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Fans | kick08
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In&Out: Das war die EM 2008

3. Juli 2008 | the | 7 Kommentare »

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“Was, das soll es gewesen sein?”, werden sich einige fragen. Da hat Kick08.net euch sieben Monate lang auf das historische Ereignis einer Europameisterschaft im eigenen Land vorbereitet - und nach drei Wochen ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Anstatt eines ausschweifenden Rückblicks auf die EM 2008 gibt es an dieser Stelle ein In & Out, wie ihr es vielleicht aus dem Bravo Girl kennt. Nur geht es diesmal um Fußball.

IN

Die jungen Wilden
Andrei Ascharwin, Fernando Torres, Wesley Sneijder, Cristiano Ronaldo und Co: Die Kicker im knackigen Alter haben bei dieser EM bewiesen, dass Fußball spielen Spaß macht. Und wir ihnen gerne dabei zusehen. Die in die Jahre gekommenen Stars aus Italien, Griechenland oder Schweden sahen dagegen im wahrsten Sinne des Wortes alt aus. Verjüngung ist angesagt. Eines der jüngsten Teams hat übrigens … richtig, Österreich!

Offensivkraft
Russland, Holland und Spanien haben es vorgezeigt: Fußballspiele gewinnt Mann wieder mit Offensiv-Fußball. 2004 hieß der Europameister Griechenland, ihr Trumpf im Ärmel war die Abwehr. 2008 sah das anders aus. Und das ist auch gut so.

Kampfgeist
“Ihr Trainer hat ihnen eingeschärft: Ein Fußballspiel ist erst zu Ende, wenn es der Schiedsrichter abgepfiffen hat”, sagte ein ORF-Kommentator über die türkische Mannschaft. Und diese hat sich die Anweisung von Fatih Terim zu Herzen genommen. Nun wissen wir, dass ein Spiel noch nicht entschieden ist, nur weil die Türkei mit 0:2 im Rückstand liegt. Auch die ÖFB-Elf hat ihren Fans gezeigt, dass sie die Spiele gegen Kroatien, Polen und Deutschland gewinnen will. Gereicht hat das leider nicht.

Kick08.net
Eigenlob stinkt bekanntlich. Aber mal ehrlich: Habt ihr von einem anderen EM-Blog gehört, der eine derartige thematische Vielfalt geboten und seinen Leser/innen neben Berichterstattung direkt vom Ort des Geschehens auch scharfsinnige Analysen und satirische Unterhaltung geliefert hat?

Hoffnung
Österreich hat sich mit einem Punkt von der Heim-EM verabschiedet. Und um hier einen Monolog aus “Malcom mittendrin” zu zitieren: “Ich erwarte gar nichts, und bin dennoch enttäuscht.” Trotzdem: Spieler wie Korkmaz oder Prödl, die Aussicht auf einen neuen Trainer und die erfolgreiche Arbeit an der Kondition lassen auf eine besser Zukunft hoffen. Irgendwann. Vielleicht schon bald.

Gerechtigkeit
Europameister darf sich tatsächlich das Team nennen, das konstant den besten und schönsten Fußball gespielt hat (Spanien). Auch deutsches Glück findet einmal sein Ende.

OUT

Die UEFA
Dazu muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. Auch der wenig kritische Fan ist mittlerweile genervt von den vielen Vorschriften des europäischen Fußballverbandes. Abgesehen davon agiert der machtvolle Verband, der sich bei jeder Veranstaltung über Millionen-Gewinne freuen darf, bereits wie ein Kaiser im eigenen Reich. Kartenvergabe, Fernsehübertragung, Bier-Sorte, Sponsoring-Politik - darüber wachen die Männer der UEFA. Wer da nicht mitspielt, wird vom Platz verwiesen.

Fankultur 2.0
Aufgrund der Praktiken bei der Kartenvergabe sitzen im Stadion mittlerweile viele Menschen, die sich lieber bei einem Krabbencocktail über die laufenden Geschäfte unterhalten, als ihre Mannschaft auf dem Spielfeld anzufeuern. Die Fernsehkameras sind dabei stets auf Prinz X und Marketingdirektor Y gerichtet - Fußball findet im neuen Jahrtausend auf den VIP-Tribünen statt. Otto Normalverbraucher darf indessen in den offiziellen Fanzonen Bier um 4,50, Schminkstifte und UEFA-Maskottchen kaufen. Stimmt der Umsatz nicht, soll den Fußballfan am besten das schlechte Gewissen plagen: “Wirte klagen über…” war wohl die häufigste Schlagzeile im Umfeld der Heim-EM.

