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In der 93. Minute köpft Jürgen Macho nach einem Corner, der letzten Aktion des Spiels, zum 1:0 gegen Deutschland ein. Österreich befindet sich über Nacht in einer Ausnahmesituation, noch Dienstagmittag ist der Gürtel von einer hupenden, rotweißroten Blechschlange verstopft. Der ORF produziert über die Feiern und den Triumph die längste Live-Sendung seiner Geschichte. Viele Geschäfte und Betriebe müssen geschlossen halten, weil die Mitarbeiter einfach nicht erscheinen. Deutschland ist am Boden und die Bild-Zeitung beginnt einen wochenlangen medialen Feldzug gegen die “Dusel-Dösis” und den Ex-Lauterer “Würgen” Macho. Die Krone hingegen bringt eine Sonderserie über die Haustiere der österreichischen Nationalspieler und spricht nur mehr vom “neuen Wunderteam”.

Josef Hickersberger erhält das “Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich”, die höchste Auszeichnung des Landes, und erhört Friedrich Sticklers flehentliches Bitten nach einer Vertragsverlängerung. Als sein Assistent Andreas Herzog daraufhin erstmals kritische Töne anklingen lässt, feuert ihn Hicke und stellt Martin Hiden, der nach der EM seine Teamkarriere beendet hatte, als neuen Co vor. Felix Mitterer kündigt unmittelbar nach der Endrunde den Drehbeginn eines fünften Teils der Piefke-Sage an und drei Monate nach dem Spiel gibt es in Österreich bereits sieben Jürgen-Macho-Volksschulen. Die Krankenhäuser erklären Anfang 2009, dass der 16. Juni jener Tag mit den meisten Herzinfarkten im Lande war, es traf jeweils zur Hälfte deutsche Fußballtouristen und einheimische Fans.

Die Vorberichterstattung zur McDonald’s EURO 2028 – die erste EM, für die sich Österreich sportlich qualifizieren konnte – dreht sich überwiegend um das”Wunder von Wien”. Im letzten Gruppenspiel des Turniers wird das Team auf Deutschland treffen, das seit 16. Juni 2008 nicht mehr besiegt werden konnte. Dass Österreich damals das Viertelfinale gegen Portugal 5:0 verloren hatte, war im jahrzehntelangen “Wien”-Wahn völlig untergegangen.