Eingeklemmt zwischen den beiden EM-Veranstaltungsländern Schweiz und Österreich ist Liechtenstein seit kurzem mittendrin, mittendrin08.li genauer gesagt, rhetorisch positioniert als Mittelkreis auf einem durch die west- und östlich liegenden Spielorte abgesteckten imaginären Riesenspielfeld.

Darum gibt es jetzt eine EM-Webpräsenz des Fürstentums samt dazugehörigem völkerverbindendem Logo und Positionierung als „ideales EM-Basislager für jeden Fan“ bzw. als mit dem „Prädikat eurofreundlich“ versehenes „kulinarisches Paradies“ und „Schlaraffenland“ mit „wahrlich fürstlicher Weinkultur“ für „fürstliche Momente“. Für ein Scharfes-ß war im 160 Quadratkilometer kleinen Kleinstaat hingegen kein Platz mehr, dafür bietet die Homepage aber einige andere interessante Fakten, unter anderem: „Währung: Schweizer Franken (CHF), Euros werden in der Regel akzeptiert“ – ein Schelm wer Böses dabei denkt, vor allem gewisse Liechtensteiner Banker zeigten hier in den letzten Jahren ja anscheinend eine sehr hohe Akzeptanz. Also schnell noch mittels eines EM-getarnten Grenzverkehrs rechtzeitig vor der Einführung der Vermögenszuwachssteuer ein wenig Geld im diskreten Kleinstaat parken! Aber Vorsicht: „Liechtenstein ist wie ein Buch. Wer anfängt darin zu lesen, hält bis zum letzten Wort den Atem an.“