Sportjournalismus
Im ORF-Studio treffen sich Jogl und Andi, Boris Jirka begrüßte Hans Krankl mit den Worten: “Hier kommt der Trainer meines Herzens.” Auch wenn die goldene Regel der Distanz zwischen Journalist/innen und Personen des öffentlichen Lebens vielleicht im Sport weniger wichtig ist, sollte man als Fernsehzuschauer/in dennoch nicht das Gefühl haben, dass Moderator und Interviewpartner am Vorabend zusammen im Heurigen gesessen sind. Kritische Fragen waren in der EM-Berichterstattung genauso häufig wie Schüsse aufs Tor von Roland Linz.

Klischees
Die spanische Mannschaft bestand bei dieser EM aus Stierkämpfern, die Italiener tranken bitteren Prosecco und die Deutschen waren wie immer gründlich, ordentlich und tugendhaft. Männer saßen auf der Couch und tranken literweise Bier, Frauen wandten sich genervt vom Fernseher ab oder tanzten halbnackt durch die Stadien. Und ärgerten sich über den Schnauzbart von Luca Toni. So bitte nicht.

Ärger
Fans der italienischen und französischen Mannschaft hatten bei dieser EM wenig zu lachen. Der Weltmeister verabschiedete sich nach dem Viertelfinale, der Vize-Meister bereits in der Vorrunde. Auch die Begeisterung für die portugiesische Mannschaft musste all zu früh sterben - und die Hoffnung der deutschen Fans auf einen Titel wurde abermals enttäuscht. Fußball kann weh tun.

Skandal - euer wichtigstes In oder Out fehlt in dieser Aufzählung? Nur zu, bitte hier posten!

ÖFB-Optionstickets: Volles Geld zurück!

1. Juli 2008 | LAN | 6 Kommentare »

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Einige tausend Österreicher haben so sehr an einen Viertelfinaleinzug des Nationalteams geglaubt, dass sie dafür sogar zwei, drei Monate auf einen Batzen Geld verzichteten und diesen in rot-weiß-rote Optionstickets investierten. In meinem Fall waren dies beispielsweise EUR 1.419,- für vier Finaltickets inklusive 12 Euro für den Versand der Karten - eine zugegebenermaßen so irreale Investition, die man nur macht, wenn man von der Erwartungshaltung mancher Medien komplett geblendet wurde oder zumindest damit zufrieden war, nach der EM laut AGB den vollen Rechnungsbetrag zurückzubekommen. Jenen Rechnungsbetrag, der sich laut Rechnung aus einem Kartenwert von EUR 1.407,- plus einer Versandgebühr von EUR 12,- zusammensetzte, und zu dem die “Allgemeinen Richtlinien des ÖFB zu Kartenanträgen für die UEFA EURO 2008″ Folgendes zu sagen hatten: “9.5) (…) Im Falle der Nichtqualifikation wird der Rechnungsbetrag rückerstattet.”

Umso überraschter war ich als mir Ende Juni entgegen anderslautender Ankündigung nicht der Rechnungsbetrag, sondern lediglich der Rechnungsbetrag abzüglich der Versandkosten rückerstattet wurde. Verwunderliche, da wohl weder der ÖFB noch deren Ticketpartner ÖTicket davon ausgehen, dass die Fans in der Aussicht auf eine irreale Finalspielteilnahme 12 Euro quasi aus dem Fenster werfen würden. 12 Euro pro Versand, die - sollten sie überhaupt den Versandkosten entsprechen - bei einem geschätzten überwiesenen Betrag in siebenstelliger Höhe für die gesamten Optionstickets, innerhalb der zwei, drei Monate mit geringstem Risiko noch dazu ein Vielfaches der gesamten Versandkosten an Zinsen gebracht hätten.

