Internationale Botschafter

Diese, bzw. die drei österreichischen Fußballgrößen hat vielleicht der eine oder andere im Werberummel rund um die EM 2008 schon vermisst. Schluss damit. Unter die „Botschafter aus Leidenschaft“ mischen sich nun endlich auch die drei Herren und gehen als „Internationale Botschafter“ auf Reisen. Idee: Hans Krankl. „Ich bin froh, dass uns endlich irgendeine Organisation genommen hat“, sagt der Ex-Teamchef auf der offiziellen Pressekonferenz mit Kanzler Gusenbauer. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir eine Zusammenarbeit zusammengebracht haben, bevor die Euro vorbei ist“, legt Polster nach. Die Fußball-Legenden sollen nun ihr „hohes Ansehen, das weit über die österreichischen Grenzen reicht“ nutzen und als Aushängeschilder fungieren. Eine Erfolgsbilanz wird gezogen: 196 Spiele in der Nationalmannschaft, rund hundert Tore und 82 Spiele auf der Trainerbank. „In Rom würden die Leute auf der Straße noch immer den Herbert Prohaska erkennen und grüßen“, sagt Ex-ÖFB-Präsident Beppo Mauhart. Überhaupt sei er der erfolgreichste National-Trainer der Nachkriegszeit. Und Krankl – eben der Held von Cordoba. Der Werbe-Plan der Botschafter: Prohaska wird bald nach Italien reisen, Krankl steigt schon am Samstag  gemeinsam mit Euro-Botschaftern der Community fussballverbindet.at in den Flieger nach Barcelona. Dort ist man im Camp Nou beim Spiel FC Barcelona gegen Levante UD dabei. Grundsätzlich fühlt er sich für „alle Länder, die am Meer liegen“ verantwortlich. Nach Deutschland wird natürlich Toni Polster geschickt,  mit „österreichischem Charme und Schmäh“ will Toni die Medien „verwöhnen“. Bei der EM ist er im übrigen als Kommentator beim Schweizer Fernsehen gebucht – Herbert Prohaska bleibt dem ORF treu.

pressekonferenz

Stimmung

Für die Fußballaustellung „herz:rasen“ ab 4. April im Wiener Künstlerhaus haben die Botschafter gar persönliche Gegenstände beigesteuert – Prohaska verborgt einen Schuh, Krankl ein Trikot aus dem Jahre 1978 (nein, nicht das originale Cordoba-Leiberl). Krankl, Polster und Prohaska, die bekanntlich dem (schlechten) Singen zugetan sind, haben auch einen Verein gegründet, der sich „Ballkünstler“ nennt und Fußball und Kultur zusammen bringt. Im Zuge der „Ballkünstler“-Veranstaltungen werden im Juni Elton John, Fendrich, Ambros und Resetarits live in Wien zu erleben sein. „Gemma’s an“, meint da Kanzler Gusenbauer. Noch 107 Tage bis zur EM.  

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