„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ lautet ein Sprichwort, welches sich im Hinblick auf ein Cordoba-Revival in frühestens zwei Jahren bewahrheiten könnte – wir können warten, daher vorerst zurück zur Gegenwart: ÖFB-Präsident Stickler bedauerte bereits kurz nach Spielende, dass die EM für das junge österreichische Team zu früh gekommen sei. Das Schöne: Beide haben hoffentlich Recht, sowohl das Sprichwort als auch der ÖFB-Präsident, den vor allem die nachsommerlichen Perspektiven einiger Teamspieler freuen dürften: Prödl und Korkmaz sind bereits fix im Ausland, Fuchs und Säumel sind unmittelbar und Leitgeb und Kavlak mittelbar am Sprung. Dazu noch ein Scharner-Comeback, eine positive Entwicklung von Hoffer, Junuzovic, Kienast & Co. plus weitere nachrückende Junge wie Walch, Wolf, Baumgartlinger & Co.

Zweifelsohne eine gute Basis um rund um die erfahrene Achse Macho, Stranzl, Pogatetz, Ivanschitz, Linz ein junges, hungriges Team aufzubauen, das die Euphorie der Fans und die Leistung des Teams weiter steigern kann. Erstmals beweisen kann sich dieses Team bereits im August, wenn es gegen ein verunsichertes, ebenfalls nach Verjüngung lechzendes italienisches Team freundschaftlich antritt, ehe in der WM-Qualifikation die harten, aber nicht unüberwindbaren Brocken wie Frankreich, Rumänien oder die Faröer Inseln warten. Dies alles am besten mit einem ebenfalls jungen, hungrigen Teamchef, der im Idealfall Andi Herzog heißt…