Eine Woche vor der Auslosung der EM-Gruppen nächsten Sonntag, bei der Österreich eine „Todesgruppe“ mit Italien, Deutschland und Frankreich droht, meinte es die Glücksfee heute bei der Auslosung zur WM-Qualifikation 2010 vermeintlich gut mit dem Nationalteam: Aus Topf 6 erwischte man die Faröer Inseln. In Anbetracht dessen, dass Pepi Hickersberger nach der EM voraussichtlich nicht mehr Teamchef sein wird, eine durchaus machbare Aufgabe. Serbien und Litauen aus den Lostöpfen 3 und 4 sind vom Namen her zwar schlagbar, dürften aber bereits größere Stolpersteine darstellen. Ebenso Rumänien, insbesondere aber Topfavorit Frankreich, der die Gruppe 7 anführt und Österreich hoffentlich so brav mitspielen lässt wie im Freundschaftsspiel im März diesen Jahres. Nachdem es nach der EM jedoch ohnedies zu einem kleinen Schnitt im Nationalteam kommen wird, der eine Rückkehr von Paul Scharner sowie einen Aufstieg weiterer U20-WM-Helden ermöglicht, darf man der WM-Qualifikation nach dieser Auslosung durchaus positiv entgegensehen. Zumindest ein anderorts skizziertes, blamables Scheitern mit lediglich drei Punkten aus dem Faröer-Heimspiel sollte ausgeschlossen sein…

Das Highlight der Auslosung: In Gruppe 6 bekommt England einerseits die Chance zur Revanche gegen Kroatien, andererseits damit verbunden auch die Gefahr eines endgültigen Kroatien-Traumas, sollten die Balkankicker den Engländern eine weitere Teilnahme an einem Fußballgroßereignis vereiteln. Und in der Asien-Zone sorgt die Gruppe C mit Nord- und Südkorea zumindest für politische Brisanz.

Mit diesem Ausblick auf ein Großereignis, welches in diesem EM-Blog eigentlich gar nichts verloren hat, freuen wir uns bereits auf die weitaus interessantere EM-Auslosung in einer Woche, bei welcher dem ÖFB als Vorgeschmack auf die WM-Qualifikation ebenfalls Frankreich (Topf 4) und Rumänien (Topf 3) zugelost werden könnten. Eines steht hingegen bereits fest: Die Faröer-Inseln werden wir kommenden Sonntag leider nicht zugelost bekommen…