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kick08-Analyse

Die Partie Altach gegen Rapid vom 24. Februar (2:1) wird nun doch NICHT neu ausgetragen. Das hat das Proteskomitee der Bundesliga am Dienstagnachmittag bekannt gegeben. Wie ist diese Entscheidung zu interpretieren? Einerseits hat die Bundesliga den Kritikern mit diesem “Rückzieher” den Wind aus den Segeln genommen: Bekanntlich war die Empörung groß und vielfach von einer grün-weißen Operetten-Liga die Rede, in der es sich Großklubs wie Rapid einfach “richten” können - notfalls durch Anfechtung eines Spielergebnisses aufgund von “Formalfehlern” (eine solchen hat Schiedsrichter Brugger damals aber dennoch begangen, daran ändert die heutige Entscheidung der Liga auch nichts). Anderseits sollte den Schiedsrichtern wohl der Rücken gestärkt werden: Sie standen zuletzt auch nach den Partien LASK-Austria und Rapid-Sturm massiv unter Druck.

In einem Rechtsstaat könnte man sich jetzt über “Rechtsunsicherheit” beklagen - denn wenn ein Urteil, das auf Basis der FIFA-Regeln gefällt wurde, wiederum aufgrund von FIFA-Regeln aufgehoben wird, beisst sich die viel zitierte Katze in den Schweif. Die Bundesliga meint nämlich jetzt, dass der “Schiedrichter mit all seinen Stärken und Fehlern Teil des Spiels” ist. “Seine Entscheidungen zum Spielergebnis, selbst wenn sie gegen die Regeln getroffen worden wären, sind endgültig und unanfechtbar. Aus diesem Grund ist in den Verbandsregeln und der Bundesliga eine Neuaustragung nur dann vorgesehen, wenn ein Spiel ohne Verschulden der beiden Vereine abgebrochen wurde - zum Beispiel bei einem Flutlichtausfall”, heißt es in der Erklärung des Proteskomitees.

Der SK Rapid, der - und das ist zu begrüßen - die Entscheidung zur Kenntnis nimmt und keine weiteren Schritte einleiten will, kritisiert in einer Aussendung außerdem nicht ganz zu unrecht: “Die Art und Weise, wie sie (die Entscheidung, Anm. d. Verf.) zustande gekommen ist, beschädigt das Ansehen der verbandsinternen Rechtsprechung nachhaltig. Es entspricht nicht den österreichischen Rechtsstandards, wenn der Vorsitzende des Protestkomitees nicht erkennt, dass sein Amt als Vorsitzender des Protestkomitees in einer Rechtssache, in der der SK Rapid betroffen ist, unvereinbar mit seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt gegen den SK Rapid ist.”

Bleibt am Ende viel Lärm um nichts. Dass die Kritik an Schiedsrichterleistungen und die zugegebenermaßen von Rapid angezettelte Anfechtung von Spielentscheidungen und -ergebnissen dem österreichischen Fußball und der Liga gerade im Vorfeld der Europameisterschaft massiv geschadet hat, kann aber nicht von der Hand gewiesen werden. Die Entscheidung der Bundesliga wirkt da höchstens noch als Schadensbegrenzung.

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