Somit freute es mich, dass man sich bei ÖTicket nach zweimaliger Mailanfrage ohne jeglicher Gegenargumentation einsichtig zeigte und mir die Versandkosten ebenfalls rückerstatteten. In diesem Sinne, kann man nur jedem weiteren Optionsticketinhaber empfehlen, ebenfalls auf sein Recht gegenüber den offiziellen AGB der Ticketvergabe zu bestehen und sich die Versandkosten ggf. mit einem kurzen Mail an CustomerCare@oeticket.com zurückzuholen. Viel Erfolg wünscht kick08.net, Ihr Konsumentenschutzblog…

Sexismus 08

27. Juni 2008 | the | 4 Kommentare »

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“In Österreichs Betten spielt sich während der EM nichts ab - das kann sich aber rasch ändern, wenn Männer die süße EM-Unterwäsche bei Frauen entdecken!”, ist auf der Website des TV-Senders Puls4 zu lesen. Deshalb verkauft New Yorker auch T-Shirts mit der Aufschrift “Halbzeit-Schnittchen” und Palmers druckt “Torhüterin” auf seine Höschen:
Wer Euro sagt, muss auch Sex(ismus) sagen.

Wenn es darum geht, Klischees zu bemühen, ist die Werbeindustrie immer einen Schritt voraus - besonders beim Thema Fußball. In den bunten Spots von Hagebau, 3, Ottakringer und Co lernen wir: Männer schauen Fußball, trinken Bier, grillen Fleisch oder sitzen auf der Couch. Frauen hingegen geistert während eines für sie unerträglichen Fußball-Bewerbs nur ein Gedanke durch den Kopf: Wie kann ich für das männliche (!) Geschlecht genauso attraktiv wie ein Tor von Xavi Hernandez sein? Mit dieser Frage beschäftigt sich unter anderem BIPA im aktuellen TV-Spot, eine weitere Werbe-Aktion hat die Drogeriekette bereits zurückgezogen: das EM-Anti-Missverständnis-Set. Mit dem Karten-Set sollte Männern vom Unternehmen “mit sehr feinfühligem Frauenbild” mehr Sensibilität beigebracht werden. “Sex!” wurde etwa durch “Du hast mich 90 Minuten mit deinem tollen Look abgelenkt. Jetzt würde ich mich freuen, wenn wir das Fußballspiel als Vorspiel sehen würden und direkt zur Sache kommen könnten” ersetzt. Auch die Ottakringer-Brauerei hat bereits vor der EM einen Werbespot zurückgezogen, in dem Männer von einem “Nachspiel” für ihre Frauen, die das falsche Bier gekauft hatten, sprachen. “Der Spotinhalt sollte niemals auch nur annähernd zur Gewaltanwendung anregen”, begründete das Unternehmen.

Abseits der Werbung hat man den weiblichen Fußball-Fan jedoch schon seit längerem entdeckt. Zumindest im Stadion und in den offiziellen Fanzonen müssen Frauen keine Angst haben, beim Eingang sogleich mit einem Glas Prosecco vor eine Leinwand geschoben zu werden, auf der Sex and the City in Endlosschleife gezeigt wird - wie das in einigen ländlichen Regionen und Einkaufsmeilen durchaus der Fall ist. Ganz im Gegenteil - man könnte sogar den Eindruck gewinnen, dass Fanmeilen ausschließlich von Frauen bevölkert werden. Junge, bunt bemalte Fans in knapper Bekleidung, die leidenschaftlich ihre Nationalmannschaft anfeuern, sind auf jedem Titelblatt, in jeder TV-Analyse zu sehen. Die Männerrunde im ORF-Studio gibt regelmäßig Hinweise darauf, wo denn heute die Schwedinnen feiern, die Tageszeitungen stehen im ständigen Wettbewerb auf der Suche nach dem schönsten EM-Dekolleté. “Weibliche Fans sorgen für Aufsehen: So schön war der EM-Auftakt”, schreibt und bebildert etwa die Rheinische Post. Die Verknüpfung von Nationalität und dem weiblichen Geschlecht ist dabei keine Erfindung des Fußballs. Nationalistische Diskurse wurden immer wieder über den weiblichen Körper ausgetragen, so wird etwa aktuell in westlichen Gesellschaften die Vielschichtigkeit des Migrations-Diskurses in Form der Kopftuch tragenden Frau manifest gemacht.

