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In&Out: Das war die EM 2008

3. Juli 2008 | the | 7 Kommentare »

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“Was, das soll es gewesen sein?”, werden sich einige fragen. Da hat Kick08.net euch sieben Monate lang auf das historische Ereignis einer Europameisterschaft im eigenen Land vorbereitet - und nach drei Wochen ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Anstatt eines ausschweifenden Rückblicks auf die EM 2008 gibt es an dieser Stelle ein In & Out, wie ihr es vielleicht aus dem Bravo Girl kennt. Nur geht es diesmal um Fußball.

IN

Die jungen Wilden
Andrei Ascharwin, Fernando Torres, Wesley Sneijder, Cristiano Ronaldo und Co: Die Kicker im knackigen Alter haben bei dieser EM bewiesen, dass Fußball spielen Spaß macht. Und wir ihnen gerne dabei zusehen. Die in die Jahre gekommenen Stars aus Italien, Griechenland oder Schweden sahen dagegen im wahrsten Sinne des Wortes alt aus. Verjüngung ist angesagt. Eines der jüngsten Teams hat übrigens … richtig, Österreich!

Offensivkraft
Russland, Holland und Spanien haben es vorgezeigt: Fußballspiele gewinnt Mann wieder mit Offensiv-Fußball. 2004 hieß der Europameister Griechenland, ihr Trumpf im Ärmel war die Abwehr. 2008 sah das anders aus. Und das ist auch gut so.

Kampfgeist
“Ihr Trainer hat ihnen eingeschärft: Ein Fußballspiel ist erst zu Ende, wenn es der Schiedsrichter abgepfiffen hat”, sagte ein ORF-Kommentator über die türkische Mannschaft. Und diese hat sich die Anweisung von Fatih Terim zu Herzen genommen. Nun wissen wir, dass ein Spiel noch nicht entschieden ist, nur weil die Türkei mit 0:2 im Rückstand liegt. Auch die ÖFB-Elf hat ihren Fans gezeigt, dass sie die Spiele gegen Kroatien, Polen und Deutschland gewinnen will. Gereicht hat das leider nicht.

Kick08.net
Eigenlob stinkt bekanntlich. Aber mal ehrlich: Habt ihr von einem anderen EM-Blog gehört, der eine derartige thematische Vielfalt geboten und seinen Leser/innen neben Berichterstattung direkt vom Ort des Geschehens auch scharfsinnige Analysen und satirische Unterhaltung geliefert hat?

Hoffnung
Österreich hat sich mit einem Punkt von der Heim-EM verabschiedet. Und um hier einen Monolog aus “Malcom mittendrin” zu zitieren: “Ich erwarte gar nichts, und bin dennoch enttäuscht.” Trotzdem: Spieler wie Korkmaz oder Prödl, die Aussicht auf einen neuen Trainer und die erfolgreiche Arbeit an der Kondition lassen auf eine besser Zukunft hoffen. Irgendwann. Vielleicht schon bald.

Gerechtigkeit
Europameister darf sich tatsächlich das Team nennen, das konstant den besten und schönsten Fußball gespielt hat (Spanien). Auch deutsches Glück findet einmal sein Ende.

OUT

Die UEFA
Dazu muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Auch der wenig kritische Fan ist mittlerweile genervt von den vielen Vorschriften des europäischen Fußballverbandes. Abgesehen davon agiert der machtvolle Verband, der sich bei jeder Veranstaltung über Millionen-Gewinne freuen darf, bereits wie ein Kaiser im eigenen Reich. Kartenvergabe, Fernsehübertragung, Bier-Sorte, Sponsoring-Politik - darüber wachen die Männer der UEFA. Wer da nicht mitspielt, wird vom Platz verwiesen.

Fankultur 2.0
Aufgrund der Praktiken bei der Kartenvergabe sitzen im Stadion mittlerweile viele Menschen, die sich lieber bei einem Krabbencocktail über die laufenden Geschäfte unterhalten, als ihre Mannschaft auf dem Spielfeld anzufeuern. Die Fernsehkameras sind dabei stets auf Prinz X und Marketingdirektor Y gerichtet - Fußball findet im neuen Jahrtausend auf den VIP-Tribünen statt. Otto Normalverbraucher darf indessen in den offiziellen Fanzonen Bier um 4,50, Schminkstifte und UEFA-Maskottchen kaufen. Stimmt der Umsatz nicht, soll den Fußballfan am besten das schlechte Gewissen plagen: “Wirte klagen über…” war wohl die häufigste Schlagzeile im Umfeld der Heim-EM.

