Ein „Nachhaltigkeits-Cordoba“ können wir leider nicht anbieten, da die uns bekannten heimischen Vorbilder alias Martin Hiden als klimaneutraler Fußballer und Gilbert Prilasnig als auf anthroposophische Ernährung und Medizin achtender Fußballer sowie Trainer des österreichischen Homeless World Cup Nationalteams leider genau neun Spieler zu wenig für eine nachhaltige rot-weiß-rote Fußballnationalmannschaft darstellen. Ganz im Gegensatz zum heute vom LOHAS-Portal IVYworld.de zusammengestellten deutschen Dream-Team, welches als „Nationalteam der Herzen“ dank des sozialen und ökologischen Engagements zahlreicher deutscher Nationalspieler sowie deren unbestrittenen fußballerischen Fähigkeiten wahrscheinlich auch ein gewichtiges Wort um den Europameistertitel mitreden würde.

Torhüter Enke engagiert sich beispielsweise für Tierschutz sowie gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung am Fußballplatz. In der Viererkette hilft Arne Friedrich bei der Erforschung der Schmetterlingskrankheit, zeigt Christoph Metzelder Engagement in den Bereichen Fair Trade, Behinderte, junge Schuldner oder Kindesmissbrauch/Kinderprostitution und hat Per Mertesacker eine Stiftung für die Integration sozial Schwacher sowie Philipp Lahm eine Stiftung für Kinder und Jugendliche gegründet. Auch das Mittelfeld ist prominent besetzt: Angeführt von Kapitän Michael Ballack, der sich gegen Aids und Rassismus engagiert, unterstützt Tim Borowski ein thailändisches Schulprojekt, Sebastian Kehl ein Netzwerk gegen Kindesmissbrauch und Simon Rolfes einen Verein zur Hilfe von Familien mit Krebsfällen. Zu guter Letzt folgt ein Schalker Sturmduo mit Migrationshintergrund, in welchem Gerald Asamoah und Kevin Kuranyi für mehrere Hilfsaktionen insbesondere zur Förderung von Kindern in Entwicklungsländern tätig sind.

Zwar habe ich folgendes Abschlussstatement schon einmal verwendet, möchte aber angesichts dieses vorbildhaften Verhaltens der deutschen Nationalspieler einmal mehr die Wichtigkeit solchen öffentlichkeitswirksamen Engagements betonen, denn wer wenn nicht der Fußball als weltweit populärste Sportart kann ein aktives, breites Bewusstsein für die wesentlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wie Klimawandel, Integration, Gleichberechtigung oder soziale Gerechtigkeit schaffen zumal er all diese Themen in sich selbst als Alltagskultur transportiert? In diesem Sinne: Mögen die positiven Taten von Sportlern und Mitmenschen so ineinandergreifen wie die wachsenden Äste und somit die soziale Gerechtigkeit so aufblühen lassen wie die goldenen Blüten auf dem angehängten Foto…