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Der Ankick zur EURO 08 in Österreich und der Schweiz begann pünktlich um 18 Uhr im Basler Stadion. Dem zuvor gegangen war eine, zum Glück recht kurze, Eröffnungsshow, welche zweitweise ganz nett anzusehen war, jedoch auch etwas an das Kult-Videospiel “Tetris” erinnerte. Im Vergleich zu Vasco da Gama’s Schiff, welches die Portugiesen vor vier Jahren durchs Stadion segeln ließen, bescheidener. Doch nun zum ersten Spiel.

Schweiz versus Tschechische Republik, 7. Juni 2008, 18.00 Uhr, St. Jakob Park, Basel:

Zu Beginn sorgten die Co-Gastgeber der Euro 08 für Druck. Der erste Schuss in Richtung Tor bei dieser Europameisterschaft fiel in der zweiten Minute, als der Schweizer Kapitän Frei abzog, das Ziel jedoch verfehlte. Die Tschechen hatten zu Beginn leichte Probleme ins Spiel zu kommen, welche von der Schweiz jedoch nicht genutzt werden konnten. Ab der 10. Minute kam mehr Ruhe in die tschechische Mannschaft, welche ab diesem Zeitpunkt taktisch sehr diszipliniert spielte. Die Stimmung auf den Zuschauerrängen kann man am ehesten als “freudig verhalten” bezeichnen - eine wirkliche Euphorie kam aber kaum auf. Das Spiel pendelte sich daraufhin ein und bis auf einige, nicht zwingenden Torchancen, vor allem für die Schweiz, gab es keine Höhepunkte. Beide Teams spielten defiensiv stark, beiden fehlte jedoch die Kreativität und Risikobereitschaft für eine starke Offensive.

In der 35. Minute prüfte der Kapitän der Nati, Alexander Frei, den tschechischen Weltklasse-Torwart Petr Čech. Entgegen seiner sonstigen Zuverlässigkeit zeigte Čech jedoch Unsicherheiten bei der Abwehr - es sollten nicht die letzten dieses Abends von ihm sein. Einziger Höhepunkt bis zur Pause, wenngleich negativ, war daraufhin das verletzungsbedingte Ausscheiden von Alexander Frei. Die Schweizer werden die Europameisterschaft ohne ihren Kapitän bestreiten müssen, dem eine Pause von ca. 6 Wochen droht. Während der Halbzeitpause wurde mein Notizzettel Opfer eines heimtückischen Anschlages eines ominösen Unbekannten - er wurde mit “FREE MANDELA!” angekritzelt. Ein nette Forderung, doch wohl auch schon etwas in die Jahre gekommen.

Die zweite Spielhälfte begannen die Schweizer wieder mit mehr Druck. Die Tschechen verließen sich auf ihr taktisches Spiel, welches jedoch nicht verhinderte, dass etwa Magnin in der 49. Minute zu einer guten Schussmöglichkeit kam. Auch hier wirkte Čech bei seiner Abwehr etwas unsicher. Die Vermutung liegt nahe, dass der offizielle Spielball “EUROPASS” für die Torhüter nicht allzu leicht zu handlen sein wird. Nach einem starken Freistoß von Yakin in der 50. Minute wurde die Stimmung auf den Zuschauerrängen deutlich besser. Die erste Gelbe Karte des Turnieres kassierte Ludovic Magnin. Bis zur 66. Minute wird das Spiel wieder ausgeglichener. Yakin vergibt in dieser Spielminute eine nahezu 100 %ige Torchance.

Dass man die Tore, die man nicht schießt, später bekommt, scheint sich in der 71. Minute zu bewahrheiten. Die Binsenweisheit lebe hoch! Vaclav Svěrkoš, der für Jan Koller eingewechselt wurde, zieht im 16er ab und schießt das erste Tor dieser EM. Ermöglicht wurde das Tor durch eine schlafende Schweizer Abwehr. RB Salzburg-Legionär Johann Vonlanthen, der ebenfalls eingewechselt wurde, kommt noch zu einer guten Möglichkeit. Doch küsst der Ball nur die Latte. Die Tschechen haben Glück, dass der Schiedsrichter ein Hands nicht sieht. Der einzige grobe Schnitzer des Schiedsrichters, der ansonsten eine tadellose Leistung zeigte. Trotz großer Anstrengungen gleichen die Schweizer nicht mehr aus. Am Ende steht ein 1:0 Sieg der Tschechischen Republik. Vom Spielverlauf her gesehen wäre ein Unentschieden durchaus gerecht gewesen. Die Enttäuschung sieht man den Spielern der Nati nach dem Spiel deutlich an.

