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Dass die Wirte und Standl-Betreiber über den Umsatz während der Heim-EM jammern würden, war vorauszusehen. Doch die Lage in den Fanzonen schaut tatsächlich recht düster aus - wie der ORF und der Standard berichten, drohen die Wiener Fanzonen-Wirte jetzt sogar mit Streik und haben bereits Anwälte eingeschaltet. In bestimmten “toten” Gebieten blieben die Umsätze 90 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Vor allem am Vormittag würde sich kaum ein Fan in die streng bewachten Zonen verirren, die Wirte müssen ihre Stände jedoch von 9 bis 24 Uhr offen halten. Gastro-Chef Christian Chytil hat nun angekündigt, dass in Wien zusätzliche LED-Wände aufgestellt und die Getränke zwischen 9 und 14 Uhr um einen Euro billiger ausgeschenkt werden sollen, ein Bier kostet dann 3,50 Euro. Die Standmieten sollen jedoch nicht reduziert werden - diese betragen je nach Lage zwischen 12.000 und 40.000 Euro. Ein Standler klagte bereits über 4000 Euro Verlust pro Tag, 13 seiner 18 Mitarbeiter/innen hat er bereits entlassen. Auch in Klagenfurt bleiben die Gäste aus, vor allem Einheimische würden lieber gemütlich vor dem Fernseher sitzen. Straßenfeste wie bei der EM in Portugal oder in Rom nach einem Sieg der italienischen Nationalmannschaft sind in Österreich wohl nicht zu erwarten - der heimische Fan scheint ein echter Couchpotatoe zu sein. Zudem dürften die Zustände in den Fanzonen viele abschrecken: hohe Preise, fehlende Sitzgelegenheiten, strenge Kontrollen und Gedränge vor den Leinwänden. Hier geht es um Konsum, und was konsumiert wird, das bestimmt die UEFA.

Für jene, die sich dennoch von der Couch erheben und (in Wien) mit anderen Fußball-Fans feiern möchten, liefert Kick08 eine Entscheidungshilfe:

Kaiserwiese im Prater
Das Areal auf der Kaiserwiese nennt sich “Radion-Wien-Fanarena”, rund 6000 Fans finden hier Platz. Am Sonntag (Österreich - Kroatien) war die Stimmung am Kochen - wobei kroatische Fans eindeutig die Mehrheit bildeten. Bier kostet hier 4 Euro (Fanzone: 4,50), das Essensangebot ist reichlich. Mangelhaft die Sanitäranlagen: Es gibt zu wenige Toiletten, zudem wird hier 50 Cent pro Toilettengang kassiert. Die Pissoirs im hinteren Bereich der Anlage sorgten spätestens in der Halbzeit für beißenden Uringestank - einige Fans nutzen ihre Flaggen als Atemmaske. Positiv: Es gibt genügend Sitzgelgenheiten, auch wenn man von den Bierbänken aus während eines Spiels kaum ausreichende Sicht auf die 40 m² große LED-Wand haben dürfte. Zusatzangebote: Musikprogramm und diverse Fan-Accessoires von Radio Wien, Gewinnspiele. Eintritt frei.

WUK EM-Quartier
Im WUK in der Währinger Straße haben sich FM4, 11 Freunde und der Ballesterer breit gemacht und bieten ein “Refugium für Fußballfans mit Qualitätsanspruch”. Dementsprechend ist die Stimmung eher mäßig, dennoch kann hier gemütlich in Gesellschaft mitgefiebert werden. Vorteil: Sowohl im Hof unter freiem Himmel, als auch im WUK selbst sind Leinwände und Plasma-Bildschirme aufgestellt. Einen Sitzplatz ergattert nur, wer rechtzeitig vor dem Spiel einen Sessel an sich reißt. Die Getränkepreise im WUK sind traditionell hoch - zumindest aber billiger als in der Fanzone. Zusatzangebote: Liveacts, Diskussionsrunden, DJ-Line. Eintritt frei.

Fancamp Wien
Auch im Wiener Fancamp werden alle EM-Spiele übertragen. Bisher ist die Auslastung mäßig, dafür sollen die Kellner/innen besonders aufmerksam sein. Positiv: die Preise. Ein Bier kostet hier nur 2,90 Euro, ein Cola 2 Euro. Die Leinwand befindet sich in einer Halle, Sitzgelegenheiten sind ausreichend vorhanden. Eintritt frei.

Diverse Lokale
EM-Spiele kann man sich auch in verschiedenen Bars, Pubs und Gasthäusern in Wien anschauen. Reservierungen sind auch kurzfristig möglich, eine Übersicht aller “Fußball-Wirte” findet man auf der Website der Aktion “Fußball beim Wirt“. In einigen Lokalen gibt es auch spezielle EM-Angebote, ein Blick auf die Website lohnt sich also. Das “The Sign” in der Liechtensteinstraße bietet etwa Bier zum halben Preis während der gesamten Spielzeit.

Fanzone
Über die Fanzone bleibt nicht mehr viel zu sagen. Klar ist: hier findet man die meisten Gleichgesinnten.