Schweden

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Knappe Erfolge gegen Island (2:1) und Lettland (2:1 und 1:0), ein ruhmloses 3:1 samt beschämendem 1:1-Pausenstand daheim gegen Liechtenstein, sieglos gegen Nordirland. Nur dank der enttäuschenden Dänen und eines Einbruchs der Nordiren in der zweiten Hälfte der Qualifikation kam Schweden zu einem relativ ungefährdeten Endrundenticket. Doch Europameister wird man so nicht. Ganz bestimmt nicht.

Der Grund für die Aussichtslosigkeit auf einen schwedischen Triumph und eine fast ernüchternde Qualifikation liegt am Fehlen jenes Mannes, mit dem das Offensivspiel der Blågult in den letzten Jahren stand und fiel: Henrik Larsson ist nicht mehr dabei. Der 36-jährige ist zwar immer für Überraschungen gut – so folgte seinem ersten Rücktritt nach der WM in Japan und Südkorea ein Comeback in der schwedischen Auswahl 2004, so bestritt er im Vorjahr als „Saisonarbeiter“ 13 Partien für Manchester United. Er, der im Klubfußball nach wie vor aktiv ist (beim letztjährigen Austria-Gegner im UEFA-Cup, Helsingborgs IF), wird sich für die kommende Europameisterschaft aber nicht zu noch einem Wiederauftritt überreden lassen.

Ohne den – laut SvFF – „König der schwedischen Fußballgeschichte“, der regelmäßig seine Mitspieler zu Höchstleistungen antrieb und sich selbst durch eine ungeheure Toreffizienz empfahl (man beachte die 173 Tore in 221 Ligaspielen im Dress von Celtic Glasgow), ist für die Skandinavier vielleicht das Viertelfinale in Reichweite, mehr aber nicht.

Foto Copyright: John Pastor –  under Creative Commons License