Sportjournalismus
Im ORF-Studio treffen sich Jogl und Andi, Boris Jirka begrüßte Hans Krankl mit den Worten: “Hier kommt der Trainer meines Herzens.” Auch wenn die goldene Regel der Distanz zwischen Journalist/innen und Personen des öffentlichen Lebens vielleicht im Sport weniger wichtig ist, sollte man als Fernsehzuschauer/in dennoch nicht das Gefühl haben, dass Moderator und Interviewpartner am Vorabend zusammen im Heurigen gesessen sind. Kritische Fragen waren in der EM-Berichterstattung genauso häufig wie Schüsse aufs Tor von Roland Linz.

Klischees
Die spanische Mannschaft bestand bei dieser EM aus Stierkämpfern, die Italiener tranken bitteren Prosecco und die Deutschen waren wie immer gründlich, ordentlich und tugendhaft. Männer saßen auf der Couch und tranken literweise Bier, Frauen wandten sich genervt vom Fernseher ab oder tanzten halbnackt durch die Stadien. Und ärgerten sich über den Schnauzbart von Luca Toni. So bitte nicht.

Ärger
Fans der italienischen und französischen Mannschaft hatten bei dieser EM wenig zu lachen. Der Weltmeister verabschiedete sich nach dem Viertelfinale, der Vize-Meister bereits in der Vorrunde. Auch die Begeisterung für die portugiesische Mannschaft musste all zu früh sterben - und die Hoffnung der deutschen Fans auf einen Titel wurde abermals enttäuscht. Fußball kann weh tun.

Skandal - euer wichtigstes In oder Out fehlt in dieser Aufzählung? Nur zu, bitte hier posten!

Der Europameister heißt Spanien

30. Juni 2008 | the | 8 Kommentare »

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Das Finalspiel im Wiener Ernst Happel Stadion war bereits in der 33. Minute entschieden: Fernando Torres erzielte das 1:0 für Spanien und holte nach 44 Jahren Pause den Europameistertitel nach Hause. Spanien hatte im Vorfeld jedes Spiel mit überzeugender Leistung (mit Ausnahme des Viertelfinalspiels gegen Italien) für sich entschieden und erweist sich somit als würdiger Europameister, mit dem sich der Großteil der Fans und Funktionäre zufrieden geben. Die Mannschaft zeichnete sich während des gesamten Tuniers durch schön anzusehenden Offensiv-Fußball und ein starkes Mannschaftskollektiv ohne herausragende Einzelspieler aus - abgesehen vielleicht vom Torhüter des Turniers: Kapitän Iker Casillas. Der wegen einer Verletzung ausgefallene David Villa stellt mit vier Treffern den Torschützenkönig dieser EM, Spanien erzielte zudem insgesamt die meisten Tore des Tuniers (12).

Das letzte Spiel der Heim-EM selbst war so interessant, wie es von einem Finale zu erwarten ist - spannend, doch ohne große Überraschungen. Zwischendurch hatte man gar das Gefühl, einige Spieler würden häufiger auf dem Boden liegen, als mit dem Ball in Kontakt kommen.
In den ersten Minuten zeigten sich die Spanier deutlich verunsichert und ließen den Deutschen viel Raum, doch nach etwa 15 Minuten drehte sich der Spieß um: Spanien bestimmte das Spiel, ließ die Deutschen ideenlos wirken und strapazierte mit einigen vergebenen Chancen die Nerven der Fans. In der 23. Minute setzte die spanische Fankurve etwa schon zum Jubel an, als ein Kopfball von Torres am Pfosten endete. Nach dem entscheidenden Führungs-Treffer von Torres mit Vorarbeit von Senna in der 33. Minute schienen die Iberer dann offensichtlich erleichtert.
Der angeschlagene Kapitän Michael Ballack zog sich erneut eine Verletzung zu, nach einem Zusammenprall mit Senna wollte seine Wunde über dem rechten Auge nicht aufhören zu bluten - ein (schmerzliches) Andenken ans Finale ist ihm gewiß. Beschäftigt war an diesem Abend auch Schiedsrichter Roberto Rosetti: die beiden Mannschaftskapitäne sahen in der 43. Minute gelb, nachdem Casillas einen Streit zwischen Michael Ballack und Puyoll zu schlichten versucht hatte. Ein Kopfstoß-Gefecht zwischen David Silva und Podolski mahnte Rosetti jedoch nicht ab.

Nach der Pause ersetzte Marcell Jansen den verletzten Phillip Lahm (Risswunde am linken Fuß) und brachte etwas frischen Wind ins Spiel der deutschen - für den Ausgleich reichte es jedoch nicht. Die Chancenauswertung der Spanier ließ in der zweiten Hälfte zu wünschen übrig, Xavi (53.), Silva (54.), Torres (55.), Ramos (67.) und Iniesta (68.) hätten für ein eindeutiges Ergebnis sorgen können, der Titel war angesichts ihrer spielerischen Überlegenheit jedoch schon zum Greifen nahe. Nicht beklagen konnten sich die Deutschen jedoch diesmal über Torhüter Jens Lehmann. Dieser leistete sich keinen Patzer und verhinderte mit einer schnellen Reaktion ein mögliches Eigentor. Die beiden Tor-Garanten der DFB-Elf, Podolski und Schweinsteiger, setzten zwar offensive Akzente, blieben angesichts der spanischen Übermacht jedoch chancenlos.

