Die Euro 2008 wird ein Fußballfest, gewiss. Doch aus anderem Blickwinkel droht uns auch eine Umweltkatastrophe; oder zumindest ökologisch höchst bedenkliche Juniwochen. Ohne diese Behauptung mit Zahlen belegen zu können, seien dennoch ein paar Hypothesen formuliert:
– Der Verkehr auf Österreichs Straßen wird im Juni enorm zunehmen. Das öffentliche Verkehrsnetz allein ist zu schwach, um diesen Anstieg auffangen zu können. Die Blechlawine auf den Straßen erhöht den Ausstoß von umweltgefährdenden Schadstoffen. Von der Zunahme des Flugverkehrs während der Euro ganz zu schweigen.
– Die Industrie rechnet während der Euro mit einem Anstieg des Konsums. Zahlreiche Euro-Produkte werden in Entwicklungsländern unter für Mensch und Natur katastrophalen Bedingungen hergestellt. Durch die Euro-Produkte entstehen zusätzliche Transportwege und zusätzlicher Müll.
– Durch die Europameisterschaft erhöht sich die Bautätigkeit – seien es nun Hotels, Ferienwohnungen, Straßen oder anderweitige Infrasturktur. Natur und Lebensräume von Tieren werden zerstört, der Boden versiegelt.
– Auch der Energieverbrauch wird während der Euro nicht unwesentlich ansteigen.

Dies sind nur ein paar Ansätze, sich über die Europameisterschaft abseits von Hurra-Meldungen Gedanken zu machen. Sie sollen aber keineswegs die Freude auf die Euro verderben.