Von den Bloggern vom EURO 2008 Blog des SF:

„50 Tage vor der EURO scheinen immer noch die meisten Karten in den Tresors der Konzerne zu liegen, und immer drängender stellt sich die Frage: Wer soll diese nun eigentlich wirklich bekommen? Ein CEO eines Schweizer Unternehmens hat mir neulich gestanden, er sei unterdessen an 20 (!) Spiele der EM eingeladen, teilweise dreimal an die gleiche Partie (darunter den Final)!“

Zugegebenermaßen wird das in der Überschrift titulierte „Stadion voller CEOs“ zwar nicht eintreten, dennoch ist das Problem einer Zweiklassengesellschaft des Fußballpublikums bei der EURO präsenter denn je. Während sich dieses Problem bislang primär auf die Ausgestaltung der unterschiedlichen Stadionbereiche für VIPs und Fans beschränkte, rückt bei der EURO aufgrund der historisch niedrigen Stadienkapazitäten bei außerordentlich hohem Zuseherinteresse die Ticketfrage immer mehr in den Vordergrund. Wenn man dann als fußballbegeisterter Normalbürger eine Chance von 1:150 auf ein EM-Ticket hat während mäßig fußballinteressierte Politiker oder Wirtschaftsbosse die Qual der Wahl haben, offenbart sich das ungerechte Auseinanderdriften unserer Gesellschaft leider deutlicher denn je…