Trotz der langen Gesichter in den deutschen Reihen kann sich unser Nachbar zufrieden zeigen. Deutschland zeigte während dieser Europameisterschaft einige Schwächen - und nicht den schönen Fußball, den sie während ihrer Heim-WM gespielt hatten. Der zweite Platz, den sich die Mannschaft mit Konsequenz, Ausdauer und Kampfgeist erarbeitet hat, ist dennoch verdient - auch wenn sich Holland und Portugal vielleicht ein wenig unglücklich sehr früh verabschieden mussten. Insbesondere Schweinsteiger und Podolski demonstrierten eindrucksvoll ihre Torgefährlichkeit, Michael Ballack - der seinen Final-Fluch nicht begraben konnte - zeigte der Öffentlichkeit erneut, dass es nicht reicht, alle Hoffnungen auf den Kapitän zu setzen.

Sexismus 08

27. Juni 2008 | the | 4 Kommentare »

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“In Österreichs Betten spielt sich während der EM nichts ab - das kann sich aber rasch ändern, wenn Männer die süße EM-Unterwäsche bei Frauen entdecken!”, ist auf der Website des TV-Senders Puls4 zu lesen. Deshalb verkauft New Yorker auch T-Shirts mit der Aufschrift “Halbzeit-Schnittchen” und Palmers druckt “Torhüterin” auf seine Höschen:
Wer Euro sagt, muss auch Sex(ismus) sagen.

Wenn es darum geht, Klischees zu bemühen, ist die Werbeindustrie immer einen Schritt voraus - besonders beim Thema Fußball. In den bunten Spots von Hagebau, 3, Ottakringer und Co lernen wir: Männer schauen Fußball, trinken Bier, grillen Fleisch oder sitzen auf der Couch. Frauen hingegen geistert während eines für sie unerträglichen Fußball-Bewerbs nur ein Gedanke durch den Kopf: Wie kann ich für das männliche (!) Geschlecht genauso attraktiv wie ein Tor von Xavi Hernandez sein? Mit dieser Frage beschäftigt sich unter anderem BIPA im aktuellen TV-Spot, eine weitere Werbe-Aktion hat die Drogeriekette bereits zurückgezogen: das EM-Anti-Missverständnis-Set. Mit dem Karten-Set sollte Männern vom Unternehmen “mit sehr feinfühligem Frauenbild” mehr Sensibilität beigebracht werden. “Sex!” wurde etwa durch “Du hast mich 90 Minuten mit deinem tollen Look abgelenkt. Jetzt würde ich mich freuen, wenn wir das Fußballspiel als Vorspiel sehen würden und direkt zur Sache kommen könnten” ersetzt. Auch die Ottakringer-Brauerei hat bereits vor der EM einen Werbespot zurückgezogen, in dem Männer von einem “Nachspiel” für ihre Frauen, die das falsche Bier gekauft hatten, sprachen. “Der Spotinhalt sollte niemals auch nur annähernd zur Gewaltanwendung anregen”, begründete das Unternehmen.

Abseits der Werbung hat man den weiblichen Fußball-Fan jedoch schon seit längerem entdeckt. Zumindest im Stadion und in den offiziellen Fanzonen müssen Frauen keine Angst haben, beim Eingang sogleich mit einem Glas Prosecco vor eine Leinwand geschoben zu werden, auf der Sex and the City in Endlosschleife gezeigt wird - wie das in einigen ländlichen Regionen und Einkaufsmeilen durchaus der Fall ist. Ganz im Gegenteil - man könnte sogar den Eindruck gewinnen, dass Fanmeilen ausschließlich von Frauen bevölkert werden. Junge, bunt bemalte Fans in knapper Bekleidung, die leidenschaftlich ihre Nationalmannschaft anfeuern, sind auf jedem Titelblatt, in jeder TV-Analyse zu sehen. Die Männerrunde im ORF-Studio gibt regelmäßig Hinweise darauf, wo denn heute die Schwedinnen feiern, die Tageszeitungen stehen im ständigen Wettbewerb auf der Suche nach dem schönsten EM-Dekolleté. “Weibliche Fans sorgen für Aufsehen: So schön war der EM-Auftakt”, schreibt und bebildert etwa die Rheinische Post. Die Verknüpfung von Nationalität und dem weiblichen Geschlecht ist dabei keine Erfindung des Fußballs. Nationalistische Diskurse wurden immer wieder über den weiblichen Körper ausgetragen, so wird etwa aktuell in westlichen Gesellschaften die Vielschichtigkeit des Migrations-Diskurses in Form der Kopftuch tragenden Frau manifest gemacht.

