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Vor einigen Wochen wurde an dieser Stelle auf das Kabarettprogramm „Im Spielrausch” des Salzburger Affront-Theaters hingewiesen. Das stadtTheater Walfischgasse ließ uns zusehen und stellt unseren Lesern zudem 2 x 2 Karten für die Aufführung am 4. März 2008 zur Verfügung.

Der Theatersaal im 1. Wiener Gemeindebezirk war nicht bis auf den letzten Platz gefüllt, im Publikum anwesend war auch der reichste Österreicher, der das Durchschnittsalter allerdings nur unmerklich anhob. Zwar zählen Fritz Egger, Peter Scholz und Johannes Pillinger nicht zur NiavaraniVitasekMaurerDorfer-Kabarettmeute, die in verschiedenen Formaten mehrmals pro Woche durch den ORF verwurstet wird. Das heißt aber nicht, dass Kleinkunst abseits großer Fernsehaufzeichnungen unwitzig sein muss.

Das Grundmotiv des Abends ist das Zusammentreffen von Hubert Anzinger und Franz Kaiser. Den einen, Vorstandsdirektor und Fußballfan, treibt der gesellschaftliche Zwang in die ungeliebte Oper, weshalb er ein Ländermatch verpasst, den anderen, Buchhalter und Opernliebhaber, treibt seine Frau ins Stadion. Danach treffen sich die beiden am urösterreichischen Würstelstand, fachsimpeln über Politik, Kultur und die Welt und schlüpfen nach Art des klassischen Nummernkabaretts in immer wieder neue Rollen. Da wird erklärt, warum wir uns bis zur EURO eine anständige Rauschkultur zulegen sollen („Schulbier statt Schulmilch”), werden Generationen- und Geschlechterkonflikte aufgezeigt und Vorschläge zum idealen Umgang zwischen Exekutivbeamte und erlebnisorientierten Fans gemacht. Politisch korrekt ist das natürlich nicht immer, Seitenhiebe auf die Kirche sollte man etwa schon amüsant finden können.

Einiges, wovon sich das Trio hat inspirieren lassen, sah man schon vor Jahrzehnten, anderes erst vor wenigen Jahren. Die Dialektspielereien von Fritz Egger gehören dabei zu den gelungensten Momenten des Programms. Einige platte Kalauer stechen zwar manchmal die intelligente Wortakrobatik ab und die vielen Lieder wirken bisweilen ein wenig deplatziert, eine Empfehlung sei hier dennoch keineswegs unterschlagen.