es bestünde eine realistische möglichkeit, dass bzö und fpö nach den nationalratswahlen am 1. oktober wieder zusammengehen, betonte der kärntner landeshauptmann jörg haider (bzö) im interview mit dem „standard“. sollte das bzö noch einmal in eine regierung kommen, sei es gut möglich, dass unentschlossene abgeordnete und funktionäre wieder „den weg zu uns finden werden“, so haider.
ein großes ziel von haider ist die mobilisierung von nichtwählern: „da sind 300.000 bis 400.000 wähler im wartesaal. da sind sechs bis acht prozent drinnen.“
den wahlslogan „die freiheitlichen – bzö“ hält der bzö-gründer, der nur in kärnten auf dem dritten listenplatz kandidiert, für gerechtfertigt, „weil heute 16 von 18 freiheitlichen abgeordneten beim bzö sind“ und weil bzö-spitzenkandidat peter westenthaler die bessere vertretung für „freiheitlich gesinnte menschen“ sei.
in der causa „hypo alpe-adria“ stehe er nach wie vor hinter „österreichs erfolgreichsten bankmanager“ wolfgang kulterer, so haider. (cdw)
foto: corn / der standard
des kärntner landeshauptmanns gebetskette
das interview zur nachlese:
http://derstandard.at/?id=2539778


spö-bundesparteivorsitzender alfred gusenbauer hat seine wahlkampf-wandertour durch österreich heute beendet. nach fast zwei wochen in den bergen heißt es für den spö-spitzenkandidaten nun schuhe wechseln: angesichts der aktuellen wetterlage dürfte das gusenbauer nicht allzu schwer fallen. auf den internetseiten der spö wird seine österreich-tour in einem video entsprechend wiederverwertet. es zeigt gusenbauer als volksnahen und heimatverbunden politiker, der den kuchen gerecht verteilt, die heimat liebt, den menschen zuhört, für ihre sorgen und ängste zugänglich ist, nicht abgehoben agiert und nicht mit den superreichen urlaubt.
ob gusenbauer auf seiner bergtour viele (sennerinnen und kühe) vom programm der spö überzeugen konnte, sei dahingestellt. eine derartige wahlkampfaktion würde dem brunnenschlürfenden bundeskanzler wohl besser stehen. kondition hat der spö-spitzenkandidat auf jeden fall gesammelt. die wird er in den letzten beiden monaten des wahlkampfs auch dringend brauchen. schließlich liegt die övp mit bundeskanzler schüssel in den umfragen deutlich vor den sozialdemokraten. (cdw)