Fußball, das ist “männliches Heldentum und weibliches Accessoiretum”, schreibt Johann Skocek im Standard. Eine besondere Gruppe des Accessoirtum hat bereits eine eigene Gattungsbezeichnung erhalten: die Spielerfrauen. Ein Beruf, der (in seiner medialen Dimension) höchstwahrscheinlich von Victoria Beckham erfunden wurde. Insbesondere die Bildzeitung hält ihre LeserInnen ständig auf dem laufenden, wie die “schöne Sylvie” im Stadion feiert, was “sexy Nereida” drunter trägt, wie die “leidenschaftliche Claudia” ihrem Phillip den Rücken stärkt und wie es die “wunderschöne Maria Beatriz” verkraftet, dass ihr Liebster sich mit “Transvestiten” vergnügt. Wie Klaus Stimeder in seinem Videotagebuch erzählt, veröffentlichte die italienische Tageszeitung La Repubblica  kürzlich eine Umfrage, die den größten Lebenstraum von weiblichen Teenagern im Land ermittelte: einen Fußballer heiraten und mit ihm Kinder zeugen. Vermutlich einer der schnellsten Wege ins Rampenlicht und an die Quelle des Reichtums - Ronaldinho verdiente im Jahr 2006 etwa 23,5 Millionen Euro. Bayern-München-Stürmerin Nina Aigner steht hingegen für ein medial weniger attraktives Lebensmodell: Sie arbeitet  nebenbei in der Marketingabteilung von Puma, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. “Man blickt mit Wehmut zu den Männern rüber, wenn man sieht wie es verhältnismäßig mit dem Geld aussieht”, sagte sie in einem Interview gegenüber diestandard.at.

Foto: CC SpreePix Berlin

Hicke - Der Motivator

21. Juni 2008 | the | 11 Kommentare »

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Während des EM-Krachers Österreich-Deutschland haben wir gesehen, dass Hickersberger doch Emotionen zeigen kann. Nachdem nun Österreichs Traum ausgeträumt ist, kehrt Hicke offensichtlich sogleich in seine alte Form zurück: Beim gestrigen Viertelfinal-Spiel (Kroatien - Türkei) besuchte der österreichische Trainer Herbert Prohaska und Sportjournalist Rainer Pariasek im ORF-Studio, um über seine Zukunft zu plaudern. Und dabei sprühte “Peppi” Hickersberger vor Charme und zeigte dem TV-Publikum, wie sehr es ihm am Herzen liegt, weiterhin Trainer des ÖFB-Teams zu bleiben. Auf die Frage hin, ob hinter den Kulissen schon alles geklärt und die Nominierung Hickersbergers nur noch eine Formsache sei, antwortete Hicke: “Ich weiß nicht, was hinter den Kulissen gesprochen wird. (…) Also mein persönliches Glück hängt nicht davon ab. Mein Ziel war die EM, und die ist vorbei. Wenn der Herbert morgen sagt, dass er Trainer werden will, dann bitte sehr!”
Die Entscheidung wird voraussichtlich am 24. Juni fallen, wenn das ÖFB-Präsidium tagt. Präsident Stickler gilt als Freund und Befürworter von Hickersberger - damit könnte hinter den Kulissen tatsächlich schon alles geklärt sein.

Viertelfinale: Aus für Portugal

19. Juni 2008 | the | 10 Kommentare »

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“Wir werden Weltmeister!”, brüllten deutsche Fans am Wiener Rathausplatz gegen 23 Uhr ins ORF-Mikrofon. Der Weltmeister-Titel wird sich in diesem Jahr zwar nicht mehr ausgehen, doch mit dem Viertelfinalspiel gegen Portugal hat die deutsche National-Elf heute ihren Anspruch auf den Europameister-Titel formuliert. 3:2 für Deutschland - Portugal packt die Koffer.

Schon in der 26. Minute führte Deutschland in Basel mit 2:0, Schweinsteiger (22.) und Klose (26.) ließen es diesmal mit traumhaften Toren krachen. Bastian Schweinsteiger war aufgrund einer roten Karte im Spiel gegen Österreich gesperrt gewesen. Nach der mäßig bis schwachen Leistung in den Spielen gegen Kroatien und Österreich kontrollierte die deutsche Mannschaft heute von Beginn an das Spiel und zeigte sich aggressiv und diszipliniert. Einzelne ballkünstlerische Einlagen der Portugiesen scheiterten an der deutschen Gründlichkeit - gegen die Abwehr der DFB-Elf fand man zum Schluss hin kein Mittel mehr. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit gelang Kapitän Nuno Gomez zumindest der Anschlusstreffer zum 1:2 - nach einem fatalen Fehler von Per Mertesacker.  

