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Das Führungsduo aus ÖFB Präsident Friedrich Stickler und Teamchef Josef Hickersberger war in der Vergangenheit alles andere als unumstritten. Durch ausbleibende Erfolge in vielen Freundschaftsspielen regte sich in Fankreisen immer lautere Kritik. Eine Kritik, die auch zu Initiativen im Internet führte. Ein Beispiel hierfür war die Website “euro2008-dierettung.tk”, welche sehr direkt und harsch die Absetzung des Duos Hickersberger/Stickler forderte. kick08.net war mit Christoph Hünseler, dem Gründer und Betreiber der Website, im Gespräch.

kick08.net: Chris, viele Fußballfans, welche auch im Umgang mit dem Internet versiert sind, kennen deine Initiative. Uns interessiert jetzt aber erst einmal, wer dahinter steckt. Kannst du uns ein paar Informationen über dich geben?

Chris: Gerne. Mein Name ist Christoph und ich bin knapp vor meinem 24. Geburtstag. Ich stehe auf der Zielgeraden meines KoWi-Studiums und bin in der Freizeit begeisterter Kicker und Fußballfan. Nebenbei fotografiere ich auch noch - auch hier vor allem im Bereich des Fußballs.

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kick08.net: Du bist selbst aktiver Kicker?

Chris: Ja, ich spiele seit 14 Jahren beim FC Puch, ein Verein, der in den 90ern in der zweithöchsten österreichischen Liga beheimatet war, nunmehr aber in der ersten Landesliga zu finden ist. Außerdem übe ich seit dieser Saison das Amt des Jugendleiters beim Verein aus.

kick08.net: Das Ziel deiner Webinitiative war es, den “Sturz” des Duos Hickersberger/Stickler zu fördern. Beide sitzen jetzt, trotz eines teilweise turbulenten Herbstes, fest im Sattel. Hat die Initiative also ihr Ziel nicht erreicht, war sie ein Misserfolg?

Chris: Dass das Hauptziel nicht erreicht wurde, ist natürlich richtig - daran gibt es nichts zu rütteln. Aber von einem totalen Misserfolg möchte ich dennoch nicht sprechen. Wir hatten, bis dato, über 12.500 Besucher und 372 User unterschrieben unsere Petition gegen Hicke und Sticke. Es war einfach schön zu sehen, dass wir mit unserer Kritik nicht ganz alleine dastanden. Was uns vor allem freute, waren die positiven Rückmeldungen von Fußball-Fanclubs, die wir erhielten. Nach Niederlagen des Nationalteams gab es naturgemäß ein stärkeres Echo auf unsere Initiative. Ich spreche übrigens immer von “wir” und “unsere”, weil ich in der Initiative nicht alleine war. Vor allem mein Nachbar, Mike Waldmann, war von Anfang an dabei und stand mir zur Seite. Wie der Fußball ist auch das Starten von Initiativen ein Mannschaftssport. (lacht)

kick08.net: Wir haben bald Weihnachten. Was wünscht du dir vom ÖFB-Christkind, die Personen Hickersberger/Stickler einmal ausgeklammert?

Chris: Ich wünsche mir Modernisierungen in den Strukturen auf Verbandsebene und in der Jugendarbeit. Etwas mehr Weitsicht und Professionalität. Polen war nach der inferioren WM-Leistung ein positives Beispiel, welches man nachahmen könnte. Sie “misteten” aus und zu modernen Strukturen gesellten sich auch die sportlichen Erfolge. Willkommen im 21. Fußballjahrhundert.
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kick08.net: Du sprichst die Jugendarbeit an. Da du ja selbst bei deinem Verein Jugendleiter bist: Was ist, laut deiner Meinung, bei der Arbeit mit den jungen Kickern wichtig?

Chris: Für mich ist es wichtig, dass meine Kids vor allem Freude am Fußball haben. Sie sollen gerne ins Training kommen. Dann können ich und meine Kollegen auch mit ihnen arbeiten, ihnen etwas beibringen. Man darf natürlich die taktische Ausbildung nicht vernachlässigen, aber das wichtigste Kriterium für meine U13, die ich persönlich trainiere, ist es, dass sie wirklich denselben Spaß am Sport haben, den auch ich damals hatte und noch immer habe.

kick08.net: Dein Tipp zum Abschneiden der Österreicher bei der EM?

Chris: Ich halte den dritten Gruppenrang für möglich. Sollten wir es schaffen, im ersten Spiel zu punkten, kann vielleicht, mit viel Glück, auch der Aufstieg ins Viertelfinale möglich sein. Ich gebe den Traum nicht auf. Generell wünsche ich mir aber einfach eine euphorische und, mit unserem Team versöhnliche, EURO. Die EURO ist einmalig, wir sollten sie einfach genießen und uns darauf freuen.

kick08.net: Zum Ende des Interviews also doch versöhnliche Töne vor dem Hintergrund der Heim-EM. Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Gespräch genommen hast!

Foto & Grafik copyrights: Christoph Hünseler