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Rapid Wien ist österreichischer Meister. Soweit nichts besonderes, schließlich schmückt sich Rapid gemäß offizieller Zählweise der Bundesliga schon länger mit dem Prädikat “Rekordmeister” und konnte demzufolge dieses Jahr bereits zum 32. Mal den Titel in der höchsten österreichischen Spielklasse feiern. Blickt man zu unseren deutschen Nachbarn offenbart sich ein ähnliches Bild, schließlich kann dort der FC Bayern München als Rekordmeister heute drei Runden vor Schluss vorzeitig den 20. Titel der Vereinsgeschichte fixieren. Dasselbe Bild in Spanien: Dort führt das Weiße Ballett von Real Madrid vier Runden vor Schluss mit zehn Punkten Vorsprung praktisch uneinholbar die Tabelle an und wird den 30 bisherigen spanischen Meistertiteln noch einen weiteren hinzufügen.

In Italien wird Inter Mailand zwar erst den 16. Meistertitel feiern, doch auch hier überraschte und überzeugte vor allem Rekordmeister Juventus Turin, indem die Bianconeri als Aufsteiger auf Anhieb einen Champions League Platz erreichen konnten. Im Mutterland des Fußballs wird aller Voraussicht nach Manchester United seinen insgesamt 17. Meistertitel holen und damit noch vehementer an der historischen Vorherrschaft von Liverpool rütteln. Während die Reds nämlich den letzten ihrer insgesamt 18 Titel im Jahr 1990 feiern konnten, konnte der designierte Rekordmeister aus Manchester seit 1993 zehn von 16 möglichen Meisterschaften erringen. Eine ähnliche Wachablöse steht übrigens in Frankreich bevor: Dort setzt die Mannschaft des Jahrzehnts, Olympique Lyon, ihren unglaublichen Erfolgslauf seit 2002 fort, bei welchem dieses Jahr der siebente Meistertitel in Folge erreicht wird, und wird bei anhaltendem Siegeszug in drei Jahren zu den zehn Meistertiteln des seit 1981 chronisch erfolglosen Rekordmeisters AS Saint Etienne aufgeschlossen haben.

Wie man sieht konnten/können in den fünf Topligen Europas zwei Mal ebenso wie in Österreich die Rekordmeister einen weiteren Titel erringen, zwei Mal die designierten Rekordmeister und Mannschaften des aktuellen Jahrzehnts triumphieren und ein Mal ein Rekordmeister als Aufsteiger auf Anhieb in die Champions League Ränge vorstoßen. Doch was bedeutet dies für die Europameisterschaft? Zum einen zeigt sich anhand dieser Rekordmeistererfolgsbilanz, dass im modernen Fußball die erfolgreichsten Klubs auch die erfolgreichsten Klubs bleiben und sich immer öfter die Favoriten, welche nicht selten auch über die beste finanzielle Ausgangsposition und damit die vermeintlich besten Spieler verfügen, durchsetzen. Zum anderen zeigt ein Blick auf die Ahnentafel der Fußballeuropameisterschaften, dass Deutschland sowohl was die Anzahl der Titel (nämlich drei) als auch was die Platzierung in der ewigen Tabelle (nämlich Rang eins) betrifft an der Spitze steht. Und nicht wenig spricht für den Rekordeuropameister Deutschland als Europameister 2008: ein junges, modernes, turniererfahrenes, eingespieltes Team; eine souveräne EM-Qualifikation; vermeintliches Losglück bis ins Finale; ein Sturmduo Klose/Gomez, um das die Deutschen tatsächlich ganz Europa beneidet; ein nervenstarker Oldie im Tor; ein in Traumform befindlicher Michael Ballack als Kapitän und torgefährlicher Spielgestalter; modernes, ausgeglichenes und international erfahrenes Spielermaterial in Mittelfeld und Verteidigung; massenweise Unterstützung der von der Weltmeisterschaft noch euphorischen Fans. Dies also neben der Rekordeuropameisterprophezeiung als einige weitere Gründe für ein bevorstehendes weiteres deutsches Sommermärchen…

Fotos: LAN/kick08.net