Fußball, das ist “männliches Heldentum und weibliches Accessoiretum”, schreibt Johann Skocek im Standard. Eine besondere Gruppe des Accessoirtum hat bereits eine eigene Gattungsbezeichnung erhalten: die Spielerfrauen. Ein Beruf, der (in seiner medialen Dimension) höchstwahrscheinlich von Victoria Beckham erfunden wurde. Insbesondere die Bildzeitung hält ihre LeserInnen ständig auf dem laufenden, wie die “schöne Sylvie” im Stadion feiert, was “sexy Nereida” drunter trägt, wie die “leidenschaftliche Claudia” ihrem Phillip den Rücken stärkt und wie es die “wunderschöne Maria Beatriz” verkraftet, dass ihr Liebster sich mit “Transvestiten” vergnügt. Wie Klaus Stimeder in seinem Videotagebuch erzählt, veröffentlichte die italienische Tageszeitung La Repubblica  kürzlich eine Umfrage, die den größten Lebenstraum von weiblichen Teenagern im Land ermittelte: einen Fußballer heiraten und mit ihm Kinder zeugen. Vermutlich einer der schnellsten Wege ins Rampenlicht und an die Quelle des Reichtums - Ronaldinho verdiente im Jahr 2006 etwa 23,5 Millionen Euro. Bayern-München-Stürmerin Nina Aigner steht hingegen für ein medial weniger attraktives Lebensmodell: Sie arbeitet  nebenbei in der Marketingabteilung von Puma, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. “Man blickt mit Wehmut zu den Männern rüber, wenn man sieht wie es verhältnismäßig mit dem Geld aussieht”, sagte sie in einem Interview gegenüber diestandard.at.

Foto: CC SpreePix Berlin

Lieber ein Verlierer sein

17. Juni 2008 | mig | Kein Kommentar »

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“Lieber ein Verlierer sein”, so hieß (und heißt) ein Sampler, den wir einst bei kick08.net verlosten. Und lieber ein Velierer sein, so kann man auch die derzeitige Stimmung aus “eh wuarscht”, “scheiß drauf” und “Geh, hol´ ma noch gach a Bier” beschrieben werden. Aber die Hauptsache ist es ja, trotzdem zu lachen.

Public Viewing: Von Stubenhockern und UEFA-Kommerz

10. Juni 2008 | the | 4 Kommentare »

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Dass die Wirte und Standl-Betreiber über den Umsatz während der Heim-EM jammern würden, war vorauszusehen. Doch die Lage in den Fanzonen schaut tatsächlich recht düster aus - wie der ORF und der Standard berichten, drohen die Wiener Fanzonen-Wirte jetzt sogar mit Streik und haben bereits Anwälte eingeschaltet. In bestimmten “toten” Gebieten blieben die Umsätze 90 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Vor allem am Vormittag würde sich kaum ein Fan in die streng bewachten Zonen verirren, die Wirte müssen ihre Stände jedoch von 9 bis 24 Uhr offen halten. Gastro-Chef Christian Chytil hat nun angekündigt, dass in Wien zusätzliche LED-Wände aufgestellt und die Getränke zwischen 9 und 14 Uhr um einen Euro billiger ausgeschenkt werden sollen, ein Bier kostet dann 3,50 Euro. Die Standmieten sollen jedoch nicht reduziert werden - diese betragen je nach Lage zwischen 12.000 und 40.000 Euro. Ein Standler klagte bereits über 4000 Euro Verlust pro Tag, 13 seiner 18 Mitarbeiter/innen hat er bereits entlassen. Auch in Klagenfurt bleiben die Gäste aus, vor allem Einheimische würden lieber gemütlich vor dem Fernseher sitzen. Straßenfeste wie bei der EM in Portugal oder in Rom nach einem Sieg der italienischen Nationalmannschaft sind in Österreich wohl nicht zu erwarten - der heimische Fan scheint ein echter Couchpotatoe zu sein. Zudem dürften die Zustände in den Fanzonen viele abschrecken: hohe Preise, fehlende Sitzgelegenheiten, strenge Kontrollen und Gedränge vor den Leinwänden. Hier geht es um Konsum, und was konsumiert wird, das bestimmt die UEFA.

