Italien

Der Weltmeister hat mit 29,5 Jahren den höchsten Altersschnitt aller Teilnehmer. Das mag auf der einen Seite dem Trend der jugendlichen Fitness entgegenstehen. Auf der anderen Seite zeigen Spiel und Ergebnisse der Italiener, dass eine erfahrene Auswahl durchaus ihre Berechtigung hat.

In der Verteidigung stehen Nationaltrainer Donadoni trotz des bitteren Ausfalls von Cannavaro Fachkräfte wie Materazzi, Zambrotta, Grosso und Panucci zur Verfügung. Im Mittelfeld lässt die Prominenz der Darsteller nicht nach: Pirlo, Perrota, De Rossi, Camoranesi und Gattuso rittern sich um die Plätze, die Donadoni je nach taktischer Ausrichtung im 4-3-3- bzw. 4-4-2-System befüllt. Prunkstück der Squadra ist aber der Angriff, der sich im Normalfall um Luca Toni dreht. Der Spätstarter, der sich in seiner jetzigen Form für die Torschützenkrone empfehlen könnte, wird je nachdem von Di Natale, Del Piero, Quagliarella oder dem vorgerückten Camoranesi flankiert. Auf klingende Namen wie Iaquinta, Inzaghi und Totti, die wohl Fixstarter in der Offensivabteilung der meisten anderen Teilnehmer wären, verzichtet Donadoni gar.

Nachdem Italien 2004 durch ein von beiden Nordländern benötigtes, aber sehr unwahrscheinliches 2:2 zwischen Schweden und Dänemark in der Vorrunde ausschied, klappte die Qualifikation für 2008 einwandfrei (eine Niederlage gegen Frankreich). Sicher sieht dieses italienische Team seinem Ablaufdatum schon entgegen. Heuer könnte es noch einmal reichen.

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