Portugal

Am 6. September 2006 begann für Portugal die EM-Qualifikation. Ein mühsames 1:1 gegen Finnland zeigte, wie weit die Portugiesen von der europäischen Spitze entfernt sind.

Lediglich die Hälfte der 14 Qualifikationsspiele endeten für Portugal siegreich, auch Armenien verließen Cristiano Ronaldo und Co. mit nur einem Punkt im Gepäck. Ronaldo ist sicher die herausragende Figur der Selecção, der seine ziellosen Showeinlagen mittlerweile abgelegt hat und schnörkelloser, deshalb auch erfolgreicher auf das gegnerische Tor zugeht. Viele sehen ihn als legitimen Nachfolger Luis Figos, als Leitfigur des Teams. Gerechtfertigt ist dieser Vergleich aber nicht nur wegen der Spielstärke. Ähnlich wie die umjubelte Goldene Generation sind auch die Mannen um Ronaldo stets Mitfavorit bei großen Turnieren, nie aber Titelträger. Den größten Erfolg feierten die Portugiesen 2004 bei der Heim-EM, im Finale mussten sie sich dem von den Griechen angerührten Beton beugen. Bei der WM 2006 stieß man noch ins Semifinale vor. Einige der damaligen Akteure sind heute aber gar nicht mehr dabei: Auf Kicker wie Maniche, Jorge Andrade oder Costinha verzichtete Teamchef Luiz Felipe Scolari, der nicht gerade bekannt dafür ist, Ruhe in die Mannschaft zu bringen und auf Kritik der Presse bereits einmal mit den Worten „Ihr könnt mich mal“ reagierte.

Am 21. November 2007 endete für Portugal die EM-Qualifikation. Ein mühsames 0:0 im direkten Duell gegen Finnland rettete zwar die Endrundenteilnahme, zeigte aber, wie weit die Portugiesen von der europäischen Spitze entfernt sind.

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