Kurz vor dem Jahreswechsel bemühen wir den Blick in die Kristallkugel. 29 Spiele umfasste die Ära Hickersberger 1, dabei wurde 10 Mal gewonnen, 7 Mal remisiert und 12 Mal verloren. Die 7 Unentschieden hat der aktuelle ÖFB-Teamchef in der Ära Hickersberger 2 bereits egalisiert, daneben stehen in 20 Spielen 9 Niederlagen gerade einmal 4 Siegen gegenüber. Dass die Ära Hickersberger 2 somit mit der gleichen Bilanz wie Hickersberger 1 enden wird, zeigt ein Blick auf die ausstehenden Spiele dieser zweiten Teamchef-Ära:

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Vor der EM folgen vier Freundschaftsspiele, von denen gemäß allgemeiner Fußballgesetze zwei Spiele aufgrund übermächtiger Gegner klar verloren (Deutschland, Niederlande) und zwei Spiele aufgrund eines klimatisch benachteiligten Gegners (Nigeria) einerseits bzw. eines sportlich unterlegenen Gegners (Malta) andererseits knapp gewonnen werden sollten. Angesichts dieser durchwachsenen Ergebnisse entschließt sich der Teamchef kurz vor der EM zur Einberufung der verlorenen Söhne Scharner und Vastic, wodurch der österreichischen Nationalmannschaft beim Großereignis endlich der Knopf aufgeht und man mit drei Siegen in den Gruppenspielen souverän ins Viertelfinale aufsteigt. Was folgt ist ein weiterer Sieg im Viertelfinale sowie eine unglückliche Niederlage im Halbfinale – ähnlich wie Deutschland zwei Jahre zuvor bei deren Heim-WM – gegen den späteren Europameister Italien. Macht summa summarum 6 Siege und 3 Niederlagen, wodurch mit einer Gesamtbilanz von 10 Siegen, 7 Remis und 12 Niederlagen die Gleichung Hicke 1 = Hicke 2 aufgeht…

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