In der zweiten Häflte blieb das Spiel spannend, zumindest zu Beginn schienen sich die Portugiesen ein wenig vom Schock erholt zu haben. Doch in der 57. Minute vergab Pepe dann die größte Chance auf den Ausgleich (Kopfball aus kurzer Distanz). Superstar Ronaldo, der sich im Spiel gegen die Schweiz auf der Bank geschont hatte, verwechselte wohl auch das Viertelfinalspiel mit einer Verschnaufpause: von der Gefährlichkeit und Genialiät des Stürmer war an diesem Abend nur wenig zu sehen. Sein gefährlichster Schuss (46.) verfehlte knapp das Tor. Auch die Aktionen von Simao (15.) und Petit (71.) blieben ohne Erfolg - der deutsche Torhüter Jens Lehmann erlaubte sich diesmal keinen Fehler.

In der 61. Minute fiel schließlich die vorschnelle Entscheidung. Michael Ballack zeigte seine Gefährlichkeit in Standardsituationen und traf per Kopf nach einer Freistoßflanke von Schweinsteiger - Jogi Löw jubelte auf der Tribüne. Was der Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt jedoch übersehen hatte: Ballack rempelte einen portugiesischen Spieler und schuf sich so genügend Platz für seinen Treffer. Kurz vor Schluss ließ Postiga per Kopfball-Tor (87.) die Fans noch einmal hoffen, der Ausgleich zum 3:3 passierte jedoch nicht. Favorit Portugal ist somit schon im Viertelfinale ausgeschieden und weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zuletzt hatten die Portugiesen bei der WM 2006 in einem Bewerb gegen Deutschland verloren: im “kleinen Finale” traf Schweinsteiger zwei Mal, Deutschland besiegte den Gegner mit 3:1. Im Halbfinale wartet nun Kroatien oder die Türkei auf Deutschland - die Bildzeitung und der Großteil der deutschen Fans wissen aber natürlich schon jetzt, wer Europameister wird: Schlaaaaand.

Foto: CC pittigliani2005

Gruppe C: Italien siegt, Rumänien fährt nach Hause

18. Juni 2008 | the | 5 Kommentare »

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Frankreich - Italien 0:2, Niederlande - Rumänien: 2:0. In der Gruppe C war gestern alles möglich - Schicksalstag für Italien, Frankreich und Rumänien.

Die Weltmeister aus Italien haben gestern gezeigt, dass sie doch Fußball spielen können und Frankreich (2:0) verdient geschlagen. Für den Vizeweltmeister Frankreich hingegen war der gestrige Abend besonders bitter: Ribery verstauchte sich den Knöchel, Abidal kassierte in der ersten Halbzeit eine rote Karte und und Italien ein Elfmeter-Tor. Italien präsentierte sich von Beginn an als die überlegene Mannschaft, vergab jedoch traumhafte Chancen - besonders Luca Toni erinnerte in diesem Spiel an Martin Harnik. In der 25. Minute entschied der Schiedrichter nach einem Foul von Abidal auf Elfer für Italien, Pirlo sorgte souverän für den Führungstreffer. Bitter für Italien: Pirlo und auch Gattuso sahen Gelb und sind somit fürs Viertelfinale gesperrt. In der zweiten Halbzeit ließen Henry und Benzema Hoffnung bei den französischen Fans aufkeimen, doch in der 62. Minute war das Spiel schließlich entschieden: Freistoß-Tor von De Rossi (abgefälscht von Hienry). Als unbezwingbar erwies sich Buffon: Der italienische Torhüter zeigte wieder einmal, dass er zu Recht als einer der besten Torhüter der Welt gilt. Vier Punkte reichten Italien schließlich für den Einzug ins Viertelfinale - wo ohne Cannavaro, Pirlo und Gattuso keine leichte Aufgabe auf die Azzuri wartet.

Holland zeigte gestern die selbe Arroganz wie Portugal und trat in ihrem letzten Gruppenspiel mit der B-Elf auf den Platz - für einen 2:0 Sieg reichte es trotzdem. Die Tore erzielten Klaas-Jan Huntelaar (54.) und Robin van Persie (87.). Rumänien spielte zu defensiv, zu harmlos - der Außenseiter aka Geheimfavorit muss seine Koffer packen. Wie auch Frankreich erwartet uns Verlierer Rumänien in der WM-Qualifikation - trotz der mäßigen Leistung bei der EM ist von diesem Gegner einiges zu erwarten…

Foto: CC SpreePix Berlin

Fotoshow: Österreich - Polen am Heldenplatz

13. Juni 2008 | the | 3 Kommentare »

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Public Viewing: Von Stubenhockern und UEFA-Kommerz

