wortmeldungen aus dem Publikum. Ähnlich wie die Vorredner, verlor man auch hier schnell den Bezug zum eigentlichen Thema „Scheiss EM 08“ und tauschte gemeinsam Meinungsgleichheiten der revolutionären sozialistischen Bewegung aus – teilweise wurden sogar dreiminütige Kampfreden großen Sports auf die Bühne gezaubert. Kanzler Alfred Gusenbauer würde hier wohl den Begriff „Gesudere“ auf irgendeine Art und Weise einbauen, ich finde „Kampfrede“ interessanter. Positiver Bezugspunkt war hier Franz Jackel, der trotz Nervosität zumindest versuchte, den Fußball im Mittelpunkt zu halten und zu „erretten“ vor der linken Revolutions-Infiltration. Vor allem auch in Richtung Politik, die leider nur allzu oft den Fußball als Wegbereiter für dubiose Neuerungen verwendet und als Schuldigen deklariert, um so Kameras zu installieren, die polizeilichen Streitkräfte zu rekrutieren und ausstattungstechnisch zu erweitern. So kommt man zum fast schon paradoxen „Fußball wird genützt, um Freiheiten für Einschränkungen zu generieren“.

Ebenfalls zur Erwähnung kam das österreichische ballesterische Konkurs-Problem: Franz Jackel seinerseits fand schnell die Lösung bei den Sponsoren, die zwar Geld in die Mannschaften pumpen, aber eben nur in diese. Infrastrukturelle Kosten verschwinden irgendwo in den brüchigen Katakomben der Fußballplatz-Kabinen-Häuschen. Um auch gleich beim Geldproblem zu bleiben: Die Fanmeile Donauinsel, die an ein paar wenigen Euros scheitert, für die lieber Fähnchen in der ganzen Stadt zweimal aufgehängt wurden (die Schläue der Zuständigen bestand auf einem Aufhängen einen Tag vor dem damaligen Sturm, weshalb man teilweise wieder welche aus Sicherheitsgründen einholen musste). Ausweichpunkt ist das Hanappi-Stadion, weit weg vom Happel-Oval, welches in der Vergangenheit eher mit konträren Meinungen zur EURO profilierte (man achte auf den Titel der Veranstaltung).

Um aus meiner Sicht diese linke Propaganda-Stunde also zur Konklusio zu bringen noch zwei kurze Sätze: Erstens, es ist nicht alles „Fan“, was in der Kurve steht – politische Aktivisten, Erziehungsberechtigte, Radikale, usw. suchen permanent die Kurve bzw. das Stadion auf und sind deshalb noch lange kein Fan. Zweitens ist es immer wieder verwunderlich, wie oft man in zwei Stunden die Wörter Kapitalismus, Kommerz(ialisierung), rote Mafia etc. hören kann – wodurch man zwar interessante Aspekte eröffnet, aber wirklich Neues war eben nicht dabei, denn wir alle wissen, dass im Fußball die Sponsorenmafia schon lange ihr Unwesen treibt und die Mittelklasse langsam den „Fan“ verdrängt. Somit bleibt mir noch ein dritter Satz (alte Politikerangewohnheit, nie sein Wort zu halten): Eine zwar durchaus nette Veranstaltung (die Begrüßung vor allem), aber intentionslos und themenverfehlt, denn in der Verpackung sollte schon sein, was auf der Etikette steht.