Beinahe wöchentlich werden derzeit österreichische Studien veröffentlicht, die uns sagen, ob wir uns auf die EM 2008 freuen, warum, wie viele neue Jobs sie bringt und wovor wir eigentlich Angst haben. Auch das Institut für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Wien hat sich an der allgemeinen Umfragen-Euphorie beteiligt und eine Studie unter dem Titel „Befürchtungen und Erwartungen“ zusammen gefasst. Befragt wurden 1500 Konsument/innen (ohne Angabe, wo und was diese Menschen konsumiert haben). Am meisten fürchten sich demnach die Österreicher/innen vor englischen Hooligans, gefolgt von türkischen und deutschen Fans. 20% der Befragten fürchten sich vor Ausschreitungen durch englische Fans – obwohl England sich gar nicht für die EM qualifiziert hat. Doch die Angst vor den englischen Randalierern sitzt eben trotzdem tief, meinen die Autoren der Studie. 91% haben Angst vor überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln, 85% vor exzessivem Alkoholkonsum (ist der eigene oder der fremde Konsum gemeint?), knapp dahinter liegt die Angst vor zu viel Müll und dem Verkehrsaufkommen.

Nur 40% bezeichnen sich selbst als Fußball-Fans, immerhin 77% wollen die EM-Spiele aber verfolgen. Gut die Hälfte der Befragten wollen sich die Spiele zuhause mit Freunden vor dem Fernseher anschauen. „Daran erkennt man, dass Fußball tatsächlich Bedürfnisse von Menschen nach Emotionen und Gemeinschaft aufgreifen kann. Es gibt nicht nur die Fußball-Komponente, sondern auch andere Faktoren, wie etwa Spannung, das Ausbrechen aus dem Alltagstrott und das Gemeinschaftserlebnis“, sagt Sport-Marketing-Experte Reinhard Grohs. Schön!

Uni Wien