10. Juni 2008 | the | 4 Kommentare »

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Dass die Wirte und Standl-Betreiber über den Umsatz während der Heim-EM jammern würden, war vorauszusehen. Doch die Lage in den Fanzonen schaut tatsächlich recht düster aus - wie der ORF und der Standard berichten, drohen die Wiener Fanzonen-Wirte jetzt sogar mit Streik und haben bereits Anwälte eingeschaltet. In bestimmten “toten” Gebieten blieben die Umsätze 90 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Vor allem am Vormittag würde sich kaum ein Fan in die streng bewachten Zonen verirren, die Wirte müssen ihre Stände jedoch von 9 bis 24 Uhr offen halten. Gastro-Chef Christian Chytil hat nun angekündigt, dass in Wien zusätzliche LED-Wände aufgestellt und die Getränke zwischen 9 und 14 Uhr um einen Euro billiger ausgeschenkt werden sollen, ein Bier kostet dann 3,50 Euro. Die Standmieten sollen jedoch nicht reduziert werden - diese betragen je nach Lage zwischen 12.000 und 40.000 Euro. Ein Standler klagte bereits über 4000 Euro Verlust pro Tag, 13 seiner 18 Mitarbeiter/innen hat er bereits entlassen. Auch in Klagenfurt bleiben die Gäste aus, vor allem Einheimische würden lieber gemütlich vor dem Fernseher sitzen. Straßenfeste wie bei der EM in Portugal oder in Rom nach einem Sieg der italienischen Nationalmannschaft sind in Österreich wohl nicht zu erwarten - der heimische Fan scheint ein echter Couchpotatoe zu sein. Zudem dürften die Zustände in den Fanzonen viele abschrecken: hohe Preise, fehlende Sitzgelegenheiten, strenge Kontrollen und Gedränge vor den Leinwänden. Hier geht es um Konsum, und was konsumiert wird, das bestimmt die UEFA.

Für jene, die sich dennoch von der Couch erheben und (in Wien) mit anderen Fußball-Fans feiern möchten, liefert Kick08 eine Entscheidungshilfe:

Kaiserwiese im Prater
Das Areal auf der Kaiserwiese nennt sich “Radion-Wien-Fanarena”, rund 6000 Fans finden hier Platz. Am Sonntag (Österreich - Kroatien) war die Stimmung am Kochen - wobei kroatische Fans eindeutig die Mehrheit bildeten. Bier kostet hier 4 Euro (Fanzone: 4,50), das Essensangebot ist reichlich. Mangelhaft die Sanitäranlagen: Es gibt zu wenige Toiletten, zudem wird hier 50 Cent pro Toilettengang kassiert. Die Pissoirs im hinteren Bereich der Anlage sorgten spätestens in der Halbzeit für beißenden Uringestank - einige Fans nutzen ihre Flaggen als Atemmaske. Positiv: Es gibt genügend Sitzgelgenheiten, auch wenn man von den Bierbänken aus während eines Spiels kaum ausreichende Sicht auf die 40 m² große LED-Wand haben dürfte. Zusatzangebote: Musikprogramm und diverse Fan-Accessoires von Radio Wien, Gewinnspiele. Eintritt frei.

WUK EM-Quartier
Im WUK in der Währinger Straße haben sich FM4, 11 Freunde und der Ballesterer breit gemacht und bieten ein “Refugium für Fußballfans mit Qualitätsanspruch”. Dementsprechend ist die Stimmung eher mäßig, dennoch kann hier gemütlich in Gesellschaft mitgefiebert werden. Vorteil: Sowohl im Hof unter freiem Himmel, als auch im WUK selbst sind Leinwände und Plasma-Bildschirme aufgestellt. Einen Sitzplatz ergattert nur, wer rechtzeitig vor dem Spiel einen Sessel an sich reißt. Die Getränkepreise im WUK sind traditionell hoch - zumindest aber billiger als in der Fanzone. Zusatzangebote: Liveacts, Diskussionsrunden, DJ-Line. Eintritt frei.

Fancamp Wien
Auch im Wiener Fancamp werden alle EM-Spiele übertragen. Bisher ist die Auslastung mäßig, dafür sollen die Kellner/innen besonders aufmerksam sein. Positiv: die Preise. Ein Bier kostet hier nur 2,90 Euro, ein Cola 2 Euro. Die Leinwand befindet sich in einer Halle, Sitzgelegenheiten sind ausreichend vorhanden. Eintritt frei.

