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Spanien

Vor 1978 war Spanien ein fußballerischer Nachzügler mit nur wenigen glanzvollen Momenten. Wie ein Leuchtturm inmitten verpasster Qualifikationen und Vorrundenabgänge strahlt die Europameisterschaft 1964, als die Spanier ihren bislang einzigen Titel holten. Deutschland war damals zum Beispiel nicht unter den Gegnern, zumal Bundestrainer Sepp Herberger das Turnier für „reine Zeitverschwendung“ hielt. Nach der mittlerweile 44-jährigen Durststrecke soll also wieder einmal alles besser werden und das fast schon traditionelle Scheitern der spanischen Nationalmannschaft, das mit jedem großen Turnier tragischere Züge annimmt, ein Ende finden. Und die Voraussetzungen scheinen gut: Spanien stellt einige Spieler am Zenit ihrer Laufbahn und musste seit November 2006 kein Länderspiel mehr verloren geben. Doch der stärkste Gegner der Iberer ist auch selten die andere Mannschaft. Das ist sich Spanien stets selbst.

Vielleicht spielt die nationale Aufsplitterung im Team nur als unterbewusster Fluch mit, der sich ab der K.O.-Runde vermehrt einmischt. Wie selbstverständlich bleibt die spanische Elf als Mitfavorit seit Jahrzehnten spätestens im Viertelfinale hängen, obwohl vor jedem Turnierbeginn das ganze Volk erneut lautstark nach dem Titel ruft. Es ist nicht einfach abzustreiten, dass das auch daran liegt, dass etwa Puyol und Xavi schon für die katalanische, Xabi Alonso für die baskische und Sergio Ramos für die andalusische Auswahl tätig waren. Die nationale Zerrissenheit, die offene Zugehörigkeitsfrage übt natürlich auch Einfluss auf die mentale Verfassung der Spieler aus. Viel mehr als wenn ein österreichischer Spieler schon einmal für eine Bundesländerauswahl aufgelaufen wäre. Und das wird auch heuer wieder ein spanisches Ausscheiden vor dem Semifinale bedeuten.

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