Für jene, die sich dennoch von der Couch erheben und (in Wien) mit anderen Fußball-Fans feiern möchten, liefert Kick08 eine Entscheidungshilfe:

Kaiserwiese im Prater
Das Areal auf der Kaiserwiese nennt sich “Radion-Wien-Fanarena”, rund 6000 Fans finden hier Platz. Am Sonntag (Österreich - Kroatien) war die Stimmung am Kochen - wobei kroatische Fans eindeutig die Mehrheit bildeten. Bier kostet hier 4 Euro (Fanzone: 4,50), das Essensangebot ist reichlich. Mangelhaft die Sanitäranlagen: Es gibt zu wenige Toiletten, zudem wird hier 50 Cent pro Toilettengang kassiert. Die Pissoirs im hinteren Bereich der Anlage sorgten spätestens in der Halbzeit für beißenden Uringestank - einige Fans nutzen ihre Flaggen als Atemmaske. Positiv: Es gibt genügend Sitzgelgenheiten, auch wenn man von den Bierbänken aus während eines Spiels kaum ausreichende Sicht auf die 40 m² große LED-Wand haben dürfte. Zusatzangebote: Musikprogramm und diverse Fan-Accessoires von Radio Wien, Gewinnspiele. Eintritt frei.

WUK EM-Quartier
Im WUK in der Währinger Straße haben sich FM4, 11 Freunde und der Ballesterer breit gemacht und bieten ein “Refugium für Fußballfans mit Qualitätsanspruch”. Dementsprechend ist die Stimmung eher mäßig, dennoch kann hier gemütlich in Gesellschaft mitgefiebert werden. Vorteil: Sowohl im Hof unter freiem Himmel, als auch im WUK selbst sind Leinwände und Plasma-Bildschirme aufgestellt. Einen Sitzplatz ergattert nur, wer rechtzeitig vor dem Spiel einen Sessel an sich reißt. Die Getränkepreise im WUK sind traditionell hoch - zumindest aber billiger als in der Fanzone. Zusatzangebote: Liveacts, Diskussionsrunden, DJ-Line. Eintritt frei.

Fancamp Wien
Auch im Wiener Fancamp werden alle EM-Spiele übertragen. Bisher ist die Auslastung mäßig, dafür sollen die Kellner/innen besonders aufmerksam sein. Positiv: die Preise. Ein Bier kostet hier nur 2,90 Euro, ein Cola 2 Euro. Die Leinwand befindet sich in einer Halle, Sitzgelegenheiten sind ausreichend vorhanden. Eintritt frei.

Diverse Lokale
EM-Spiele kann man sich auch in verschiedenen Bars, Pubs und Gasthäusern in Wien anschauen. Reservierungen sind auch kurzfristig möglich, eine Übersicht aller “Fußball-Wirte” findet man auf der Website der Aktion “Fußball beim Wirt“. In einigen Lokalen gibt es auch spezielle EM-Angebote, ein Blick auf die Website lohnt sich also. Das “The Sign” in der Liechtensteinstraße bietet etwa Bier zum halben Preis während der gesamten Spielzeit.

Fanzone
Über die Fanzone bleibt nicht mehr viel zu sagen. Klar ist: hier findet man die meisten Gleichgesinnten.

Neonazis, Sektenschergen und Hiebe für den Deppen

9. Juni 2008 | mat | 4 Kommentare »

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Ein Tourbericht aus den Wiener Fanzonen.

Die erste Halbzeit des Auftaktspiels wurde thematisch passend am Swiss Beach in der Strandbar Hermann verbracht. Die vielen Schweizer störten uns nicht und auch mit der Exekutive, die etwas viel Präsenz für eine mittlere Ansammlung zeigte, hatten wir kein Problem. Selbst der im Publikum entdeckte Gottfried Küssel, der in den 1980er Jahren in der Wiener Hooliganszene aktiv war und später wegen NS-Wiederbetätigung zehn Jahre in Haft verbrachte, bewegte uns zu keinem Lokalwechsel. Das schaffte allerdings die Leinwand - besser: das größere Fernsehgerät - auf dem 2.000 Menschen die Spiele verfolgen sollen. Die UEFA-Bestimmung, wonach für Leinwände mit über drei Metern Diagonale Lizenzgebühren bezahlt werden müssen, will die Strandbar umgehen. Hinzu kommt ein gewölbter Plexiglasschutz, der aus nahezu allen Perspektiven blendet und gar arg auf den Matchgenuss drückt. Stiftung Fußballtest: Mangelhaft. Die zweite Halbzeit verfolgten wir ein paar Kilometer donaukanalaufwärts im Flex, wo noch wenig los war, aus Basel aber immerhin das erste EM-Tor übertragen wurde.