Diverse Lokale
EM-Spiele kann man sich auch in verschiedenen Bars, Pubs und Gasthäusern in Wien anschauen. Reservierungen sind auch kurzfristig möglich, eine Übersicht aller “Fußball-Wirte” findet man auf der Website der Aktion “Fußball beim Wirt“. In einigen Lokalen gibt es auch spezielle EM-Angebote, ein Blick auf die Website lohnt sich also. Das “The Sign” in der Liechtensteinstraße bietet etwa Bier zum halben Preis während der gesamten Spielzeit.

Fanzone
Über die Fanzone bleibt nicht mehr viel zu sagen. Klar ist: hier findet man die meisten Gleichgesinnten.

Dritter Spieltag: Gruppe C

10. Juni 2008 | the | Kein Kommentar »

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Der erste Spieltag mit wirklichen Überraschungen: Frankreich liefert eine Nullnummer gegen Rumänien ab, Holland deklassiert den Weltmeister Italien. Die Stimmung in Österreich bleibt dabei weiter verhalten.

Rumänien - Frankreich 0:0

Was sich in Deutschland 2006 als nahezu unmöglich herausstellte, ist bei der Heim-EM in Österreich kein Problem: zwei Stunden vor Spielbeginn einen Tisch vor einer Großbild-Leinwand reservieren. Im Centimeter im 4. Bezirk fanden sich rund 10 Menschen ein, um die Auftakt-Spiele der “Todesgruppe” C zu verfolgen, immerhin erklärte sich eine Kellnerin bereit, die Lautstärke auf ein hörbares Niveau zu drehen. Die großen Erwartungen an das erste Spiel Rumänien - Frankreich wurden sogleich gebremst: Frankreich ideenlos, ungefährlich und ohne den Rekordtorschützen Thierry Henry - auch der angeschlagene Patrick Vieira fehlte. Rumänien sorgte von Beginn an für ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis, besonders die Abwehr der als Geheimfavorit geltenden Rumänen ließ Frankreich wenig Raum für Chancen.

Offensivaktionen gab es dennoch - auf beiden Seiten - äußerst wenige, Rumäniens Star Mutu blieb ebenso unscheinbar wie das französische Stürmerduo Anelka und Benzema. Auf die erste wirkliche Chance musste man eine halbe Stunde warten (Kopfball von Anelka aus fünf Metern Entfernung). In der zweiten Halbzeit kam wieder etwas Schwung in die Partie, die einzige schöne Aktion blieb jedoch jene von Florent Malouda (49. Minute), der knapp das Kreuzeck verfehlte. Danach machte sich wieder Langeweile breit, auch die eingewechselten Franzosen Gomis (72. Minute) und Nasri (78. Minute) konnten das Ruder nicht herumreißen. Das 0:0 wurde schließlich zumindest von den Rumänen wie ein Sieg gefeiert. Immerhin konnte man dem Vize-Weltmeister, der sich an diesem Abend nicht als ein solcher präsentierte, ein Remis abringen.

Niederlande - Italien 3:0

In Wien fanden sich heute nur rund 15.000 Fans in der Fanzone am Ring ein, auch in den Straßen der Hauptstadt blieben Fangesänge eine Seltenheit. Im Centimeter verdoppelte sich die Anzahl der ZuseherInnen zumindest und die übermächtige Fraktion der Italien-Hasser kam an diesem Abend voll auf ihre Kosten. Holland präsentierte sich klar überlegen, offensiv und angriffslustig. Ruud van Nistelrooy (in Topform!) erzielte in der 26. Minute das Führungstor, das heftig diskutiert wurde: Christian Panucci, der nach einem Zusammenstoß mit Torhüter Buffon hinter der Torlinie lag, hob aber die Abseitsstellung des holländischen Stürmers auf. Wenige Minuten später sorgte Wesley Sneijder nach einer Flanke von Van Bronckhorst für den zweiten Treffer - und das schönste Tor der EM. Spätestens zu diesem Zeitpunkt blutete das italienische Fanherz, vor allem angesichts der eklatanten Schwächen in der Abwehr und (später) jeder Menge vergebener Chancen. Der verletzte Kapitän Fabio Cannavaro, dessen Ausfall schmerzlich spürbar war, konnte das Spiel nur von der Bank verfolgen - mit verzweifeltem Gesichtsausdruck. In der 64. Minute holte Teamchef Roberto Donadoni Joker Allessandro del Piero. Der Kapitän von Juventus Turin brachte neuen Schwung ins Spiel, doch ein so grandioses Tor wie gegen Deutschland im Halbfinale der WM 2006 gelang ihm nicht.

Das dritte und letzte Tor ging schließlich auf das Konto von Giovanni van Bronckhorst, Kopfball, 3:0. Tadellos die Leistung des holländischen Keepers Van der Saar, zwei gefährliche Schüsse aufs Tor von Del Piero und Di Natale blieben ohne Erfolg. Eine völlig verunsicherte italienische Mannschaft rettete sich schließlich bis zum Schlusspfiff und entschuldigte sich bei ihren Fans für die enttäuschende Leistung. Immerhin gibt der schwache Auftritt der Franzosen den Azzuri Hoffnung, auf die kommenden Spiele dieser holländischen Mannschaft darf man gespannt sein - vielleicht reicht es nach 20 Jahren endlich wieder für den Final-Einzug.

