Kürzlich erfasste Wilfried Seipel, den Leiter des Kunsthistorischen Museums, eine grandiose Idee. Man könnte doch die Besuchermassen der offiziellen Fanmeile am Wiener Ring auch in die Tutanchamun-Ausstellung des Völkerkundemuseums umleiten. Eilig wurde der beim Burgtor platzierten Statue des schakalköpfigen Gottes Anubis ein österreichisches Trikot übergestülpt. Um dem Marketinggag Nachdruck zu verleihen, adelte man das göttliche Vorbild für die siebeneinhalb Meter hohe Figur sogleich zum „offiziellen Schutzpatron der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft“. Anubis galt im alten Ägypten übrigens als Gott der Totenriten und „Herr der Höhlenöffnung“. Wie wir das wohl zu deuten haben?

Anubis

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