Zum Abendspiel der Türkei gegen Portugal folgte ein Besuch der offiziellen Fanzone am Ring. Überraschend wenige Türken waren anwesend und noch viel weniger Portugiesen. In Überzahl waren die kroatischen Fans, deren Mannschaft gar nicht spielte. Gemeinsam mit den Karierten besangen wir neben dem Spiel Ivo Vastic und das ersehnte Ausscheiden Deutschlands. Nach dem Schlusspfiff zogen die Türken enttäuscht ab, nur einer konnte seiner Enttäuschung nicht Herr werden und bespuckte die vom Spiel unabhängig grölende österreichisch-kroatische Fanmischung.

Der Auftakt Österreichs am Sonntag sollte am Ring unter möglichst vielen Gleichgesinnten begangen werden. Wieder aber war die kroatische Fraktion in der Überzahl, einige ihrer Akteure wüteten schon zuvor am Graben: „Nachdem Flaschen geflogen sind, habe ich das Geschäft zusperren müssen“, war die dort ansässige Trafikantin noch aufgebracht. In der Fanzone bewiesen die Kroaten schon in der vierten Minute mit gezündeten Bengalen die fehlende Arbeitsmoral der Eingangskontrollore; auch volle Schnapsflaschen wurden herumgereicht. Der frühe Rückstand machte einen Österreicher ganz wild. Der Volldepp aus einer etwas, äh, bildungsferneren Schicht provozierte die beim Burgtheater jubelnden Kroaten, gemeinsam schubsten sie sich etwas durch die Gegend. Die „Komm her, Alter!“-Geste hat er wahrscheinlich schon bei Parkplatzprügeleien vor Großdiscos einüben können:

Dann telefonierten die Karierten nach Verstärkung und fünf Minuten später hauten die großen Brüder der Kroaten den Rosaroten auf den Boden. Keine zwei Minuten darauf war die Polizei in Kriegsmontur im Anmarsch und führte die Hauptsünder ab. Die heiße Luft und um € 2,50 billigeres Bier lockte uns in der Halbzeit an einen Pizzastand im Jonasreindl. Weil wir die Dosen natürlich nicht in das UEFA-Sperrgebiet mitnehmen durften, sahen wir die zweite Halbzeit von außerhalb, mit eigenem Bier und mindestens gleich gutem Blick auf die Leinwand und das nun brave Offensivspiel der Österreicher. Ha! Damit hat Platini nicht gerechnet. Nach dem Spiel kamen wir an zwei netten Damen und einer EM-Filiale des Esoterikvereins Scientology vorbei. Hier versuchten sie mich zu bekehren, ich aber sagte: „Nein danke, Tom Cruise ist voll das Würstel.“

Der Regen während des Abendspieles ging im Flex spurlos an uns vorbei. Zum Glück, mehr Aufregung hätten wir kaum noch vertragen.

Fotos: Sebastian Schuster

Von der Feindschaft

7. Juni 2008 | the | 1 Kommentar »

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Bewerbe wie eine Fußball-Weltmeisterschaft oder -Europameisterschaft wecken die Begeisterung oftmals auch in Menschen, für die Fußball ein Spiel ist, in dem Männer in kurzen Hosen sinnlos einem Ball hinterherlaufen. Und weit mehr noch als das Bangen um den Erfolg der eigenen Nationalmannschaft vermag oft die Rivalität zwischen Nationen die Emotionen der Fans anzuheizen. Das polnische Boulevardblatt Super Express hat es (auf seine eigene geschmacklose Weise) vorgemacht: Trainer Leo Beenhakker solle den Polen die Köpfe von Löw und Ballack zu Füßen legen, was für große Aufregung bei der Bild-Zeitung sorgte, die schon seit Wochen in “schwarz-rot-geiler” Stimmung schwelgt. Nun gut, selbst als Freundin des österreichischen Fußballs muss man zugegen: Die Deutschen haben es wirklich nicht einfach, wenn es um internationale Beliebtheit geht. Nicht nur ganz Österreich träumt von einer Cordoba-Neuauflage, auch Schweizer Versandhäuser verkaufen T-Shirts mit Aufdrucken wie “Hallo Deutschland! An der WM 2006 tat es Italien, an der EM 2008 wird’s die Schweiz tun”. Und da wäre dann noch Holland, Tschechien, England und irgendwie - der Rest der Welt. Aber auch von einem Sieg gegen Italien träumt so manche Nation: Deutschland sehnt sich nach einer Revanche, Frankreich hätte da auch noch eine Rechnung offen und viele haben ganz grundsätzlich etwas gegen den (zumeist) defensiven Fußball der durchgestylten Herren.