Fotos: the/kick08, guuleed / CC

Österreich - Kroatien: Im Stadion

9. Juni 2008 | the | 4 Kommentare »

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Ein Gastbeitrag von Elisabeth und Katharina Hasewend

Manchmal hat man den Eindruck, der österreichische Fußball und seine Fans hätten einander wahrlich verdient. Analog zu den Ereignissen auf dem Platz in der Anfangsphase des Matches, stellte sich auch in Bezug auf die uns umgebenden Fans die Kompetenzfrage. Denn abgesehen davon, dass wir das “Glück” hatten, neben vier deutschen Fans zu sitzen (wäre es übertrieben, von einem schlechten Omen zu sprechen?), hielt der Besucher neben uns den österreichischen Tormann offenbar für einen “Matscho” und unweit davon wurden österreichische Fans (solche, die diese Bezeichnung auch tatsächlich verdienten) eher unfreundlich dazu aufgefordert, sie mögen sich während des Spiels doch setzen. Eine sehr verständliche Forderung für halbinteressierte Kaffeehaussitzer- wo kämen wir auch hin, wenn das alle so machen würden?

Mit der Leistung der “schlechtesten Mannschaft der EM” verbesserte sich in der zweiten Halbzeit aber auch die Stimmung auf den Tribünen und die österreichischen erzeugten gemeinsam mit den kroatischen Fans eine Atmosphäre, die einer Heim- EM durchaus würdig war. Trotz aller Emotionalität blieb das Verhalten aller Fans aber durchwegs fair. Es gab von beiden Seiten keine Pfiffe währen des Spielens der Nationalhymnen (sondern freundlichen Applaus danach) und keine Zusammenstöße nach dem Spiel rund um das Stadion. Es wäre schön, würde die ganze Euro so friedlich ablaufen.

Für zusätzliche positive Stimmung zwischen Österreichern und Kroaten sorgte “Ivo”, der anscheinend zum Träger vieler österreichischer Euro-Hoffnungen geworden zu sein scheint: in die schon in der 1. Halbzeit fordernden “Ivica Vastic”-Rufe stimmten auch die Fans aus Vastics Heimatland begeistert mit ein. Überhaupt ist es bemerkenswert, dass auch der zweite von den Österreich-Anhängern besonders lautstark unterstützte Spieler Migrationshintergrund hat: “Käfigkicker” Ü-Ü-Ümit Korkmaz. Soll noch einmal wer sagen, Fußball trägt nichts zu Toleranz bei!

Erwähnenswert auch, dass man sich vor Spielbeginn fragen musste, ob das von der UEFA aufgezogene Spektakel nicht eher dem Stile des in Blickweite liegenden Praters entsprochen hätte als einem Fußballereignis, hat man sich doch diverse Entertainment- Aktivitäten überlegt und diese, um dem ganzen den letzten Schliff zu verpassen, mit Qualitätsmusik à la Gigi d`Agostino unterlegt. Sehr spannend zum Beispiel die Frage: Welches Publikum der EM schafft es, ein großes JVC-Fußball-Transparent am schnellsten von einer Leinwand zur anderen zu befördern? Wahnsinn: neuer Rekord im Ernst-Happel-Stadion! Dazu noch eine auf Zufall basierende Auswahl derer, die ins Stadion dürfen (statt beispielsweise Fanklub- oder wenigstens Dauerkartenbesitzern der verschiedenen österreichischen Vereine ein gewisses Kartenkontingent zur Verfügung zu stellen) und die Durchkommerzialisierung aller mit Fußball in Zusammenhang stehenden Bereiche: Dass der Fan und der Fußball selbst nicht mehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, vermag kaum zu verwundern, hinterlässt bei richtigen Fußballfans aber dennoch Bitterkeit.

Wieder einmal war es das Ergebnis, das einen emotionalen Abend für ziemlich ausgepowerte rot-weiß-rote Fans doch noch zur Enttäuschung werden ließ. Bleibt aber zu hoffen, dass aufgrund der kämpferisch und phasenweise auch spielerisch tollen Leistung der Österreicher trotzdem die viel zitierte “Europhorie” das Land nun auch endgültig erwischt hat. So also doch noch ein positives Fazit: Wenigstens kann jetzt keiner mehr sagen, Österreich ist zu Unrecht dabei- und wir haben fürs überteuerte Carlsberg letztlich nur je 1€ bezahlt, Becher-Einsammeln sei Dank…