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kick08.net-Kommentar

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) hat heute ein Sicherheitspaket präsentiert, das Frauen helfen soll, die EM 2008 unversehrt zu überstehen. Enthalten sind Tipps für das richtige Verhalten beim Fußballfest, ein Alarmpfeiferl und die wichtigsten Notrufnummern. Der Gedanke dahinter: Laut einer Studie stieg Gewalt gegen Frauen bei der Fußball-WM in Deutschland um rund 30 Prozent, bei 40 Prozent der Fälle war Alkohol im Spiel. Ein Großteil der Gewalt spiele sich im häuslichen Bereich ab, aber auch die Fanzonen in der Stadt seien “Angsträume” für Frauen. Deshalb wurden Büsche in “dunklen Ecken” zurechtgeschnitten und zusätzliche Beleuchtung installiert. Auch der 24-Stunden-Notruf für Frauen wird während der EM doppelt besetzt sein.

Treibt der Fußball also Männer zur Gewalt, lässt die Niederlage des favorisierten Teams, zusammen mit fünf Halben Bier, die Fäuste fliegen? Klar ist: Gewalt entsteht meist aus einem ausgenutzten Machtverhältnis heraus, somit ist Gewalt gegen Frauen bereits in die Struktur der Gesellschaft eingeschrieben und braucht nicht erst den Fußballplatz als Aktionsfeld. Doch die drohenden Gefahren, die gerade bei Großereignissen hervorgehoben werden, fungieren als Platzanweiser im gesellschaftlichen Raum. In den Hinweisen zum “Schutz” der Frauen sind sogleich Ausschlüsse eingeschrieben: Wer sich als Frau in die Fanzonen, in das Geschehen der Heim-EM wagt, betritt einen “Angstraum” - so wird das herausschreiben von Frauen aus dem öffentlichen Raum reproduziert. Hier schwingt zudem eine unterschwellige Eigenverantwortlichkeit mit, nicht selten werden Frauen, die sich “nachts, im Dunklen” in (alkoholisierten) Männerräumen wie Fußballstadien oder Meisterfeiern “herumtreiben” - und das vielleicht auch noch leicht bekleidet - für sexuelle Übergriffe mitschuldig gedacht. Auf diestandard.at schreibt ein User: “Wichtigster Tipp: Von allen Veranstaltungen, die vor allem von besoffenen Männern heimgesucht werden, fern halten.” Frauen, in den “privaten” Raum! Dorthin, wo sich die meiste Gewalt gegen Frauen abspielt.