Österreich bleibt von solchen Rivalitäten großteils verschont - zu gering ist das Interesse an der Alpenrepublik (mal abgesehen von Ungarn).  Wenn hingegen die Erzrivalen Griechenland und Türkei aufeinandertreffen, ist es auch schon mal vorbei mit dem Spaß, selbiges gilt für englische und holländische Hooligans (siehe WM 2006 in Deutschland).
Es bleibt zu hoffen, dass bei der EURO 2008 die Verbindung von Fußball und Nationalismus nicht zum Problemfall wird, sondern dem Motto unserer Heim-EM gerecht wird: “Expect Emotions”. Wie heißt es so schön? Fußball - ist nur ein Spiel.

Foto: BestofShirt.com

Flusskrebs vs. Leberkäse

3. Juni 2008 | the | Kein Kommentar »

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Was während der EM abseits von Leberkäsesemmeln in den exklusiven VIP-Skyboxen am Rathausplatz und im Meinl-Café kredenzt wird, davon konnten am Montag Vetreter/innen der österreichischen Presse einen Eindruck gewinnen. Den unscheinbaren Aufgang zum Eventzentrum Vista3 könnte man durchaus übersehen, wenn da nicht zwei lebende Schilder - junge Damen in knappen Fußballdressen, Glanzstrümpfen und auf High-Heels - den Weg gewiesen hätten. “Wenn schon unser Nationalteam nicht Europameister wird, dann werden zumindest wir Europameister der Bewirtung” - so kündigt sich das Catering-Unternehmen impacts an, das als gastronomischer Generalunternehmer die Fans der Wiener Fanmeile, Journalist/innen im Medienzentrum und auch die VIPs bewirten wird. Die nackten Zahlen: Drei Million Krügerl Bier, 60 Tonnen Leberkäse, 300.000 Paar Würstel, 600.000 Semmeln und eine halbe Million antialkoholische Getränke sollen unters Volk (geschätzte 3,5 - 4 Millionen) gebracht werden. Fußballkost kann aber auch anders aussehen: Flusskrebs auf Papaya-Salat mit Vanille-Kaffee-Dressing, Ziegenkäse mit Trüffelöl, Kalbsröllchen mit Pilzfüllung, Schokoladenmousse und Schoko-Fußbälle - darauf dürfen sich die zahlreichen Gäste in den VIP-Bereichen einstellen.

Auch als Europameister des Umweltschutzes will sich das Unternehmen impacts präsentieren: Rund 1,4 Millionen umweltfreundliche Mehrwegbecher kommen im Gastronomie-Bereich zum Einsatz und sollen so Plastik-Müllbergen vorbeugen. Dem steht allerdings ein enormer Energieverbrauch entgegen, für den 120 begehbare Kühlhäuser und 25 Kühl-LKWs, sowie der rund-um-die-Uhr-Betrieb der Becher-Waschanlage in Wien Erdberg sorgen werden.
Geschäftsführer Christian Chytil (Sternzeichen Widder, Hobbys: Segeln und Feiern) freut jedoch eines ganz besonders: Nach langen Verhandlungen darf in Wien nun auch das österreichische Kultgetränk, der Weiße G’spritzte, ausgeschenkt werden.