Portugal versus Türkei, 7. Juni 2008, 20.45 Uhr, Stade de Genève, Genf:

Nach einer Pause mit Pizza und einer Eistee-Biermischung (klingt schrecklicher als es schmeckt) erreichte das EM-Kribbeln einen neuen Höhepunkt. Schließlich stand mit Portugal einFinalist des letzten EM-Turniers am Rasen und deren Gegner, die Türkei, kann für jede Mannschaft sehr unangenehm sein. Doch wie zu erwarten begann Portugal sehr druckvoll. Angriff über Angriff rollte in Richtung des türkischen Tores, doch Fatih Terim, Trainer des türkischen Nationalteams, schien seine Mannschaft darauf eingestellt zu haben. Die Abwehr hielt. Portugal war zwar spielerisch die klar bessere Mannschaft, konnte daraus aber keinen Nutzen ziehen. Doch fiel in der 16. Minute das erste Tor - für Portugal - jedoch Abseits. Für mich eine Fehlentscheidung. Doch ab nun spielen beide Teams sehr beherzt und es herrscht ein hohes Tempo am Platz vor. Das Zuschauen macht jetzt wirklich Spass.

Auf den nächsten absoluten Höhepunkt muss man jedoch bis auf die 37. Minute warten. Cristiano Ronaldo trifft nur die Stange. In der Zeitlupe stellt sich heraus, dass der türkische Torwart Volkan noch am Ball dran war und ihn aufs Metall lenkte. Ronaldo kann den hohen Erwartungen an ihn jedoch durchaus genügen. In dieser Phase des Spieles wirkt der Schiedsrichter, und dies zog sich durchs gesamte Spiel, nicht sehr konsequent. Die türkische Nationalmannschaft profitiert davon. Was die Portugiesen jedoch nicht daran hindern kann Attacken am rollenden Band zu starten. Den Pausenpfiff bekomme ich nicht mit. Das Full-HD-Signal hat einen Aussetzer und ich starre auf ein Standbild.

Das Spiel beginnt nach der Halbzeitpause genauso wie es zuvor aufgehört hatte. In der 50. Minute trifft Nuno Gomes nur die Stange. Das zweite Mal Metall für die Portugiesen. Nun hätten sie sich, vom Spielverlauf gesehen, die Führung redlich verdient, auch wenn die Türken versuchen, stark dagegenzuhalten. Doch in der 62. Minute fällt das Tor für die Portugiesen. Pepe netzt nach druckvollem Spiel seiner Kollegen ein. Der Führungstreffer lässt die Portugiesen befreiter spielen. So trifft der Kapitän des Teams von der iberischen Halbinsel, Nuno Gomes, in der 65. Minute einmal mehr … erraten - Metall (Latte) nach einem wuchtigen Kopfball. Portugal rennt dem zweiten Tor hinterher. Die Türkei gibt nicht auf, doch ist nun klar, dass die Portugiesen eine Klasse besser sind - selbst eine Spielweise, die man am besten mit “dirty-playing” beschreiben könnte, hilft den Türken nicht entscheidend weiter. In der 93. Minute ist es Raul Meireles, der das Torverhältnis verbessert. 2:0 was auch der Endstand ist.

Ein verdienter Sieg der Portugiesen, die, man bedenke eine aberkanntes Tor und drei Schüsse aufs Metall, die bessere Mannschaft waren. Das türkische Nationalteam hielt in der ersten Halbzeit gut dagegen, war aber zu keinem Zeitpunkt die spielbestimmende Mannschaft. Durch ein paar unschöne Fouls, die der Schiedsrichter sehr gütig ahndete, haben sie sich nicht für den Fair-Play-Pokal empfohlen. Die Stimmung im Stadion schien sehr gut zu sein. Die türkischen und portugiesischen Fans feuerten ihre Teams lautstark an - was man bei dieser Europameisterschaft hoffentlich noch öfter sehen (bzw. hören) wird.

Fotos: Mig/kick08.net