Es ist vollbracht: Rapid sicherte sich am Sonntagnachmittag souverän den 32. Meistertitel der Klubgeschichte. Vor ausverkauftem Haus ließen die Hütteldorfer zu keiner der 90 Minuten Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen und besiegten Altach durch Tore von Boskovic, Maierhofer und Hoffer mit 3:0.

Soweit zum Spiel – wer im Stadion oder vor dem Fernseher mit dabei war, wird die ausgezeichnete Stimmung in Hütteldorf mitbekommen haben – und auch die mitunter skurrilen Szenen abseits des Spielfelds. So erklärte sich Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zum Rapid-Fan, „seit er denken kann“ – und erntete dennoch Pfiffe, als er den Grün-Weißen den Meisterteller überreichte. Höchst interessant das Interview mit Teamchef Pepi Hickersberger: Er bestätigte gegenüber dem ORF, dass er Maierhofer, Hoffer und Korkmaz im erweiterten Teamkader berücksichtigen werde. Letzterer, Korkmaz, hat auch bei Rapid Meisterstücks eine großartige Leistung gezeigt. Mit zwei Assists und weiteren guten Aktionen am linken Flügel gab er erneut eine Empfehlung für das Team ab – und scheint diesmal erhört geworden zu sein. Stefan Maierhofer, man kann von ihm ob seines etwas penetranten Auftretens halten was man will, ist ebenso dabei – am Spielfeld zeigte er bei seinem Treffer zum 2:0 Klasse und hat sich einen Auftritt im Nationalteam wohl auch aufgrund seiner sieben Tore in nur elf Partien für Rapid wirklich verdient. Und Erwin „Jimmy“ Hoffer, der unlängst bis 2011 bei Rapid verlängerte, hat sich im Frühjahr zu einem der gefährlichsten Stürmer in der Bundesliga entwickelt.

Steffen Hofmann, der zum besten Spieler der Liga gewählt wurde, bezeichnete Rapid am Ende als „Meister der Herzen“. Das mag etwas selbstgerecht klingen – aber bei Red Bull Salzburg (die Trappatoni-Elf sicherte sich mit einem 2:0 über die Austria den zweiten Tabellenplatz) wäre solches Selbstlob wohl noch sehr viel mehr fehl am Platz gewesen.