Angstraum

29. Mai 2008 | the | 13 Kommentare »

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kick08.net-Kommentar

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) hat heute ein Sicherheitspaket präsentiert, das Frauen helfen soll, die EM 2008 unversehrt zu überstehen. Enthalten sind Tipps für das richtige Verhalten beim Fußballfest, ein Alarmpfeiferl und die wichtigsten Notrufnummern. Der Gedanke dahinter: Laut einer Studie stieg Gewalt gegen Frauen bei der Fußball-WM in Deutschland um rund 30 Prozent, bei 40 Prozent der Fälle war Alkohol im Spiel. Ein Großteil der Gewalt spiele sich im häuslichen Bereich ab, aber auch die Fanzonen in der Stadt seien “Angsträume” für Frauen. Deshalb wurden Büsche in “dunklen Ecken” zurechtgeschnitten und zusätzliche Beleuchtung installiert. Auch der 24-Stunden-Notruf für Frauen wird während der EM doppelt besetzt sein.

Treibt der Fußball also Männer zur Gewalt, lässt die Niederlage des favorisierten Teams, zusammen mit fünf Halben Bier, die Fäuste fliegen? Klar ist: Gewalt entsteht meist aus einem ausgenutzten Machtverhältnis heraus, somit ist Gewalt gegen Frauen bereits in die Struktur der Gesellschaft eingeschrieben und braucht nicht erst den Fußballplatz als Aktionsfeld. Doch die drohenden Gefahren, die gerade bei Großereignissen hervorgehoben werden, fungieren als Platzanweiser im gesellschaftlichen Raum. In den Hinweisen zum “Schutz” der Frauen sind sogleich Ausschlüsse eingeschrieben: Wer sich als Frau in die Fanzonen, in das Geschehen der Heim-EM wagt, betritt einen “Angstraum” - so wird das herausschreiben von Frauen aus dem öffentlichen Raum reproduziert. Hier schwingt zudem eine unterschwellige Eigenverantwortlichkeit mit, nicht selten werden Frauen, die sich “nachts, im Dunklen” in (alkoholisierten) Männerräumen wie Fußballstadien oder Meisterfeiern “herumtreiben” - und das vielleicht auch noch leicht bekleidet - für sexuelle Übergriffe mitschuldig gedacht. Auf diestandard.at schreibt ein User: “Wichtigster Tipp: Von allen Veranstaltungen, die vor allem von besoffenen Männern heimgesucht werden, fern halten.” Frauen, in den “privaten” Raum! Dorthin, wo sich die meiste Gewalt gegen Frauen abspielt.

V.I.P. im Burgtheater

14. Mai 2008 | the | 11 Kommentare »

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Wer das große Fußballfest im Juni nicht mit dem gemeinen Fußvolk feiern möchte und dennoch Stadion-Stimmung light sucht, ist im Wiener Burgtheater gut aufgehoben. Vorausgesetzt, er/sie steht auf der Gästeliste. Die Telekom Austria und A1 verwandeln das renommierte Theaterhaus nämlich von 7. bis 29. Juni in eine Arena für die österreichische Seitenblicke-Prominenz. Der Konzern spricht von einem “noch nie da gewesenen Exclusive-Viewing” für täglich bis zu 600 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Medien und Sport. Auf rund 600 m² wird unter anderem ein Fußballfeld mit echtem Sportkunstrasen geschaffen, auf einer acht mal vier Meter großen LED-Wand werden alle 31 EM-Spiele übertragen. Für “echte” Stadionstimmung sorgen zahlreiche Projektorwände, über die “Stadionstimmung inszeniert wird”. Natürlich darf auch ein exklusives Luxus-Catering nicht fehlen, zudem wird es an allen Spieltagen auf der Bühne des Burgtheaters ein Show-Programm geben. Stermann&Grissemann, Bauchklang, Die fantastischen Vier und viele andere treten im wohl größten VIP-Sektor der EM auf. Moderiert wird das ganze unter anderem vom ORF-Journalisten Tarek Leitner.

In unmittelbarer Nähe werden auf der Fanmeile rund 80.000 Menschen feiern, im Burgtheater wird man um einen Platz in den Seitenblicken kämpfen - schließlich ist auch der ORF vor Ort. Als weiteres “kulturelles Highlight” preist die Telekom eine Magnum-Fußballaustellung an. Das liest sich folgendermaßen: “Ausgewählte Arbeiten weltberühmter Fotografen thematisieren in der Exhibition das Thema Fußball als weltumspannende Leidenschaft und als globales gesellschaftliches Phänomen, das Menschen unterschiedlicher Kultur und sozialer Herkunft zusammenbringt.” Könnte es ein besseres Motto für das “Exclusive Viewing” geben?

Foto: CC Wikipedia