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Dass der Fußballsport ein globales Milliardengeschäft ist, stellte erst letzte Woche die Sports Business Group von Deloitte in ihrer Studie “Annual Review of Football Finance 2008” fest: Demnach stiegen die Erträge des gesamten europäischen Fußballmarkts erstmals auf 13,6 Milliarden Euro an. Aufgrund dieser Rekordeinnahmen der Vereine erwartet Deloitte dass “die Talenteschau bei der UEFA Euro 2008 Auslöser für lebhafte Transferaktivitäten sein wird“. Nicht zuletzt aufgrund solcher, die Bedeutung des Fußballs als globaler Wirtschaftsfaktor herausstreichender Meldungen sahen sich Österreichs Politik- und Wirtschaftsvertreter vor eineinhalb Wochen wieder einmal bemüht, im Gleichschritt die wirtschaftlichen Chancen der Europameisterschaft herauszustreichen.

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl bediente sich der Fußballmetapher “Österreich führt bei der Fußball-Europameisterschaft durch ein Tor der Wirtschaft schon jetzt 1:0” und vermeldete im Rahmen der Präsentation der Studie “Volkswirtschaftliche Effekte der EURO 08″ eine Wertschöpftung des Großereignisses von 641 Millionen Euro. Dabei hob Leitl insbesondere das Dreisäulenmodell der positiven Auswirkungen (Infrastrukturinvestitionen, Besucherausgaben, Veranstaltungsbudget/Dienstleistungen) und positive Effekte für Tourismus und Handel sowie nachhaltige Vorteile durch Image- und Werbeeffekte, professionelle Netzwerke und Lerneffekte hervor. Und wenn es schon auf sportlichem Weg nicht zum Titel reicht, hat Leitl immerhin noch ein Ersatzziel auf Lager: “Österreich hat in den rund drei Wochen der Fußball-EM die Gelegenheit, Europameister in Sachen Herzlichkeit und Gastfreundschaft zu werden und sich als lebens- und liebenswertes Land zu präsentieren.

Dies goutiert natürlich auch Bundeskanzler Gusenbauer, der sogleich freudig anmerkte, dass sich “Österreich in Zukunft nicht nur als Kultur-, Winter- und Sommertourismusland sowie “leistungsstarker Wirtschaftsstandort” präsentieren könne, sondern auch als “erweiterte Partyzone” - vor allem für eine jüngere Zielgruppe“. “Wirtschaftlich haben wir schon gewonnen, jetzt wollen wir auch sportlich reüssieren“, so ein optimistischer Bundeskanzler. Und zu guter Letzt stimmte auch Wirtschaftsblatt-Chefredakteur Unterhuber in den wirtschaftlichen Lobeskanon mit ein: “Auch wenn sich die Fanbasis gerne nach den alten Zeiten sehnt, als richtige Schlammschlachten noch vor einer Ostblock-Kulisse ausgetragen wurden, die Millionen der Investoren und Sponsoren haben den Fußball attraktiver gemacht. Fußball ist heute keine Sache mehr, die nur irgendwelche Ultras etwas angeht, sondern ein Volksevent. Und wenn dabei auch noch die gesamte Wirtschaft davon profitieren kann, umso besser. (…) Das alles ist Fußball. Ein Sport, von dem nicht nur die Investoren profitieren, sondern wir alle.

In diesem Sinne: Frönt euch der totalen Kommerzialisierung!